http://www.rapperswil-jona.ch/de/toolbar/faq/
20.09.2017 09:44:13


Häufig gestellte Fragen (FAQ)
07. Wo erfahre ich mehr über die Sicherheit der Kinder im Auto?Nach oben
Wenn Sie Ihr Kind optimal, der Grösse und dem Alter angepasst im Auto sichern wollen, dann erfahren Sie dazu mehr auf der Webseite des TCS. Hier finden Sie Informationen zum richtigen Kindersitz in verschiedenen Sprachen.
01. Generelle Informationen zur Bildung nach der SchuleNach oben
Generelle Informationen finden Sie auch unter www.edk.ch.
Rund 90% der Jugendlichen in der Schweiz machen mit 18/19 Jahren einen Abschluss auf Sekundarstufe II. Dieser Abschluss erlaubt es ihnen, direkt in einen Beruf einzusteigen, in eine höhere Fachschule zu wechseln oder – mit einer Maturität – ihre Ausbildung an einer Hochschule fortzusetzen.

Das schweizerische Bildungswesen zeichnet sich namentlich aus
01. Wie können ausländische Diplome und Ausweise anerkannt werden?Nach oben
Haben Sie in Ihrem Herkunftsland eine Ausbildung abgeschlossen und/oder ein Diplom, ein Abschlusszeugnis oder sonst ein Zertifikat erworben?
Sie können diese Ausweise/Diplome prüfen lassen und erfahren so, welchen „Wert“ sie in der Schweiz haben. Die Anerkennung garantiert zwar nicht, dass Sie dann auch eine Stelle in Ihrem Beruf finden, besonders wenn Ihnen die Berufserfahrung in der Schweiz noch fehlt. Aber sie ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Vielleicht können Sie hier noch eine Weiterbildung machen, die auf Ihrem ausländischen Abschluss aufbaut, um so auch einen schweizerischen Abschluss zu erhalten. Wenden Sie sich an die Kontaktstelle des Bundes. Hier erfahren Sie, wie Sie vorgehen müssen:
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI

Einsteinstrasse 2
CH-3003 Bern
Tel. 058 462 21 29
Fax 058 464 96 14

Zusätzlich müssen oft Unterlagen über das Programm der Ausbildung und der Prüfung sowie ein Lebenslauf eingereicht werden.
Für Lehrdiplome (Vorschulstufe, Primarstufe, Sekundarstufe I, Maturitätsschulen) und Diplome der heilpädagogischen Früherziehung, der schulische Heilpädagogik, der Logopädie und der Psychomotoriktherapie ist hingegen die Eidgenössische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) zuständig.
Für die Anerkennung von Diplomen ist eine amtlich beglaubigte Übersetzung des Ausweises nötig, falls er nicht in deutsch, französisch, italienisch oder englisch vorliegt. Ein im Kanton St. Gallen tätiger Anwalt kann sich, allenfalls in Zusammenarbeit mit Ihrem Konsulat oder Ihrer Botschaft, der Übersetzung annehmen und diese von der Staatskanzlei überbeglaubigen lassen. Wenn Sie schon eine offiziele Übersetzung haben, können Sie die im Kanton St.Gallen unter folgender Adresse beglaubigen lassen:
Staatskanzlei St. Gallen
Regierungsgebäude
9001 St. Gallen
Telefon 071 229 32 58
Fax 071 229 26 06
Vielleicht bemühen Sie sich um ein Studium, aber Sie haben eine Absage erhalten. Wenden Sie sich auch an die Universität Fribourg; dort gibt es . Siehe auch unter:
02. Ich möchte einen Beruf lernen. Wie geht das?Nach oben
Nach der Schule besuchen rund 70 Prozent der Jugendlichen eine Berufslehre. Die Lehre dauert je nach Beruf drei oder vier Jahre.
Während vier Tagen in der Woche arbeiten die Jugendlichen in einem Lehrbetrieb, wo sie praktische Kenntnisse erwerben. In einzelnen Berufen können das auch nur drei Tage sein. Einen Tag in der Woche besuchen sie eine kantonale Berufsfachschule, wo sie die Theorie lernen. In einzelnen Berufen können das auch zwei Tage sein.

Sehr begabte Lehrlinge können einen zusätzlichen Unterricht besuchen, der zur Berufsmaturität führt. Die Berufsmaturität kann während der Lehre oder im Anschluss an die Lehre absolviert werden. Lehrlinge mit Berufsmaturitätszeugnis können später eine Fachhochschule besuchen.

Das Spezielle der Berufsausbildung in der Schweiz ist also die gleichzeitige Kombination von Schule und Arbeitspraxis.
02. Was versteht man unter informeller Bildung?Nach oben
Man unterscheidet zwischen formeller und informeller Bildung. Zur formellen Bildung gehören Weiterbildungen, bei denen es einen bestimmten Abschluss gibt, zum Beispiel einen Ausweis, ein Zertifikat oder ein Diplom. Wenn Sie einen Bildungsabschluss aus dem Ausland haben, können Sie ihn in der Schweiz anerkennen lassen (siehe auch Frage 1).
Informelle Bildung hingegen meint Fähigkeiten, die Sie sich persönlich aneignen, also ohne Kurs oder offizielle Ausbildung. Das kann in der Hausarbeit geschehen, im Beruf beim Durchführen von Aufgaben, in der Familie oder in der ehrenamtlichen Freiwilligenarbeit. In der Schweiz ist unbestritten, dass solche Fähigkeiten auch wichtige Qualifikationen für das Arbeitsleben darstellen. Es gibt deshalb Bemühungen, diese Fähigkeiten anerkennen zu lassen.
03. Wer hilft bei der Berufswahl?Nach oben
Es gibt rund 300 Lehrberufe. Im Unterricht wird deshalb oft über die Berufswahl gesprochen. Es ist hilfreich und wichtig, dass ein Jugendlicher in die Berufsberatung geht. Dort gibt es Informationen über die verschiedenen Berufe und man erhält Unterstützung für die Berufswahl. Die Lehrer/innen informieren die Klasse, sobald es Zeit ist, sich bei der Berufsberatung anzumelden. Diese Beratungen kosten bei den kantonalen Stellen nichts: www.berufsberatung.sg.ch.

«Schnupperlehren» sind ein guter Weg, um zu spüren, ob einem ein Beruf wirklich gefällt. Sie dauern zwischen einem und sechs Tagen. Schnupperlehren können während der Schulzeit oder in den Schulferien gemacht werden.Während der «Schnupperlehre» schaut auch der Betrieb, ob der oder die Jugendliche sich für diesen Beruf eignet.

Es gibt ein Berufsinformationszentrum (BIZ), wo die Jugendlichen Informationen über die Berufe erhalten, die sie interessieren. Im Berufsinformationszentrum erfahren sie zudem, wo es noch offene Lehrstellen hat.

