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Laufende Gespräche über einen neuen Standort für das Polenmuseum

7. April 2021
Die Ortsgemeinde und der Verein „Freunde des Polenmuseums“ sind zurzeit über einen neuen Standort für das Polenmuseum im Gespräch. Dies nachdem die Ortsgemeinde das Mietverhältnis im Schloss mit dem Verein per März 2022 aufgelöst hat, um gemeinsam mit der Stadt den Umbau und die Neuinszenierung des Schlosses zu realisieren. Im Zentrum steht eine Lösung im Haus zum Pfauen, welches der stadtnahen Stiftung Volksheim gehört. Ob es zu einer Einigung kommt, ist zurzeit offen.

Die Stimmbürgerschaft von Stadt und Ortsgemeinde haben im vergangenen Jahr rund 16 Mio. Franken für den Umbau und die Neuinszenierung des Schlosses Rapperswil gesprochen. Das Schloss soll nebst einer neuen Dauerausstellung auch durch ein neues Event- und Gastrokonzept eine hohe Attraktivität erhalten und für die Bevölkerung besser zugänglich werden. Das Projekt kommt gut voran, sämtliche Baubewilligungen liegen vor. Geplant ist der Baubeginn im Sommer 2022. Für die Vorbereitung der Bauarbeiten soll das Schloss geschlossen werden.

Das heutige Polenmuseum wird in seiner derzeitigen Form nicht mehr weiter im Schloss untergebracht sein. Die Ortsgemeinde hat den Verein „Freunde des Polenmuseums“ früh darüber informiert und Ende 2020 die offizielle Kündigung per Ende März 2022 ausgesprochen (Kündigungsfrist 15 Monate). Der Verein „Freunde des Polenmuseums“ hat gegen die Kündigung Einsprache erhoben. Der Vorstand des Vereins wie auch die Ortsgemeinde signalisierten jedoch, dass sie für weitere Gespräche weiterhin offen sind.

In der Folge nahmen die Ortsgemeinde und der Verein „Freunde des Polenmuseums“ unter Beizug der Stadt Gespräche über einen neuen Standort, konkret das Haus zum Pfauen, auf. Eine einvernehmliche Lösung könnte nicht nur eine neue Bleibe für das traditionsreiche Polenmuseum in Rapperswil ermöglichen. Es könnte auch einen Rechtsstreit über die Kündigung des Polenmuseums im Schloss verhindert und damit die Voraussetzung für eine planmässige Realisierung des Schlossprojekts geschaffen werden. Die Ortsgemeinde würde ihre Räumlichkeiten der Geschäftsstelle vom Haus zum Pfauen in andere Räumlichkeiten verlegen, vorzugsweise in eine eigene Liegenschaft.

Die Ortsgemeinde tätigte als Basis für die Gespräche Vorabklärungen zur bau- und planungsrechtlichen Machbarkeit eines Polenmuseums im Haus zum Pfauen. Dies betrifft die Räumlichkeiten der Geschäftsstelle im Erdgeschoss, die Büroräume der Geschäftsstelle im 1. Obergeschoss und den Marschallsaal. Nicht betroffen sind die Wohnungen in den darüber liegenden Stockwerken. Auch nicht Gegenstand der Vorabklärungen war ein Museumskonzept. Wie die Räumlichkeiten dereinst als Museum genutzt würden, wäre die Sache des Vereins.

Das Resultat der Abklärungen zeigt, dass der Betrieb eines Museums in den genannten, heutigen Räumlichkeiten grundsätzlich möglich ist, indes in Bezug auf den Brandschutz und die Barrierefreiheit gewisse Defizite behoben werden müssen. Sollte die Idee eines Polenmuseums im Haus zum Pfauen konkret werden, wären mit der Stiftung Volksheim und - da die Mittel der Stiftung Volksheim beschränkt sind - allenfalls auch mit der Stadt und der Ortsgemeinde die Konditionen für die Kostenübernahme im Bereich Brandschutz und Barrierefreiheit zu prüfen und gemäss geltenden Finanzkompetenzen zu kreditieren.

Was den Mietzins anbetrifft, ist die Stiftung Volksheim als gemeinnützige Institution nicht auf eine hohe Rendite, sondern auf eine kostendeckende Miete ausgerichtet. Der Mietszins soll fair und angemessen sein. Die Einzelheiten sind noch zu verhandeln.

Stadt und Ortsgemeinde haben ein hohes Interesse an einer einvernehmlichen und verhältnismässigen Lösung, damit der Umbau des Schlosses ohne Rechtsstreit termingerecht realisiert werden kann. Auch eine würdige Fortsetzung des international ausgerichteten Polenmuseums, das auf eine langjährige Geschichte in Rapperswil zurückblicken kann, ist im Interesse der Stadt. Weder der Ortsverwaltungsrat noch der Stadtrat sind hingegen bereit, eine Lösung um jedem Preis anzustreben.

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