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Stadtverwaltung Rapperswil-JonaSt. Gallerstrasse 40
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Inhalt

«Stadtspiegel» 2020: Grosse Vielfalt trotz Corona

Das Jahr 2020 war geprägt von der Covid-19-Pandemie. Dies schlug sich na-türlich auch im «Stadtspiegel» nieder. Daneben haben aber auch viele andere Ereignisse und Themen Eingang gefunden in die 14. Ausgabe des Jahrbuchs der Stadt Rapperswil-Jona, die nun vorliegt.

Die Corona-Krise war – und ist noch immer – eine einschneidende Erfahrung, die alle Lebensbereiche und damit jeden Einzelnen betrifft. Der «Stadtspiegel» 2020 gibt in einem Schwerpunkt Einblick in einige Bereiche, die von der Pandemie besonders betroffen waren: der Tourismus, die Schulen, die Pflegeheime und die Spitex. Wie haben sie die Krise bisher gemeistert, was waren die grössten Herausforderungen und wie konnte ihnen begegnet werden? Und was bedeutet Corona für die Stadt – für die Finanzen oder die politische Arbeit? In einer Chronologie werden die wichtigsten Ereignisse vom Ausbruch der Pandemie bis zu den ersten Impfungen Ende Jahr zusammengefasst. Was diese Krise mit dem Einzelnen und der Gesellschaft macht, erklärt ein Sozialpsychologe im Interview.

Der Klimaschutz wurde etwas aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt, aber politisch ging es trotzdem weiter: Im Herbst sagte die Bevölkerung von Rapperswil-Jona deutlich Ja zum neuen Klimaschutzartikel in der Gemeindeordnung. Im zweiten Schwerpunkt geht der «Stadtspiegel» der Frage nach, was auf politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene bereits getan wird für mehr Nachhaltigkeit und weniger CO2-Ausstoss und wo mehr passieren müsste und könnte. Zu Wort kommen ausserdem drei junge Vertreterinnen und Vertreter der sogenannten «Klimajugend», um die es infolge der Pandemie zwar etwas stiller geworden ist, die aber nach wie vor am Ball bleibt.

Forschen für die Industrie
Im «Nef-Techpark» an der Eichwiesstrasse ist im Sommer 2020 Leben eingekehrt. Auf drei Etagen des ersten fertiggestellten Gebäudes hat sich das Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK) der Ostschweizer Fachhochschule eingerichtet. Hier wird an neuen Technologien und industrieller Vernetzung gearbeitet. Ein Rundgang durch die Labors, die grosse Maschinenhalle und die Werkstatt gibt einen Einblick, in welche Richtung dabei gedacht und geforscht wird. Zwei Beispiele zeigen, was in der Praxis heute schon möglich ist: Zum einen entstehen aus Kunststoffabfall, der aus dem Ozean gefischt und rezykliert wird, hochwertige Uhrenarmbänder und -gehäuse. Zum anderen ermöglicht ein 3D-Drucker namens «Chocoformer» ausgefallene Schoggi-Kreationen – eine Entwicklung mit Potenzial für die Schokoladenbranche.

Ein Leben für das Kino
Sie ist die letzte Vertreterin der Schweizer Kino-Dynastie Leuzinger: Marianne Hegi. Seit 40 Jahren pflegt sie das Erbe ihrer Vorfahren und hat die Kinobetriebe der Familie in die Moderne geführt. Darüber hinaus war und ist sie immer auch in anderen kulturellen Bereichen engagiert und hat immer wieder Pioniergeist bewiesen. 2020 wurde sie 75 und ist aus dem Vorstand des von ihr mitgegründeten «Kulturpacks» zurückgetreten. Der «Stadtspiegel» widmet ihr aus diesem Anlass das grosse Porträt.

Für viele ein wechselvolles Jahr
Die Monatschroniken im mittleren Teil spiegeln die wichtigsten Geschehnisse in der Stadt wider – auch hier spielt Corona zeitweise natürlich eine grosse Rolle. Und ebenso fliesst die Krise in diverse Geschichten unter «Aspekte» ein. So ist etwa das erste Autokino in der Region der Pandemie geschuldet, das gleiche gilt für das Riesenrad, das im Herbst auf dem Fischmarktplatz gastierte. Für den Circus Knie hatte das Jahr mit zahlreichen Preisen am Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo vielversprechend begonnen und wurde dann zum wohl schwierigsten seiner Geschichte. Ein ähnliches Lied singen kann Chorleiter und Dirigent Max Aeberli: Er wurde mit dem St. Galler Kulturpreis ausgezeichnet, doch sein grosses Abschiedsprojekt mit dem Teamchor Jona musste er um ein Jahr verschieben. Und auch bei «Tischlein deck dich», wo man seit zehn Jahren Lebensmittel an Bedürftige abgibt, spürte man im Corona-Jahr eine erhöhte Nachfrage.

Niederlagen und Erfolge
Im Herbst standen die Wahlen an – mit überraschendem Ausgang. Das Schlossprojekt nahm eine wichtige Hürde mit den Abstimmungen über den Ausführungskredit, während das geplante Jona-Center vom kantonalen Baudepartement ausgebremst wurde. Wie geht es nun weiter? Die neue Ostschweizer Fachhochschule ist ohne Brimborium termingerecht und gut gestartet. Im «Kreuzli» und mit der «Johanna» gingen zwei spezielle Gastro-Projekte zu Ende; im Hafen Rapperswil wurde der erste im See gelagerte Wein gehoben.

Für den Sport hielt das Jahr 2020 viele Aufs und Abs bereit – ob für den FCRJ, die Lakers, den Boulderverein oder die Kanuten. Gut lief es hingegen für die jugendlichen Tüftler Timon Meyer und Louis Sikkema, die im Rahmen ihrer Maturarbeit einen neuartigen Senkrechtstarter entwickelten und damit am Final von «Schweizer Jugend forscht» teilnahmen. Mit Yannik Flepp und Cornel Herrli kehrten gleich zwei junge Berufsleute mit einer Goldmedaille von den Swiss Skills zurück. Noch jünger zu grossen Ehren kam die Kanti-Schülerin Enya Ernst, die Anfang Jahr eine Sendung von «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens moderieren durfte. Und dank des Kanuclubs Rapperswil-Jona paddelten Menschen mit einer Beeinträchtigung im Kajak mit.

Dies sind nur einige der zahlreichen Geschichten, mit denen der neue «Stadtspiegel» aufwartet. Er zeigt, dass das Leben trotz Corona nicht stillstand und sich wie immer viele Menschen in der einen oder anderen Weise engagiert haben. Der «Stadtspiegel» 2020 ist ab sofort erhältlich und kann beim Informationsschalter der Stadt Rapperswil-Jona sowie bei der Tourist-Information kostenlos bezogen werden.

Stadtspiegel_2020_Web_300321.pdf (PDF, 5.61 MB)