Infoveranstaltungen geben dem angehenden Lehrling eine Übersicht der Möglichkeiten im jeweiligen Berufsfeld. Es liegen Flyer im BIZ auf oder die Veranstaltungen werden in der Zeitung publiziert oder Sie finden die Informationen unter www.berufsberatung.sg.ch.
03. Wo erhalte ich eine professionelle Beratung?Nach oben
Sie können mit einer Beraterin oder einem Berater Ihre Situation besprechen. Sie diskutieren zusammen, welche Chancen und Möglichkeiten bestehen, welche Aus- oder Weiterbildungen oder eine Neuorientirung für Sie sinnvoll wären.
Die Adressen der Berufs- und Laufbahnberatungsstellen finden Sie unter: www.adressen.sdbb.ch.
Ausserdem gibt es in Uznach ein Zentrum für Berufs- und Laufbahnberatung.
Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung See-Gaster
Berufsinformationszentrum BIZ
Bahnhofstr. 18
8730 Uznach
Telefon 055 229 05 40
Fax 055 229 05 41
04. Wie finde ich eine Lehrstelle?Nach oben
Als erstes müssen Sie sich darüber informieren, wo Lehrstellen für den gewünschten Beruf angeboten werden. Dann folgt eine schriftliche Bewerbung. Die Klassenlehrer und die Berufsberater zeigen den Schülerinnen und Schülern, wie man eine Bewerbung schreibt. Informationen dazu sowie zu den Anforderungen an ein Bewerbungsgespräch finden Sie auch in der Rubrik Arbeit (Kapitel 6).

Fast alle Jugendlichen – auch solche mit guten Schulzeugnissen - müssen zahlreiche Bewerbungen schreiben, bis sie eine Lehrstelle bekommen. Für Jugendliche, die einfache Schultypen besuchen oder schlechte Noten vorzeigen, ist die Lehrstellensuche besonders schwierig. Sie müssen oft sehr viele Bewerbungen schreiben, bis sie eine Chance bekommen.

Es hilft also, wenn Sie sich für Lehrstellen in verschiedenen Berufen interessieren. Weitere Infos siehe auch unter www.berufsberatung.ch in der Rubrik Tipps für Lehrstellensuche.
04. Wie kann ich mich über Kursangebote informieren?Nach oben
Mittlerweile sind viele Informationen über das Internet erhältlich. Besuchen Sie zum Beispiel
www.berufsberatung.ch
www.alice.ch
www.ausbildung-weiterbildung.ch
Auf allen drei Websites finden Sie eine Datenbank mit Weiterbildungsangeboten.
Stellen Sie sich vorher folgende Fragen:

Im Internet finden Sie dann bestimmt viele Angaben. Seien Sie aber initiativ: Rufen Sie bei den Schulen an. Manchmal sind die Websites ja auch veraltet. Vergleichen Sie die verschiedenen Angebote miteinander. Es ist üblich anzufragen, ob man einen Katalog zu Ihnen nach Hause schicken kann. Sie können auch auf vielen Websiten einen Katalog mit Kursangeboten online kostenlos bestellen oder herunterladen.
Auf der Webseite von Rapperswil-Jona finden Sie eine Liste der örtlichen Schulen.
Im Kanton St.Gallen findet jährlich die Ostschweizer Bildungsausstellung OBA statt. Verschiedene Schulen und Institute haben dort einen Stand. Es ist eine gute Gelegenheit, sich vor Ort zu informieren, in welchem Thema Sie sich weiterbilden wollen. 
05. Wann muss ich mit der Lehrstellensuche beginnen?Nach oben
Die Berufswahl und die Suche nach einer Lehrstelle beginnen bereits im vorletzten Schuljahr, also in der 2. Real- oder Sekundarklasse.
05. Wie kann ich die Qualität der Weiterbildungen erkennen?Nach oben
Am besten ist es, wenn Sie sich in einem Gespräch oder direkt vor Ort einen Eindruck verschaffen. Viele Weiterbildungsangebote verfügen über Qualitätszertifikate. Unter www.eduqua.ch finden Sie zum Beispiel jene Anbieter in der Erwachsenenbildung, die das eduQua-Logo tragen dürfen.
Auf der Webseite des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation finden Sie eine Gesamtübersicht aller anerkannten Lehrgänge.
Im Übrigen hängt es stark von Ihren persönlichen Wünschen und Anforderungen ab, ob ein Kurs zu Ihnen passt. Erkundigen Sie sich nach den Lernzielen und dem Teilnehmerprofil. Fragen Sie nach, ob es zum Beispiel ein anerkanntes (!) Schlusszertifikat gibt. Erkundigen Sie sich, ob Sie einen Probeunterricht besuchen können, bevor Sie sich für den bestimmten Kurs entscheiden.
06. Mein Kind findet keine Lehrstelle in seinem Wunschberuf. Was soll ich ihm sagen?Nach oben
Berufe sind Entscheide fürs ganze Leben.
Manche Jugendliche sind ganz auf ihren Wunschberuf fixiert. Sie haben wenig Bereitschaft, notfalls auch auf einen anderen Beruf auszuweichen, in dem es noch freie Lehrstellen gibt. Andere Jugendliche möchten rasch viel verdienen und würden deshalb nach der Schule lieber gleich arbeiten gehen als eine Lehre zu machen.

Da braucht das Kind die Unterstützung der Eltern. Erklären Sie ihm, dass es auf jeden Fall besser ist, eine Lehre zu machen – auch wenn es nicht der Wunschberuf ist. Nach dem Abschluss der Lehre gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Beruf zu wechseln. Jugendliche ohne Lehrabschluss haben demgegenüber später viel weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Mit einem Praktikum erhält das Kind einen Einblick ins Berufsleben und kann sich später vielleicht einfacher für eine Berufswahl entscheiden.
06. Wie teuer sind Weiterbildungen?Nach oben
Weiterbildungen kosten unterschiedlich viel Geld. Es hängt unter anderem davon ab, ob es staatlich geförderte Lehrgänge sind (diese sind durch Steuern subventioniert) oder Lehrgänge privater Institutionen. Meist lohnt sich ein Vergleich mehrerer Angebote in Bezug auf die Anerkennung des Abschlusses, die Dauer, die Kosten und natürlich die Ziele, respektive die Teilnehmerzielgruppe.
Integrations- und einige Deutschkurse richten sich an bewusst an Migrantinnen und Migranten. Einige Kurse bieten auch eine Kinderbetreuung an oder können von Müttern und Kindern gemeinsam besucht werden. Von der Stadt (und dem Kanton oder dem Bund) subventionierte Kurse sind nicht teuer.
07. Gibt es finanzielle Unterstützung für Ausbildungen oder Weiterbildungen?Nach oben
Grundsätzlich gibt es in der Schweiz Beiträge in der Form von Stipendien oder Darlehen. In jedem Kanton existiert eine Stipendienstelle. Dort können Gesuche eingereicht werden. Erkundigen Sie sich zuerst über die Richtlinien und das weitere Vorgehen. Die Stipendienstellen können aber auch Auskunft geben über weitere Möglichkeiten der Studienfinanzierung (zum Beispiel privatrechtliche Stiftungen und Fonds). In manchen Fällen besteht bei der Wohngemeinde oder der besuchten Bildungsinstitution die Möglichkeit, um finanzielle Unterstützung nachzufragen.
Siehe auch: www.ausbildungsbeitraege.ch
Handelt es sich um eine Weiterbildung, welche auch Ihrem Arbeitgeber von Nutzen ist, so suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten und erkundigen Sie sich nach den Bedingungen und Möglichkeiten, einen Teil Ihrer Ausbildung über den Arbeitgeber zu finanzieren.
Wenn Sie schon in der Schweiz gearbeitet haben und im Moment arbeitslos sind, können Sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV anmelden (siehe auch Kapitel zum Thema Arbeit). Dieses bezahlt eventuell die notwendigen Weiterbildungskurse, um schneller eine neue Stelle zu finden. Hier finden Sie die lokale Regionale Arbeitsvermittlung RAV.
07. Wie kann ich mein Kind motivieren, wenn es Absagen bekommt?Nach oben
Nach alternativen Berufen suchen
Die Zeit der Lehrstellensuche ist für die meisten jungen Menschen sehr schwierig. In vielen Berufen gibt es weniger Lehrstellen als Jugendliche, die sich bewerben. So bekommen sie immer wieder Absagen. Das ist leider normal.

