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Lernheft Mathematische Lernplätze der Stadt Rapperswil-Jona

29. August 2011; Lernen aus Neugier – Studierende der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen (PHSG) haben zu acht ausgewählten Plätzen in Rapperswil-Jona Mathematikaufgaben für Oberstufenschülerinnen und -schüler verfasst. Unterstützt von Bildungsprofis und finanziert durch die Stadt Rapperswil-Jona ist aus diesen Aufgaben ein Lernheft entstanden. Es wurde am Montag, 29. August 2011, den Medien präsentiert.

Mathematik im Alltag anzuwenden ist das Ziel des Lernhefts «Mathematische Lernplätze der Stadt Rapperswil-Jona». Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe können an acht Plätzen in Rapperswil-Jona mathematische Fragestellungen an konkreten Beispielen aus dem Alltag bearbeiten.
So berechnen sie beispielsweise wie viele Kubikmeter Eichenholz für den Steg nach Hurden verbaut wurden, schätzen ab wie lange die Evakuierung eines Schiffs voraussichtlich dauert oder machen statistische Erhebungen zum Verkehrsaufkommen beim Stadthauskreisel.

Zweites mathematisches Lernheft der PHSG
Die Aufgaben wurden im Frühling 2011 von 17 Studierenden des Studiengangs Sekundarstufe I der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen (PHSG) in einer speziellen Unterrichtswoche erstellt. Unterstützend zur Seite standen den Studierenden die PHSG-Dozenten Geri Rüegg und Armin Thalmann sowie Armin Konrad, Leiter des RDZ Rapperswil-Jona, der das Lernheftprojekt leitete. Der erfahrene Lehrmittelverfasser Heinrich Schlittler hat die Aufgaben abschliessend lektoriert und Anpassungen vorgenommen.
Geri Rüegg und Armin Thalmann sind überzeugt, dass nicht nur die Schülerinnen und Schüler in Rapperswil-Jona viel Freude am Lösen der Aufgaben haben werden. Auch die Studierenden der PHSG hätten bei der Erstellung viel dazugelernt, erklärten Armin Thalmann und Geri Rüegg: «Für sie ergab sich durch die Mitarbeit die Möglichkeit, in einer konkreten Situation die in „theoretischen“ Veranstaltungen erworbenen Kenntnisse anzuwenden. Somit konnte die vielzitierte Verbindung zwischen Theorie und Praxis sinnvoll hergestellt werden.»
Die Idee für das Lernheft basiert auf der Broschüre «Mathematischer Lernweg Chur» der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PHGR). 2010 entstand bereits ein erstes Lernheft der PHSG in Gossau (SG). Und die Idee soll weiter in den Kanton hinausgetragen werden. Die Initianten hoffen, die Städte Sargans sowie Rorschach, beides RDZ-Standorte, ebenfalls für die Idee begeistern zu können.

Beitrag für interessantes Lernen am Bildungsstandort Rapperswil-Jona
Alle Oberstufenklassen in Rapperswil-Jona erhalten einen Klassensatz des Lernhefts «Mathematische Lernplätze der Stadt Rapperswil-Jona». So können möglichst viele Schülerinnen und Schüler von diesem Angebot profitieren. Weitere Exemplare des Lernhefts werden im RDZ Rapperswil-Jona, welches zur PHSG gehört, zum Kauf angeboten oder können von interessierten Klassen aus dem Linthgebiet ausgeliehen werden. Armin Konrad, Leiter des RDZ Rapperswil-Jona, hat das Projekt geleitet. Für ihn ist die Entstehung des Lernhefts Resultat einer beispielhaften Zusammenarbeit zwischen dem RDZ Rapperswil-Jona, der PHSG sowie der Stadt Rapperswil-Jona. «Wenn die Studierenden ihre Kenntnisse praktisch anwenden konnten und wenn die Schülerinnen und Schüler aus Rapperswil-Jona Mathematik in ihrem Alltag erfahren können, dann haben wir doppelt profitiert!»
Thomas Rüegg, Stadtrat und Schulpräsident von Rapperswil-Jona, bekräftigte an der Präsentation des Lernhefts vom 29. August 2011 im Hotel Jakob die Wichtigkeit der Bildung für Rapperswil-Jona. «Lernen ist begreifen! Diesem sehr bedeutungsvollen Grundsatz des Lernens folgt das Konzept dieser Broschüre. Mit dem Lehrmittel wurde eine äusserst wertvolle Plattform für eine unmittelbare Lernerfahrung geschaffen. Jugendliche erleben mit der Unterstützung der Lehrpersonen dank dem Lernheft die praktische Anwendung und Bedeutung der Mathematik im Alltag! Die Schule freut sich über das gelungene lebendige Werk und bedankt sich bei allen Beteiligten. Viel Spass beim begreifenden Lernen.»

Datum der Neuigkeit 29. Aug. 2011