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Stadtverwaltung Rapperswil-Jona
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News

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Stadtrat nimmt Stellung zum Leserbrief von Alois Bühler

Im laufenden Referendumsverfahren ist der Stadtrat gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu grosser Zurückhaltung verpflichtet, weil die Willensbildung in erster Linie den gesellschaftlichen und politischen Kräften vorbehalten bleiben soll. Generell zulässig sind die amtlichen Abstimmungserläuterungen. Ein weitergehendes Eingreifen einer staatlichen Behörde ist nur zulässig zur Richtigstellung irreführender Informationen oder wenn die Komplexität des Abstimmungsgegenstands es rechtfertigt.

Alois Bühler hat unter dem Titel „Stadttunnel: unseriöse Eile“ einen Leserbrief veröffentlicht. Darin werden Fakten bezüglich Verkehrsentwicklung auf der St. Gallerstrasse bzw. der Neuen Jonastrasse falsch wiedergegeben: Auf der Achse St.Gallerstrasse – Neue Jonastrasse soll es 40% Mehrverkehr geben, zwischen Tüchi und Zeughaus gar 100%. Alois Bühler stellt allerdings Zahlen von 2007 solchen von 2025 gegenüber und berücksichtigt die allgemeine Verkehrszunahme in dieser Zeit nicht, die auch ohne Tunnel eintritt.

Das Ingenieurbüro Ernst Basler + Partner, Zürich, hat für Rapperswil-Jona und das Gebiet Obersee ein Verkehrsmodell entwickelt, welches – ähnlich einem Computerspiel – die Simulation verschiedener Situationen auf unseren Strassen erlaubt. Mittels Verkehrserhebungen wurde das Modell geeicht. Es wird laufend angepasst, sobald z.B. die jeweils neusten Zahlen der automatischen Verkehrszählungen am Seedamm und an andern Punkten unserer Stadt vorliegen. Es erlaubt auch Simulationen, die mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit künftige Zustände zeigen, die beispielsweise bei der Schliessung einer Strasse oder bei massiver Veränderung der Einwohner- und Arbeitsplatzzahlen oder eben beim Bau eines Tunnels eintreten.

Diese Simulationen zeigen, dass sich das Verkehrsgeschehen im Jahr 2025 auf der St. Gallerstrasse (Erlen) bei Schliessung des Linksabbiegers in der Schönau um knapp 20%, und auf dem 200 m langen Abschnitt zwischen Zeughaus und Tüchi um ca. 18% erhöhen wird. Auf dem übrigen Teil der Neuen Jonastrasse wird stadteinwärts wegen Schliessung des Linksabbiegers in der Schönau eine Reduktion eintreten, stadtauswärts eine Erhöhung in etwa gleicher Grösse wegen Umlagerung von Verkehr aus der Alten auf die Neue Jonastrasse. Insgesamt wird die Verkehrsbelastung auf der Neuen Jonastrasse zwischen Zeughaus und Zentrum Jona daher etwa gleich bleiben mit und ohne Tunnel. Auf der St. Gallerstrasse zwischen Zentrum Jona und Feldli wird die Zunahme ca. 13% betragen.

Die Unterlagen können unter www.rapperswil-jona.ch eingesehen werden.

Auf die übrigen Ansichten von Alois Bühler reagiert der Stadtrat gestützt auf die einleitenden Bemerkungen nicht.

Datum der Neuigkeit 8. Juni 2011