Jetzt ist es deshalb ganz besonders wichtig, dass Sie sich Zeit nehmen, um mit ihrem Kind über seine Hoffnungen und Enttäuschungen zu sprechen. Helfen Sie ihm, dass es das Vertrauen in sich selber nicht verliert. Machen Sie ihm Mut, sich trotzdem weiter zu bewerben. Stärken Sie sein Selbstvertrauen und lassen Sie sich beraten, falls Sie den Verdacht haben, dass die Unterlagen vielleicht nicht den Anforderungen entsprechen www.berufsberatung.ch. Ermuntern Sie Ihr Kind, nach den Gründen der Absage zu fragen, damit es aus den Erfahrungen lernen kann.

Vielleicht muss es auch einen Berufswunsch aufgeben, weil es in diesem Beruf keine freien Lehrstellen gibt. Oder vielleicht genügen seine Noten nicht für diesen Beruf. Umso wichtiger ist es, dass Sie ihrem Kind zeigen, dass Sie es lieben und dass Sie Vertrauen zu ihm haben, auch wenn manches anders läuft, als Sie und Ihr Kind gehofft haben.

Gleichzeitig können Sie Ihrem Kind auch helfen, von Anfang an Alternativen zu entwickeln. Sei es in der Form einer Lehrstelle, die dem ursprünglichen Berufswunsch möglichst nahe kommt, oder in der Form einer Zwischenstufe (siehe Kapitel 8).
08. Multikulturelle oder mehrsprachige InfosNach oben
www.swissinfo.ch ist eine neunsprachige multimediale News- und Informationsplattform für Auslandschweizer, sowie für ein internationales Publikum mit Interesse an der Schweiz. Neun unabhängige Redaktionen produzieren in neun verschiedenen Sprachen und bringen Ihnen die Schweiz mit Text-, Audio- und Videobeiträgen näher.
Swissinfo informiert über das aktuelle politische Geschehen in der Schweiz, berichtet über die Stellung der Schweiz in der Welt und zeigt die Schweizer Gesellschaft zwischen Tradition und Fortschritt. Das Portal berichtet zudem über Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport. Weiter bieten sich dem Benutzer Möglichkeiten, sich über Feedback und Diskussionsforen persönlich einzubringen.
Auch andere Webseiten geben Auskunft zu regionalen oder kantonalen Anlässen multikultureller oder internationaler Art:
www.verdi-ost.ch bietet Übersetzungshilfen
www.stimme-sg.ch/ ist der regionale Migrantenverein
www.integration.sg.ch ist die kantonale Webseite zur Integration
08. Was kann ich tun, wenn ich keine Lehrstelle finde?Nach oben
Für Jugendliche, die keine Lehrstelle gefunden haben, gibt es Übergangslösungen wie zum Beispiel das Werkjahr oder die Brückenangebote. Erkundigen Sie sich bei der Lehrperson, was für Angebote es in der Umgebung gibt. Es gibt auch Angebote in den Privatschulen.
Oder der Jugendliche lernt als Au-pair eine Zweit- oder Drittsprache, wie z.B. englisch in Grossbritannien, französisch in der Westschweiz oder italienisch im Tessin. Als Au-pair wohnt und arbeitet Ihr Kind in einer Familie, hilft bei den Haushaltsarbeiten und betreut die Kleinkinder. Einmal wöchentlich besuchen die Jugendlichen eine Schule und erweitern ihre Fremdsprachenkenntnisse. Sprachkenntnisse sind ein wichtiges Plus bei der Stellensuche.
www.profilia.ch Au-pair-Stellen, Sprachkurse, Unterkünfte

Einige dieser Zwischenstufen ermöglichen, später auf den gewünschten Beruf zurückzukommen oder gar die Berufswahl noch etwas hinauszuzögern (wie z.B. ein Praktikum, ein weiteres Schuljahr, ein Zwischenjahr für Sprachkurse oder gar der Gang zur Mittelschule).
09. Was ist das Werkjahr?Nach oben
Das Werkjahr ist ein zusätzliches Schuljahr für Schüler aus der Kleinklasse Realschule. Im Werkjahr haben die Jugendlichen Gelegenheit, in verschiedenen Berufen ihre praktischen Fähigkeiten kennen zu lernen. Daneben gibt es Unterricht und sehr viel Unterstützung bei der Berufswahl und Lehrstellensuche. Mit dem Besuch des Werkjahres verbessern die Jugendlichen ihre Chancen auf eine Lehrstelle.
09. Weiterbildung - zusätzliches MaterialNach oben
Merkblatt zur Anerkennung von ausländischen Diplomen:
Pdf-Dokument, 8 S.
Quelle: www.edk.ch/dyn/12933.php

Infos zum Bildungssystem
Das Portal zur Berufsbildung

Beruf und Weiterbildung (Ausschnitt aus Übersichtsplakat)
Pdf-Dokument, 5 S. (Grafik, Glossar, Erklärungen)
Quelle: http://eduscout.ch/Bildungslandschaft/
Links zum Thema "Weiterbildung"
// Übersichten Bildungslandschaft
Educa: www.educa.ch
Informationen zu Bildung vom schweizerischen Bildungsserver.

Berufswahl jenseits traditioneller Geschlechterrollen: www.beruf-bilder.ch.

