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Rosengärten

Adresse8640 Rapperswil

Blindenrosengarten Altstadt
Blindenrosengarten (Foto: Josef Wyrsch)


Beschreibung
Rosengärten
Rapperswil-Jona - die Rosenstadt am Zürichsee
Zwei Rosen im Wappen, drei Rosengärten

Die Rosengärten von Rapperswil-Jona
1958 hatte sich der Verkehrsverein das Ziel gesetzt: "Mehr Rosen in die Rosenstadt, auf dass die Rosenstadt zur wirklichen Rosenstadt wird."

Der erste Garten am Rebberg
1965 konnte der erste Markstein gesetzt werden. Die Familie Curti (Liegenschaft Schlossberg) überliess dem VVRJ den Gartenteil beim Kapuzinerkloster, direkt anschliessend an den Rebberg (etwa 500 Quadratmeter) gegen einen bescheidenen Pachtzins zur Anlage eines Rosengartens. Er umfasst rund 3000 Pflanzen von 150 Sorten. Die Kosten für die Gestaltung dieses ersten städtischen Rosengartens wurde vom VVRJ aus Mitteln des Rosentaler-Fonds getragen. Die Rosen waren ein Geschenk der Frauen von Rapperswil.

Im nördlichen Teil wurden Polyantarosen, in der Mitte Beetrosen (Thehybryden) angepflanzt.

Der Pseudonymdichter Pius Rickenmann steuerte eine sinnvolle Inschrift auf Sandstein bei: "Menschenvolk wir künden dir, Werde, Weilen und Vergehn, jedem Sein ein fröhlich Blühn, jedem Tod ein Auferstehn."

Der Brunnen besteht aus einem früheren Gedenkstein für August Baumann, dem Schöpfer der ersten Rosenanlagen in Rapperswil. Der bronzene Haubensteissfuss ist ein Werk von Bildhauer Ernst Ghenzi, das vom Zirkus Knie finanziert wurde.

Das schmiedeiserne Tor ist eine Leihgabe der Ortsgemeinde Rapperswil (es stammt vom Curtigut neben der Hochschule und wurde lange im Heimatmuseum aufbewahrt).

Bei der Treppe zum Kloster steht ein Feigenbaum - ein freundnachbarliches Geschenk der Stadt Baden-Baden (Direktor Walter Rieger).

Der Rosengarten beim Einsiedlerhaus
1974 konnte die Rosenanlage durch eine zweite Abteilung beim Einsiedlerhaus erweitert werden. Der Obstausfall wird den Kapuzinern durch jährliche Ersatzleistungen des VVRJ kompensiert.

Es handelt sich um einen Garten, der durch ein Wegkreuz in vier grosse Bette aufgeteilt wurde und auf allen vier Seiten von Randrabatten umsäumt wird. Ein alter Schalenbrunnen steht im Mittelpunkt. Die Bepflanzung erfolgte vorab mit älteren Beetrosen und einigen Hochstammrosen.

Duftrosengarten für Sehbehinderte und Invalide
1984 entstand auf der Oberfläche der städtischen Schanz-Tiefgarage ein weiterer Rosengarten mit ganz besonderer Zweckbestimmung: Der erste Blindenrosengarten der Schweiz - auf drei privaten Grundstücken - enthält 1522 Pflanzen von 75 Duftsorten, die alle mit der Blindenschrift (Braille) und Normalschrift beschildert sind. Bei der Anlage am 20. Oktober 1984 arbeiteten 75 Freiwillige (darunter auch Sehbehinderte) mit. Es wurden 33 Sorten Busch-, 20 Kletter- und 6 Strauchrosen, die einen besonders starken Duft ausströmen, gewählt.

Der bekannte Luzerner Künstler Hans Erni schuf einen für Blinde konzipierten Zierbrunnen, der vom Zirkus Knie finanziert wurde.

Die Rapperswil-Joner Duftrosen blühen früher als in den meisten anderen Rosenanlagen in der Schweiz. Dank der geheizten Tiefgarage erlebt der Garten praktisch keinen Winter und damit auch keinen Frost. Die Duftrosen blühen zur Hälfte bereits im Mai, in den anderen Gärten erst im Juni. Die allerersten blühenden Rosen sind an der Stadtpfarrkirche in Rapperswil-Jona (sonnenbestrahlte Sandsteinmauern) zu finden.

Rosen-Punkte für die Rosenstadt
Die Rosenstadt darf sich zu Recht so nennen. Sie zeigt blühende Rosen in stattlicher Zahl.

In der fast vollständig überbauten Altstadt, in deren westlichem Teil (ab Hauptplatz) keine Strasse und kein Platz jünger als vierhundert Jahre ist, ist es schwierig, Platz für Rosenanlagen zu finden. Und doch ist dies in den letzten vier Jahrzehnten gelungen.

Rapperswiler Frauen wählen ihre Rosen nicht aus Katalogen. Sie haben in den Rosengärten lebendige Muster zur Auswahl. Dank der unterschiedlichen Witterung sind Jahr für Jahr andere Rosen die ersten.

Ein Blick zurück - erste Rosenanlagen in Rapperswil
Blühende Wappenblumen fanden Besucher der Rosenstadt erst ab 1913. Der damalige Verkehrs- und Verschönerungsverein Rapperswil und Umgebung hatte sich um die Schmückung der Hafenanlagen bemüht und bei der alten Pergola ein erstes Rosenbeet angelegt. Es folgten weitere Anlagen am Seehafen anfangs der zwanziger Jahre und schliesslich an Strassen und Plätzen (Cityplatz) durch die Gemeinde.

Eigentliche Rosengärten (siehe oben) wurden - wiederum auf die Initiative des Verkehrsvereins - in den Jahren 1965 im ehemaligen Obstgarten des Kapuzinerklosters (auf Boden des Klosters Einsiedeln) und 1984 auf der Schanz an der oberen Bahnhofstrasse angelegt.

Alle Rosengärten sind das Werk von Dietrich Woessener, Gründer (1959) und Ehrenpräsident der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde. Er wählte die Rosensorten aus und pflanzte die meisten Rosen eigenhändig.

Duftrosen als Rapperswil-Joner Spezialität
Nirgends in Europa werden duftende Rosen so kräftig gefördert wie in Rapperswil-Jona. Diese Erkenntnis wurde am grossen Jubiläums-Rosenfest im Rosendorf Nöggenschwiel im Südschwarzwald vom Juli 1999 offenbar, als alle deutschen Fachleute (Oberbürgermeister Jürgen Lambert aus Zweibrücken, Gartenddirektor Bernd Weigel aus Baden-Baden, Präsident des Vereins Deutscher Rosenfreunde, Josef Raff, ehemaliger Gartendirektor der Insel Mainau und Ria Steinhauer, Inhaberin der Rosenunion Steinfurth und Vizepräsidentin des VDR) Rapperswil als internationaler "Mittelpunkt der Duftrosen" bezeichneten und anerkannten.

(c) Hans Rathgeb, gestorben 2001

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