Inhalt
Aus dem Stadtrat
Stadtrat lehnt Meienberg-Initiative ab und erarbeitet Gegenvorschlag
Die Initiative der IG-Pflegezentrum Meienberg ist zustande gekommen. Sie fordert, dass das Areal des heutigen Pflegezentrums Meienberg für ein «quartierverträgliches Wohnprojekt mit einem substanziellen Anteil an preisgünstigen, finanziell nachhaltigen sowie generationenübergreifenden Wohnungen» reserviert wird.
Der Stadtrat teilt das zentrale Anliegen, bezahlbaren Wohnraum zu fördern, ausdrücklich. Er ist jedoch der Auffassung, dass sich das betreffende Grundstück nicht optimal für diese Nutzung eignet. Deshalb lehnt er die Initiative ab und erarbeitet einen Gegenvorschlag. Mit diesem will der Stadtrat der Bürgerschaft eine Lösung vorlegen, die das Anliegen nach bezahlbarem Wohnraum aufnimmt und gleichzeitig den räumlichen sowie planerischen Rahmenbedingungen im Quartier besser Rechnung trägt.
Die Initiative und der Gegenvorschlag sollen der Bürgerschaft so rasch wie möglich, voraussichtlich im Herbst 2026, zur Abstimmung vorgelegt werden.
Stadt führt Asylsozialhilfe künftig selbst
Die Stadt übernimmt die Aufgaben im Bereich der Asylsozialhilfe künftig selbst. Der Stadtrat hat beschlossen, den bisherigen Vertrag mit der ORS Service AG zu kündigen. Mit diesem Schritt sollen Abläufe vereinfacht, die Steuerung verbessert und Kosten gesenkt werden.
Mit der Kündigung der externen Dienstleistung rechnet der Stadtrat mit einer finanziellen Entlastung. Zwar erfordert die Übernahme der Aufgaben durch die Stadt zusätzliche Stellen. Dennoch geht der Stadtrat insgesamt von tieferen Kosten aus. Einerseits entfallen die bisherigen externen Dienstleistungskosten. Andererseits können interne Abläufe vereinfacht und der Koordinationsaufwand reduziert werden.
Neben dem finanziellen Aspekt erwartet der Stadtrat auch organisatorische Vorteile. Der Wegfall von Abstimmungsschleifen, Kontrollaufgaben und externen Schnittstellen soll die Abläufe vereinfachen und die vorhandenen Ressourcen gezielter für die Arbeit mit den Klientinnen und Klienten nutzbar machen.
Die für die Umsetzung notwendigen Stellen werden im Rahmen des Budgets 2027 beantragt und der Bürgerversammlung vorgelegt. Trotz dieses personellen Ausbaus rechnet der Stadtrat insgesamt mit einer spürbaren Entlastung der städtischen Finanzen.
Stadtrat plant vorausschauend für zusätzliche Pflegeplätze
Der Stadtrat richtet die Pflegeversorgung in Rapperswil-Jona auf den künftig steigenden Bedarf aus. Dafür hat er die Bedarfsplanung für die Versorgung gemäss Altersleitbild aktualisiert.
Diese zeigt, dass in den kommenden Jahren zusätzliche Pflegeplätze benötigt werden. Bis 2050 wird mit einem Bedarf von insgesamt 260 bis 280 Betten gerechnet. Ein wesentlicher Teil dieses Bedarfs kann mit dem Neubau des Pflegezentrums Schachen gedeckt werden. Für die langfristige Versorgung reicht dieses Angebot jedoch nicht aus.
Der Stadtrat will die bestehenden Angebote deshalb gezielt weiterentwickeln. Im Fokus stehen zusätzliche Pflegeplätze sowie der weitere Ausbau von ambulanten und spezialisierten Versorgungsformen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die künftige Nutzung des Pflegezentrums Bühl. Für diesen Standort läuft derzeit eine Machbarkeitsstudie. Sie zeigt auf, welche Erweiterungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für das bestehende Pflegezentrum bestehen.
Mit dieser langfristigen und ganzheitlichen Planung verfolgt der Stadtrat die Altersstrategie der Stadt konsequent weiter. Ziel ist es, auch in Zukunft eine bedarfsgerechte und nachhaltige Altersversorgung sicherzustellen.
Zusätzliche Veloabstellplätze am Bahnhof Rapperswil
Die Bike-&-Rail-Anlage Nord am Bahnhof Rapperswil ist regelmässig ausgelastet und genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Der Stadtrat unterstützt deshalb eine Erweiterung der Veloabstellplätze. Er spricht sich dafür aus, die bestehende Anlage mit einer kompakten und pragmatischen Lösung zu ergänzen.
Konkret soll die bestehende Anlage um zwei Veloabstellanlagen mit insgesamt 96 zusätzlichen Plätzen erweitert werden. Diese Variante wurde von den SBB ausgearbeitet und dem Stadtrat vorgelegt. Sie ermöglicht eine gezielte und rasche Verbesserung der heutigen Situation. Die Kosten für die Erweiterung belaufen sich auf rund 200'000 Franken exkl. Mehrwertsteuer. Stadt und SBB tragen die Kosten je zur Hälfte.
Mit dieser Massnahme will der Stadtrat die Situation für Velofahrende am Bahnhof Rapperswil gezielt verbessern.