EDK: www.edk.ch
Nationale Übersicht über das Bildungssystem von der Schweizerischen Konferenz der Erziehungsdirektoren. Website in englisch, deutsch, französisch, italienisch, rätoromanisch.

Eduscout: http://eduscout.ch/
Angaben rund ums Lernen: Ratgeber zu Bildungswegen, Übersichten zur Bildungslandschaft Schweiz, Fachartikel, etc.

Auslandschweizer AJAS: http://www.aso.ch/de/beratung/ausbildung-in-der-schweiz
Website der Auslandschweizerorganisation mit Informationen zu Bildung und Weiterbildung der Schweiz.


// Datenbanken, Suchportale
Berufsberatung Schweiz: www.berufsberatung.ch
Sehr ausführliche und gute Informationen zu Berufen, Aus- und Weiterbildungen oder Laufbahn (siehe auch unter „Arbeit“). Website in Französisch, deutsch, italienisch.

Portal zur Berufsbildung: www.berufsbildung.ch
Verzeichnis zahlreicher privater und staatlicher Einrichtungen für Bildungsschaffende in der Schweiz und global.


// Angebote
Klubschule Migros: www.klubschule.ch
Verschiedenste Kurse im Bereich Sprachen, Management und Wirtschaft, Informatik, Freizeit.
Volkshochschulen: www.up-vhs.ch
Übersicht über die kantonalen und regionalen Volkshochschulen, nach Kantonen geordnet.
In Rapperswil-Jona gibt es auch Schulen mit weiterführenden Bildungangeboten für Erwachsene.

// Allgemein
Wege zum Beruf: www.wege-zum-beruf.ch
Berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz.

Verzeichnis der Berufsberatungen in der Schweiz: www.svb-asosp.ch
Suchliste, um verschiedenste Berufsberatungen und Laufbahnberatungen zu finden, nach Kantonen geordnet.

Staatssekretariat für Migration: Staatssekretariat für Migration
Informationen für Einreise, Aufenthalt, Arbeit und Leben in der Schweiz.


// Verschiedenes
Ausbildungsbeiträge: www.ausbildungsbeitraege.ch
Wichtigste Informationen rund um das Stipendienwesen in der Schweiz.
10. Was ist das Brückenangebot?Nach oben
Die Brückenangebote werden in der Zeit zwischen der obligatorischen Schulzeit und der Berufslehre angeboten. Sie sind auf lern- und leistungswillige Jugendliche ausgerichtet, denen am Ende der obligatorischen Schule wesentliche Voraussetzungen für den Übertritt in eine Lehre, die Attestausbildung oder die Anlehre fehlen.
Aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse der Jugendlichen bietet der Kanton St.Gallen drei sich ergänzende Angebotstypen an:
A. Das Berufsvorbereitungsjahr, ein schulisches Zwischenjahr zur Unterstützung bei der Berufswahl, zur Eignungsabklärung und fachlichen Vorbereitung auf das angestrebte Berufsziel;
B. Die Vorlehre, ein kombiniertes Angebot mit Praktikum und ergänzendem schulischem Unterricht;
C. Den Integrationskurs, ein Angebot für fremdsprachige Jugendliche mit ungenügenden Deutschkenntnissen oder anderen Schwierigkeiten, welche den Einstieg in die Arbeitswelt erschweren.
Alle Brückenangebote bereiten zielgerichtet auf eine Berufslehre vor und sollen den Jugendlichen den Zugang zu einer Lehrstelle erleichtern. Sie werden von den kantonalen Berufs- und Weiterbildungszentren angeboten. Die Aufnahmebedingungen und die Höhe der Elternbeiträge sind im ganzen Kanton je Angebotstyp einheitlich geregelt. Der Besuch der Angebote in einem anderen Kanton ist möglich; es muss jedoch mit wesentlich höheren Elternbeiträgen gerechnet werden.
Die Angebote werden, je nach Kurs, vom Berufs- und Weiterbildungszentrum Rapperswil vom Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg oder vom Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum St. Gallen angeboten. Weiterführende Infos finden Sie auch unter bei der kantonalen Bildungsdirektion
11. Ich habe eine Lehrstelle gefunden. Wie weiter?Nach oben
Jugendliche, die eine Lehrstelle gefunden haben, müssen einen Vertrag mit dem Arbeitgeber abschließen. Während der Lehre bekommen die Lehrlinge einen Lohn.
Weitere infos siehe auch: www.berufsberatung.ch
12. Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Lehre?Nach oben
Nach Abschluss der Berufslehre gibt es verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. Einige grössere Betriebe bieten ihren Angestellten interne Weiterbildungsmöglichkeiten an.
Daneben gibt es sowohl private Institutionen wie auch öffentliche Fachhochschulen, die Ausbildungen in zahlreichen Berufsrichtungen anbieten. Die Bedingungen für die Aufnahme in eine Fachhochschule sind unterschiedlich. Informationen erhalten sie unter anderem im Berufsinformationszentrum oder in der Rubrik Weiterbildung.
13. Gibt es Stipendien für die Berufsausbildung?Nach oben
Stipendien sind Gelder, die einer Person ausbezahlt werden, damit sie eine Aus- oder Weiterbildung besuchen kann. Dafür wird die finanzielle Situation der ganzen Familie angesehen.
Weitere Auskunft erteilt Ihnen der Kanton St. Gallen.
14. Was ist ein Multicheck?Nach oben
Es gibt Lehrbetriebe, die von den Bewerbern und Bewerberinnen für eine Lehrstelle einen Leistungstest verlangen, beigelegt zur Bewerbung. Mehr unter www.multicheck.ch
15. Wichtige Fragen zur MittelschuleNach oben
a) Was ist eine Mittelschule?
b) Was ist eine Fachmittelschule? Eine Wirtschaftsmittelschule? Eine Handelsmittelschule?
c) Wie läuft die Aufnahme in die Mittelschule?
d) Welche Möglichkeiten bieten sich nach der Mittelschule?
e) Wo bekomme ich Informationen über die Mittelschulen?
a) Was ist eine Mittelschule?
Die ersten 9 Schuljahre sind für alle Kinder in der Schweiz obligatorisch. Die höheren Schulen nach der obligatorischen Schulzeit heissen Mittelschulen. Ihr Besuch ist freiwillig. Neben verschiedenen Typen von Gymnasien, die zur Maturitätsprüfung führen, gibt es auch Mittelschulen, die zu einem Diplomabschluss führen.
An manchen Orten nennt man die Mittelschule auch Gymnasium, Kantonsschule oder einfach «Kanti».
Die Jugendlichen von Rapperswil-Jona können die Kantonsschule in Wattwil SG oder die Kantonsschule in Pfäffikon/Nuolen SZ besuchen. Die beiden Kantonsschulen bieten jeweils Ende November/Anfang Dezember Orientierungsabende für Eltern an; die Aufnahmeprüfungen finden im März statt.
b) Was ist eine Fachmittelschule? Eine Wirtschaftsmittelschule? Eine Handelsmittelschule?
Die Fachmittelschule schliesst an die 3. Klasse der Sekundarschule an und führt in drei Jahren zu einem interkantonal anerkannten Fachmittelschulausweis. Die Kantonsschule Wattwil führt eine Abteilung FMS.
Die Wirtschaftsmittelschule schliesst an die 3. Klasse der Sekundarschule an und führt in vier Jahren zur eidgenössisch anerkannten kaufmännischen Berufsmaturität.
Zusätzlich gibt es auch noch Handelsmittelschulen. Das Handelsdiplom ist gleichzeitig auch der Berufsabschluss als Kauffrau/Kaufmann und damit dem Lehrabschluss (berufliche Grundbildung) gleichgestellt. Nach einer zusätzlichen Berufspraxis von einem Jahr kann die Ausbildung mit der Berufsmatura abgeschlossen werden.
Die Informatikmittelschulen führen nach drei Jahren Schule und einem Jahr Berufspraxis zum eidg. Fähigkeitszeugnis Informatiker/in (Schwerpunkt Applikationsentwicklung) und zur Berufsmatura.
c) Wie läuft die Aufnahme in die Mittelschule?
Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler können in Rapperswil-Jona aus der 2. oder 3. Klasse der Sekundarschule eine Aufnahmeprüfung für die Mittelschule machen. Es gibt im Kanton St. Gallen und in anderen Kantonen die Möglichkeit, direkt aus der 6. Klasse in die Mittelschule (Gymnasium) einzutreten. Auch dafür ist eine Prüfung nötig. Für Kinder, die aus der 6. Klasse ins Gymnasium übertreten, gelten die ersten drei Jahre als Teil der obligatorischen Schulzeit.
d) Welche Möglichkeiten bieten sich nach der Mittelschule?
Schülerinnen und Schüler, die eine Mittelschule mit Maturabschluss besucht haben, können an die Universität, an die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) oder an eine Fachhochschule. Der Maturaabschluss ist auch im europäischen Raum anerkannt.
e) Wo bekomme ich Informationen über die Mittelschulen?
Fragen Sie die Lehrperson. Informationen gibt auch die kantonale Bildungsdirektion. Die Kantonsschulen Wattwil und Pfäffikon/Nuolen bieten einmal jährlich (Ende November/Anfang Dezember) einen fundierten Informationsanlass an. Dieser ist öffentlich und kann von Eltern und Jugendlichen besucht werden. Die einzelnen Schwerpunkte werden ebenfalls vorgestellt.
01. Ist die Mitwirkung in einem Verein «typisch schweizerisch»?Nach oben
Die Schweiz ist das Land der Vereine: gegen 100‘000 Vereine gibt es hier. Rund 40 Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer sind in einem Verein tätig.

