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Stadtverwaltung Rapperswil-JonaSt. Gallerstrasse 40
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Inhalt

Areal Lido

Das Freibad Lido (inkl. Gebäude) wurden in den 1950er- und 1960er-Jahren gebaut und ging im Jahr 1989 an die damalige Stadt Rapperswil über. Nachfolgend werden die Entwicklungen und Zusammenhänge betreffend Lido-Badi transparent nachgezeichnet und teilweise mit den dazugehörenden Dokumenten untermauert.

Medienmitteilung Dokumentation Zustand Schwimmbad Lido vom 2. November 2022

Bestandsaufnahme 2007
Im Jahr 2007 hat die Firma Cerlianiaarchitekten AG eine Analyse zum baulichen Zustand des Freibad Lido gemacht. Bereits in diesem Bericht wird auf mehrere Mängel hingewiesen. Bereits damals war klar, dass im Rahmen eines Gesamtkonzepts grössere Investitionen für das Bad notwendig sein werden.

Analyse Cerlianiarchitekten AG vom 25. Oktober 2007

Zustand Badwassertechnik
Die Wassertechnik im Lido entspricht nicht mehr den heutigen Normen, was vom Amt für Verbraucherschutz und Veterinärswesen im Juni 2018 wiederholt in einem Inspektionsbericht gerügt wurde. Der Weiterbetrieb wurde damals bis zum Beginn des geplanten Neubau-Projekts geduldet.

Inspektionsbericht Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen vom 21. Juni 2018

Projekt-Planung und -Bewilligung
Die Stadt Rapperswil-Jona hat in den Jahren 2012 – 2018 ein neues Freibad-Projekt geplant. Aus einem Projekt-Wettbewerb ging das BLITZ-Projekt als Sieger hervor. Die Bürgerschaft stimmte im November 2018 dem Baukredit über Fr. 27.5 Mio. zu.

Abstimmungsweisung vom 25. November 2018

Projekt-Sistierung und –Abbruch
Im Rahmen der Ausführungsplanungen traten im Jahr 2019 diverse Erkenntnisse auf, welche hohe Zusatzkosten nach sich ziehen würden. Aufgrund der sich abzeichnenden massiven Kostenüberschreitung, sistierte der Stadtrat im November 2019 das Projekt und brach es im Juni 2020 ab.

Medienmitteilung Stadtrat vom 26. Juni 2020

Übergangsbetrieb
Um der Bevölkerung weiterhin ein Sommerbad mit Schwimmbecken zur Verfügung zu stellen, entschied der Stadtrat 2020 die Badi Lido nochmals zu öffnen. Um das Angebot auch 2021 und 2022 aufrecht erhalten zu können, wurden anfangs 2021 rund Fr. 300'000 in die Badwassertechnik investiert. Dennoch wurde von Seiten des Kantons St. Gallen eine maximale tägliche Besucherzahl verfügt, um jederzeit das Einhalten der vorgeschriebenen Wasserwerte sicherzustellen. Eine analoge Regelung konnte danach nochmals für das Jahr 2022 verhandelt werden.

E-Mail Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen vom 30. November 2020

Statische Situation Schwimmbadgebäude
Die statische und bauliche Situation des Schwimmbadgebäudes (inkl. Restaurant) präsentiert sich seit einigen Jahren in ungenügendem Zustand. Unter anderem geht dieser Befund auch aus zwei Gutachten/Zustandsanalysen von einheimischen Ingenieurbüros von Ende 2020 hervor (ein Büro untersagte die Veröffentlichung des Berichts, eines stimmte der Veröffentlichung zu, mit dem Auftrag, Firmennamen und Kontaktdaten zu entfernen).

Die Stadt überbrückte die Situation notfallmässig mit mittlerweile über 250 Spriessen, welche die Sicherheit im Untergeschoss gewährleisten. Diese Notlösung kann aufgrund der Einschätzung des verantwortlichen Unternehmens nicht länger aufrechterhalten bleiben. Als Folge davon, muss nun das Gebäude zeitnah rückgebaut werden.

Zustandsanalyse Ingenieurbüro (27. November 2020)

Stellungnahme Ingenieurbüro (27. April 2022)

Bevölkerungsumfrage zur Lido-Zukunft
Um den Willen der Bevölkerung über die Lido-Zukunft zu erfahren, führte der Stadtrat im Sommer 2021 eine Bevölkerungsumfrage durch. Er stellte drei mögliche Optionen zur Auswahl, über welche die Teilnehmenden befinden konnten. Von den 567 Rückmeldungen, votierten 86% mit «ja» oder «eher ja» für die Variante «Instandstellung», was aus Sicht Infrastruktur dem bisherigen Angebot (inkl. Restaurant) entsprach. Diese Variante sollte Kosten von maximal 7.5 Mio. beinhalten.

Die Eingriffstiefe bei der Badwassertechnik und die daraus resultierenden Kosten für einen mehrjährigen Übergangsbetrieb, konnten einer Sanierungsstudie das Büros Kannewischer vom Dezember 2020 entnommen werden. Die Sanierungsstudie wurde später noch durch eine Zweit-Meinung eines Mitbewerbers überprüft.

Medienmitteilung Bevölkerungsumfrage vom 18. August 2021

Zustandsanalyse/Sanierungskonzept Kannewischer AG vom 1. Dezember 2020

Zweitmeinung Beck Schwimmbadbau vom 19. November 2021

Planungen zur priorisierten Variante

Basierend auf dem Bevölkerungs-Feedback, legte der Stadtrat der Bürgerschaft an der Bürgerversammlung vom 2. Dezember 2021 einen Projektierungskredit über Fr. 600'000 vor, um das Projekt voranzutreiben und Kosten-Sicherheit für einen Baukredit-Antrag zu erlangen. Entgegen dem Willen des Stadtrats, wurde der Projektierungskredit von den Anwesenden abgelehnt. Der Antragsteller überzeugte die Bürgerschaft mit dem Argument, dass damit der Prozess für ein neues Frei- und Hallenbad beschleunigt werde und nahm explizit in Kauf, dass die Bevölkerung vorerst auf das Lido-Bad verzichten muss.

Sportstätten-Planung und Studienauftrag
Der Stadtrat nahm den Auftrag der Bürgerschaft ernst. Basierend auf der überarbeitenden Sportstätten-Planung, welche im Lido künftig ein kombiniertes Frei- und Hallenbad vorsieht, wurde im August 2022 ein Studienauftrag über das Gesamt-Areal lanciert. Die Ergebnisse liegen anfangs 2023 vor. Um daraufhin nahtlos an diese Ergebnisse anknüpfen zu können, legt der Stadtrat der Bürgerschaft an der bevorstehenden Bürgerversammlung vom 1. Dezember 2022 bereits einen Wettbewerbskredit über Fr. 400'000 für ein Neubau-Projekt vor.

Medienmitteilung Studienauftrag vom 15. August 2022

Erneute Überprüfung
Die Stadt hat im Herbst 2022 ihren Entscheid, das Freibad zu schliessen, aufgrund der Entwicklungen erneut überprüfen lassen. Zwei weitere beigezogene Unternehmen bestärken dieses Vorgehen mit ihren Stellungnahmen.

Stellungnahme Energie und Haustechnik Weber AG vom 30. September 2022

Stellungnahme wlw Bauingenieure AG vom 6. Oktober 2022

Zugehörige Objekte

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