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Stadtverwaltung Rapperswil-Jona
St. Gallerstrasse 40
8645 Jona
055 225 70 00

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Kulturstätten

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Schloss Rapperswil

AdresseSchloss Rapperswil
8640 Rapperswil
Öffnungszeiten
Das Schloss ist, ausser dem Polenmuseum, nicht öffentlich zugänglich (ausser bei speziellen Stadtführungen)

Ostturm mit Turmuhr des Rapperswiler Schlosses
Schlossansicht mit Festbeflaggung


Beschreibung
Schloss
Die Burganlage auf dem Hügel der Rapperswiler Halbinsel ist eines der bedeutendsten historischen Baudenkmäler am Zürichsee. Sie dürfte von den Edlen von Rapperswil gegen Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und später wiederholt umgestaltet worden sein. Den Grafen folgten österreichische und vom Deutschen Reich bestellte Vögte. 1442 bis 1798 übten angesehene Rapperswiler Bürger das Amt des Schlossvogtes aus. 1698 bis 1837 bestand eine Fallbrücke. Die Franzosen plünderten einen Teil der Innenausstattung. Bis 1820 diente des Schloss als kantonales Gefängnis, bis 1869 als Mietskaserne.

1870 bis 1927 beherbergte das Schloss das Polnische Nationalmuseum, das von polnischen Emigranten unter der Führung von Graf Ladislaus Plater errichtet worden war. 1952-1962 wurde es vom Schweizerischen Burgenverein gemietet (Burgenforschungsinstitut und Burgenmuseum). Nach einem inneren Umbau (Errichtung einer Schlossschenke) dient es seit 1975 erneut als Polenmuseum.

Das Schloss Rapperswil ist Eigentum der Ortsgemeinde Rapperswil-Jona. Es wurde 1988-1989 einer Gesamtrestaurierung unterzogen.

Seit 1868 steht auf der Burg die polnische Freiheitssäule als Zeichen der schweizerischen Verbundenheit mit Völkern, die um ihre Freiheit ringen.

Schlossberg und Hirschpark
Im Jahre 981 wurde der älteste Rebberg am Zürichsee auf dem Schlossberg erstmals erwähnt. Im Weingut der Stadt Rapperswil gedeihen Blauburgundertrauben ("Clevner").

Seit 1871 besteht auf dem Lindenhof - als Erinnerung an die Sage der Stadtgründung - ein betreuter Hirschpark mit 10 bis 15 Damhirschen.

Alt-Rapperswil (Altendorf SZ)
Auf der linken Seite des Obersees, oberhalb von Altendorf, liegt auf einer Felsrippe die Kapelle St. Johann. Sie wurde auf den Grundmauern einer verlassenen Burg errichtet.

Die Herkunft der Bewohner dieser alten Feste liegt noch weitgehend im Dunkeln. Ihr Familienname Ratprechtswilare geht wohl auf den alemannischen Namen Ratprecht zurück. Im Laufe der Zeit hatten sie sich grosse Ländereien erworben, vor allem rund um den Zürichsee, aber auch im Urnerland. Dazu amteten sie als Schirmvögte des Klosters Einsiedeln. Die Klingenberger Chronik berichtet: "also besassent die grafen von Rapreswil diss herrschaften vil jahr mit grossen eren, wan sie warent mächtig, edel und gewaltig, dass man nit wisste von edleren und mächtigeren herren in den landen ze sagen."

Um 1200 n. Chr., das genaue Datum ist unbekannt, verlegte Rudolf I. von Rapperswil seinen Wohnsitz auf die rechte Seeseite, wo eine Nagelfluhrippe den geeigneten Platz für eine neue Burg und Stadt bot. Der entscheidende Grund für diesen Entscheid war wohl die günstige Lage am Seeübergang. Diese Verkehrsverbindung wurde immer wichtiger, teils infolge des wachsenden Pilgerverkehrs nach Einsiedeln und teils wegen der Öffnung des Gotthardpasses.

Gründungslegende von Neu-Rapperswil
"Eines Morgens in der Früh fuhr der Herr von Rapperswil zusammen mit seiner Frau und einigen Knechten über den See um zu jagen. Kaum waren sie am Ufer angelangt, spürten seine Hunde eine Hirschkuh auf und verfolgten sie bis auf die Höhe des Felsrückens. Hier verbarg sich das Tier in einer Höhle. Als die Jäger zur Höhle kamen, sahen sie, dass sich darin neben der Hirschkuh auch zwei Kälbchen befanden. Da erbarmte sich die Frau der Tiere und brachte ihren Gatten dazu, die Hunde zurückzuziehen und der Hirschkuh das Leben zu schenken.

Um die Mittagszeit ruhten der Graf und seine Frau im Schatten, da erschien die Hirschkuh und legte ihren Kopf in den Schoss der Frau, um ihr für die Rettung des Lebens zu danken. Der Graf war gerührt und befahl, die drei Tiere nach Altendorf zu bringen und sie in einem Gehege grosszuziehen. Er sah in dieser Begebenheit auch einen Wink des Himmels und beschloss bereits am folgenden Tag, auf dem Felsen eine neue Burg und am südlichen Abhang eine kleine Stadt zu gründen".

Heute erinnert der Hirschpark auf dem Lindenhügel an diese hübsche Legende.

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