Vereine gibt es für alle Lebenslagen und Lebensbereiche. Es heisst: «Wenn die Vereine abgeschafft würden, dann wäre ein grosser Teil des Lebens in der Schweiz völlig blockiert.» So gäbe es beispielsweise keine medizinische Pflege zu Hause (Spitex), weniger Kinderkrippen und Theaterprojekte oder keinen Fussballklub für die Kinder im Quartier.
01. Wie kann ich günstig ins Ausland telefonieren?Nach oben
Für Auslandanrufe gibt es spezielle Telefonkarten mit sehr günstigen Tarifen. Diese erhalten Sie an einem Kiosk oder bei der Post.

Sie können aber auch einmal die Internet-Telefonie ausprobieren. Sie brauchen dazu einen Computer mit Internet-Anschluss. Unter www.teltarif.ch finden Sie eine Übersicht mit den Anbietern, mit denen Sie günstig ins Ausland telefonieren können.
01. Wo kann mein Kind in Rapperswil-Jona mit anderen Kindern spielen?Nach oben
Die Spielplätze in den öffentlichen Parks sind für alle Kinder und Eltern zugänglich. Kinder lieben es, im Sand zu spielen und auf der Rutschbahn oder Schaukel herumzuturnen. Begleiten Sie deshalb Ihr Kind so oft als möglich zum nächsten Spielplatz. Sie fördern damit seine gesunde Entwicklung und ermöglichen ihm, Kontakte zu anderen Kindern zu knüpfen. Eine Übersicht der Spielplätze finden Sie unter www.geoportal.ch (wählen Sie Rapperswil-Jona und klicken Sie in der Rubrik Freizeit und Sport auf 'Spielplätze').
Das Familienkafi im Familienzentrum Schlüssel ist ein wichtiger Treffpunkt für Eltern und Kinder.
02. Was ist ein Verein?Nach oben
Ein Verein ist eine Gruppe von Personen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Am meisten Vereine gibt es in der Welt des Sports, also beispielsweise Fussballklubs, Turnvereine und vieles mehr. Daneben engagieren sich Vereine für die Kultur, für die Gesundheit oder für die Quartiere – die Liste lässt sich beliebig verlängern.

Juristisch gesehen ist ein Verein eine so genannte Rechtspersönlichkeit mit Rechten und Pflichten. Der Verein wird in den Artikeln 60 bis 79 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) geregelt. Vereine mit Einnahmen von mehr als 100'000 Franken pro Jahr müssen sich im Handelsregister eintragen lassen, die anderen Vereine funktionieren ohne Eintrag.
02. Welche Freizeitangebote für Kinder gibt es in Rapperswil-Jona?Nach oben
Es ist sehr wichtig in der Freizeit mit den Kindern etwas zu unternehmen. Kinder lieben es mit den Eltern etwas unternehmen zu können. Sie erfahren dabei die Nähe und die Aufmerksamkeit der Eltern. Das verstärkt ihr Selbstbewusstsein. Dazu gibt es in Rapperswil-Jona viele Möglichkeiten:
Rapperswil-Jona ist eine schöne Stadt zum Leben mit Kindern.
Bei Rapperswil Zürichsee Tourismus finden Sie eine Übersicht über:
  • Aussichtspunkte
  • Sehenswürdigkeiten (inkl. Theater, Museen, Schlosse, etc.)
  • Märkte
  • Feste und Brauchtum
  • Schwimm- und Hallenbäder
Der Kinderzoo der bekannten Zirkusfamilie Knie ist ein Anziehungspunkt für Kinder aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland.
Ab der 3. Klasse können Kinder das Angebot von Spiel und Spass besuchen. Im Weiteren haben sie auch die Möglichkeit sich aktiv im Kinderrat einzubringen. Dieser hat die Möglichkeit Gelder für Kinderideen zu sprechen. Ein Antragsformular findet sich auf der Webseite.
Schulkinder bis zur 6. Klasse können an Sonntagnachmittagen jeweils vom Herbst bis am Frühling am Programm Open Sunday in der Turnhalle des Schulhauses Südquartier teilnehmen.
Verschiedene Kurse für Mütter, Väter und Kinder, sowie Yoga und weitere Angebote bietet das Familienforum in seinem Kursprogramm.
In verschiedenen Schwimmbädern werden Baby- oder Kinderschwimmkurse organisiert. Einige Kurse werden vom Familienforum angeboten, andere Kurse von Schildkrötli Swimmers, von Wasserplausch oder der Schwimmschule Obersee.
Baby- und Kleinkind - Bewegungsprogramme bietet das Zentrum Pluspunkt an. Die Kurse werden von einer ausgebildeten Ergotherapeutin geführt und von einem Kinderarzt überwacht.
Mutter und Kind-Turnen (MuKi-Turnen) oder Vater- und Kinder-Turnen (VaKi-Turnen) wird ab 3 Jahren angeboten. Beim Turn- und Sportverein Jona oder beim Frauensportverein Rapperswil-Jona. Sportangebote für die ganze Familie finden Sie bei Sportwärts.
Eislaufen kann Ihr Kind ab 4 Jahren als Eispinguin in der Lakers Arena.
Singen und Tanzen können kleine Kinder im Familienkafi im Familienzentrum Schlüssel.
02. Wie finde ich eine Telefonnummer?Nach oben
Viele Telefonnummern stehen im gedruckten Telefonbuch. Man muss dort allerdings den Wohnort der gesuchten Person kennen. Es sind pro Ortschaft alle Namen nach dem Alphabet aufgelistet.

Manchmal geht es einfacher über das Internet. Es gibt die Seiten www.local.ch oder www.tel.search.ch. Dort kann man auch nur die Namen eingeben, ohne die Ortschaft zu kennen oder man kann eine Telefonnummer eintippen und so den Namen herausfinden.

Coiffeur, Versicherung, Autogarage oder Reisebüro gesucht? Gewerbliche Telefonnummern und Adressen findet man ebenfalls unter www.local.ch.

Natürlich kann man auch eine kostenpflichtige Auskunftsnummer anwählen. Mehr Informationen dazu finden Sie beim Bundesamt für Kommunikation.
Wenn sie einen Computer mit Internetzugang besitzen, können Sie unter www.local.ch Auskunft finden.
03. Internet, die Tür zur WeltNach oben
Das Internet ist ein weltweites Netzwerk, in welchem Informationen und Daten ausgetauscht werden können. Es ermöglicht die Nutzung von E-Mail und zunehmend auch Telefonie, Radio und Fernsehen. Im Prinzip kann dabei jeder Rechner weltweit mit jedem anderen Rechner verbunden werden.
Internet ist eine günstigere Kommunikationsmöglichkeit als das Telefon. Übers Internet kann man mit Freunden, Bekannten und Verwandten kommunizieren.
Internet ist heute die grösste Informationsquelle. Hier können Sie sich über Freizeit, Arbeit, Weiterbildung, Wohnen etc. informieren. Allerdings ist oft nicht ersichtlich, wer die Informationen im Internet platziert hat und welchen Wahrheitsgehalt, respektive welche ideologische oder politische Prägungen diese Informationen haben.
Seien Sie deshalb vorsichtig im Umgang mit Informationen, welche Sie im Internet erworben haben und gehen Sie auch mit persönlichen Informationen im Internet vorsichtig um!
Mehr zum Umgang mit persönlichen Informationen finden Sie unter hier.
Falls Sie keine Interneterfahrung haben, bietet die Migros Klubschule verschiedene Internet Kurse.
03. Welche organisierten Freizeitangebote für Jugendliche gibt es in Rapperswil-Jona?Nach oben
Die städtische Kinder- und Jugendarbeit mit einer Informationsstelle in der Rapperswiler Altstadt dem Jugendzentrum in Jona sowie seinen Projektangeboten für Kinder- und Jugendliche bietet vielfältigste Möglichkeiten sich aktiv am kulturellen und politischen Leben in Rapperswil-Jona einzubringen. Für Jugendliche gibt es im Jump-in eine Infocard, die den unentgeltlichen Eintritt ins Schwimmbad Lido und Stampf wie auch das Eisschuh laufen ermöglicht.
Die Kulturszene im „ZAK“  bieten Kultur für junge Erwachsene.

Die Stadt verfügt über ein attraktives Freizeitangebot in den Herbstferien.

Ab dem 13. Lebensjahr können Jugendliche aktiv im Jugendrat mitwirken Dieser hat auch die Möglichkeit Gelder für Jugendideen zu sprechen. Ein Antragsformular findet sich auf der Webseite.
Verschiedene Jugendvereine, wie der Blauring/die Jungwacht Rapperswil-Kempraten die CEVI Rapperswil-Jona  und die Pfadfinder General Dufour  richten sich speziell an Jugendliche.
Viele Sportvereine haben spezielle Angebote und Förderprogramme für Jugendliche.
03. Wie wird man Mitglied eines Vereins?Nach oben
Die Mitgliedschaft ist das Rechtsverhältnis zwischen dem Mitglied und dem Verein. Mitglied wird man — je nach Statuten — durch Aufnahmebeschluss der Mitgliederversammlung oder des Vorstands. Mitglieder haben Rechte und Pflichten. Sie dürfen aus dem Verein austreten und müssen die Austrittsfrist gemäss Statuten beachten. Nennen die Statuten keine andere Frist, so gilt gemäss Gesetz eine Frist von sechs Monaten per Ende Geschäfts- oder Kalenderjahr. Diese und mehr Infos finden Sie bei www.vitaminb.ch.
04. Ich bin berufstätig und möchte nicht, dass mein Kind ausserhalb der Schulzeit allein zu Hause ist. Wo wird es gut betreut?Nach oben
Für Kinder, die den Kindergarten oder die Schule besuchen, gibt es in Rapperswil-Jona einen Mittagstisch, eine Nachmittags- und eine Ferienbetreuung der öffentlichen Schule.
Im Kinderhort oder in einer Tagesfamilie werden die Kinder sowohl über Mittag als auch nach dem Kindergarten oder der Schule von Fachpersonen betreut. Sie werden ebenfalls beim Lösen der Hausaufgaben unterstützt.
Vielleicht können Sie sich auch mit anderen Eltern organisieren: Sie passen auf die Kinder auf, wenn andere Eltern arbeiten und umgekehrt.
04. Radio und FernsehenNach oben
Fast jede Wohnung in der Schweiz hat einen Kabelanschluss für Fernsehen und Radio, respektive die Möglichkeit, Fernsehen und Radio via Telefonanschluss über das Internet zu empfangen.
Falls Sie zuhause kein Fernsehprogramme empfangen können, wenden Sie sich an ihrem Kabel- oder Telefonanschluss Anbieter. Neben der Cablecom und der Swisscom gibt es auch kleinere, regionale Kabelanbieter. Informieren Sie sich dazu bei Ihrer Wohngemeinde.
Wenn Sie hier in der Schweiz Fernsehen schauen oder Radio hören (auch im Auto oder auf dem Mobiltelefon) ist es gebührenpflichtig. Die Empfangsgebühren werden pro Haushalt bezahlt, nicht etwa pro Gerät. Familien, Wohngemeinschaften oder Paare, die im selben Haushalt leben, bezahlen die Gebühren nur einmal. Die Billag AG - ist die schweizerische Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehempfangsgebühren. Sie müssen sich selbst anmelden.
04. Soll ich auch in einem Verein mitmachen?Nach oben
Nicht nur Schweizerinnen und Schweizer, sondern auch Migrantinnen und Migranten engagieren sich in Vereinen. Dieses Engagement schafft Kontakte und kann ihre Integration gezielt verbessern. In Rapperswil-Jona gibt es diverse Vereine.
Ausländervereine richten sich an Personen, die aus einem Land oder einer Region kommen und den Kontakt mit ihrer Kultur und Sprache auch weiterhin pflegen wollen. Diese Vereine helfen ihren Mitgliedern oft auch bei der Integration in der Schweiz, indem sie praktische Tipps geben, oder Deutschkurse vermitteln.
In allen anderen Vereinen kann man die deutsche Sprache lernen und verbessern und Leute verschiedener Herkunft kennen lernen, welche die gleichen Interessen verfolgen. Damit erweitert sich das eigene Beziehungsnetz und man ist in der Gemeinde oder im Quartier besser verankert.

In einem Verein kann man sich neue Kompetenzen aneignen: beispielsweise durch die Planung von Anlässen und den Austausch von Erfahrung und Wissen, durch das Erstellen einer Budgetübersicht oder indem man Aufgabenverteilung einer Gruppe organisiert und Leute zum Mitmachen motiviert. Diese Kompetenzen können auch für das Berufsleben wichtig sein.

Bei allen beruflichen Aspekten darf man aber nicht vergessen: In einem Verein aktiv zu sein bedeutet auch Spass und Geselligkeit. Es gibt einem das Gefühl, etwas Nützliches zu tun.
05. Mein Kind soll in der Freizeit Sachen machen, die seine Entwicklung fördern. Was kann ich dazu beitragen?Nach oben
Geben Sie Ihrem Kind von klein auf möglichst viele Gelegenheiten, seine Spiele selber zu erfinden. Schauen Sie, dass es Papier und (ungiftige) Farben hat, sowie andere Materialien aus der Natur oder dem Bastelladen kennenlernen kann. Beim Spielen und Malen entwickelt Ihr Kind Selbstvertrauen und Intelligenz.
Zeigen Sie ihm Ihre Freude und Ihr Interesse an seinen Spielen und Zeichnungen. Und wenn ihm einmal etwas nicht so gelingt, wie es möchte, machen Sie ihm Mut, es nochmals zu versuchen. Das ist der beste Antrieb für Ihr Kind, um weitere Schritte zu machen. Geben Sie ihm auch Raum, dass es sich genügend bewegen kann und Spass an seiner eigenen Kraft und Beweglichkeit bekommt.
Vergessen Sie nicht, dass Sie für Ihr Kind ein wichtiges Vorbild sind. Ihr Kind beobachtet sehr genau, wie Sie selber Ihre Freizeit verbringen oder (Haus-)aufgaben verrichten. In Familien, in denen viel miteinander geplaudert und gespielt oder zusammen gekocht und gewerkt wird und in Familien, die Ausflüge in die Natur machen, haben alle mehr Spass. Gleichzeitig erhalten die Kinder viele Impulse für einen sinnvollen Umgang mit ihrer Freizeit.
05. Wo soll ich mitmachen? Gibt es eine Liste mit Vereinen in unserer Stadt?Nach oben
Rapperswil-Jona ist eine sportliche Stadt. Über 80 Sportvereine bieten aktives und passives Sporterlebnis. Bekannt ist Rapperswil-Jona für das moderne Eishalle und die hiesige Eishockey-Mannschaft Lakers, welche in der Nationalliga A spielt. Der Fussballclub Rapperswil-Jona ist ganz vorne in der Amateurliga mit dabei. Da Rapperswil-Jona am Zürichsee liegt, bieten der Kanuclub, der Ruderclub, der Tauchclub und weitere Vereine ein einmaliges Wassersporterlebnis.

Grössere sportliche Ereignisse sind z.B. der Schlosslauf, das Lützelauschwimmern, das Drachenbootrennen, die Internationale Kanuregatta, der Iron Man. Anlässlich des slow-up sind Teilabschnitte der Strassen autofrei. 
06. Mein Kind sitzt in seiner Freizeit am liebsten vor dem Fernseher oder dem Computer. Schadet ihm das?Nach oben
Häufiges Fernsehen, surfen auf dem Internet und Gameboy-Spielen kann zu Konzentrationsproblemen führen, die auch die schulischen Leistungen negativ beeinflussen. Zudem lernen Kinder, die viel fernsehen oder ihre Zeit nur vor dem Computer verbringen nicht, ihre Freizeit aktiv zu gestalten. Sie werden passiv und verpassen viele wichtige Gelegenheiten für ihre gesunde Entwicklung.
Deshalb lohnt es sich, dass Sie mit Ihrem Kind klare Regeln abmachen, wann und wie lange und was es fernsehen oder auf dem Computer surfen darf. Die Regel kann zum Beispiel lauten: Ein Kind von acht Jahren darf höchstens drei Stunden in der Woche fernsehen. Es muss die Sendungen, die es schauen will, mit Ihnen zusammen auswählen. So können Sie auch darauf achten, dass die Sendungen für sein Alter geeignet sind. Fragen Sie Ihr Kind auch, was es gesehen hat, was es persönlich darüber denkt, ob es etwas mag oder nicht, etc
Das Internet bietet wichtige Informationen und wird auch von der Schule sinnvoll genutzt (Bsp. http://www.antolin.ch/). Auch hier gilt jedoch, dass Ihr Kind vor schlechten Inhalten geschützt werden muss und keinesfalls wichtige persönliche Informationen rausgeben soll. Mehr dazu erfahren Sie unter: http://www.geschichtenausdeminternet.ch
Für den richtigen Umgang von Jugendlichen mit verschiedenen Medien finden Sie hier weiterführende Informationen.
 
06. Welche Freizeitaktivitäten bieten sich sonst noch an?Nach oben
Insbesondere im Quartier, wo Sie wohnen und leben, findet Integration statt. Quartiervereine bieten diverse Veranstaltungen und Anlässe an. Erkundigen Sie sich in Ihrer Nachbarschaft oder fragen Sie bei der Stadtverwaltung nach, welcher Quartierverein zu Ihrer Adresse gehört.
Im Sommer bieten sich das romantische Stadtseebad, das Schwimmbad Lido, das Strandbad Stampf sowie im Winter die Schulhallenbäder zum Schwimmen an. Tipps für Ausflugsmöglichkeiten finden Sie auch im Kapitel zu den Kindern und Jugendlichen.

Da es in Rapperswil-Jona viele kulturelle Sehenswürdigkeiten und Vereine gibt, können Sie auch aktiv als Mitglied Kultur gestalten. Grössere kulturelle Veranstaltungen wie das Seenachtsfest im Sommer, das Blues’n Jazz Festival mit bekannten Musikern auf internationalem Niveau, die Märkte und Chilbis, sowie die Anlässe rund um die Weihnachts- und Fasnachtszeit bieten in Rapperswil-Jona ein einmaliges Ambiente.

Die zwei Kinos Schlosskino und Leuzinger, verschiedene Museen, das Kunstzeughaus, die Galerie in der Alten Fabrik, klassische Konzerte im Grossen Rittersaal im Schloss, Theater und Kabarett in der Villa Grünfels und im Restaurant Kreuz in Jona sind nur ein Auszug aus dem reichlichen Kulturangebot in Rapperswil-Jona.

Die Pro Senectute bietet Kurse an, welche sich speziell an ältere Personen richten. Hier gelangen Sie zum aktuellen Kursprogramm.

Religiöse Aktivitäten werden von den einzelnen Gemeinschaften angeboten. Auf dem Gebiet der Stadt Rapperswil-Jona gibt es eine evangelisch-reformierte sowie eine katholische Kirchgemeinde. Zur evangelisch-reformierten Kirchgemeinde gehören die Kirche in Rapperswil und das Kirchenzentrum in Jona. Die katholische Kirchgemeinde ist auf vier Pfarreien aufgeteilt. Diese Kirchen, wie auch die freikirchlichen Gemeinden, bieten Gottesdienste und Seelsorge an. In den beiden namentlich erwähnten Kirchen besitzen ausländische Mitbürger aktives und passives Wahlrecht.

Informationen zu anderen Religionsgemeinschaften finden Sie auf gesamtschweizerischen Webseiten: Universität Luzern; www.religion.ch; www.digo.ch; www.sbu.net. Neben der christlichen und der muslimischen ist der Hinduismus die drittgrösste Religion in der Schweiz.

Jedes zweite Jahr findet in St. Gallen die interreligiöse Dialog- und Aktionswoche statt. Anlässlich der ersten Aktionswoche im Jahr 2005 wurde die St. Galler Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog verabschiedet, die weiterhin online unterzeichnet werden kann.

Einen interreligiösen Kalender finden Sie unter www.feiertagskalender.ch. Die Webseite ermöglicht Ihnen, Feiertage nicht nur national, sondern auch kantonal abzurufen.
Falls Sie selbst einen neuen Verein gegründet haben, dann melden Sie ihn gleich online an. So kann er von Interessierten leicht gefunden werden.
07. Gibt es eine Veranstaltungsagenda der Vereine?Nach oben
In Rapperswil-Jona gibt es zahlreiche kulturelle Aktivitäten. Lesen Sie die lokalen Zeitungen (Veranstaltungsagenda ‚stattfinder’ des Stadtmagazins), um sich über das Angebot zu informieren. Der Kulturdienst von Rapperswil-Jona „Kulturpack“ versendet regelmässig Hinweise auf verschiedene kulturelle Veranstaltungen.

Veranstaltungshinweise, die einzelne Vereine betreffen, finden Sie auf deren Webseiten. Sportliche Anlässe sind zum Beispiel der Schlosslauf oder der Slow-up

Möchten Sie gerne in Ihrem Quartier für einen Anlass werben, so besteht die Möglichkeit ein Plakat für die Quartierstelen zu erstellen. Ihr Quartierverein hat die Möglichkeit, dieses vom Werkdienst der Stadt auf die Stelen kleben zu lassen.
07. Mein Kind kommt manchmal viel zu spät heim und hält sich in seiner Freizeit nicht an die vereinbarten Regeln. Was soll ich tun?Nach oben
Alle Kinder lehnen sich gegen die Grenzen auf, die ihnen gesetzt werden. Diskussionen über Regeln und Grenzen gehören zum Familienalltag. Das ist oft mühsam, aber es ist wichtig, dass Sie Grenzen setzen und diesen Konflikten nicht ausweichen.
Wenn Ihr Kind die vereinbarten Abmachungen nicht einhält, sollten Sie reagieren. Zeigen Sie ruhig auch Ihren Ärger oder Ihre Sorge, aber sprechen Sie nicht lange auf Ihr Kind ein. Bei langen Predigten schalten die Kinder und Jugendlichen bald einmal ab und hören gar nicht mehr richtig zu. Auch Schläge und leere Drohungen sind keine Erziehungsmittel. Ein knappes, wenn nötig auch zorniges: «Ich will nicht, dass du das machst! Hast du das verstanden?» bringt mehr.
Erinnern Sie Ihr Kind an die vereinbarten Abmachungen und Regeln. Es muss auch merken, dass es Konsequenzen gibt, wenn die Regeln nicht eingehalten werden. Wenn das Kind nach der Schule nicht heimkommt, darf es vielleicht am Abend nicht fernsehen oder der Jugendliche, der sich nicht an die vereinbarten Zeiten hält, darf am folgenden Samstag nicht in den Ausgang.
Natürlich wird sich das Kind über eine solche Konsequenz ärgern. Lassen Sie sich dadurch nicht unter Druck setzen. Denken Sie daran: Klare Regeln geben Ihrem Kind Halt und Orientierung.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.schulpsychologie-sg.ch/c-76merkblatt.html
08. Ich möchte ein Quartierfest organisieren. Ist es sinnvoll, dafür einen Verein zu gründen?Nach oben
Rapperswil-Jona verfügt bereits über Quartiervereine, die sie in Ihrem Vorhaben sicher unterstützen können. Falls Ihr Fest einem ganz bestimmten Anlass dienen soll, können Sie auch als Privatperson ein Quartierfest organisieren. Vielleicht planen Sie ein Integrationsprojekt und möchten die kantonale Integrationstelle oder beispielsweise eine Firma um finanzielle Unterstützung angehen? Oder Sie brauchen von der städtischen Sicherheitsverwaltung eine Bewilligung. Dann haben Sie mit einem Verein eventuell bessere Chancen.
08. Ich will nicht, dass mein Kind mit anderen Jugendlichen herumhängt und Alkohol oder Drogen konsumiert. Wie kann ich vorbeugen?Nach oben
Alle Jugendlichen können früher oder später in Situationen geraten, in denen ihnen Alkohol oder Drogen angeboten werden. Da ist es wichtig, dass sie sich abgrenzen können. Der beste Schutz besteht deshalb darin, dass Ihr Kind Mut, Kraft und Selbstvertrauen entwickelt.
Sie können es von klein auf darin unterstützen. Nehmen Sie sich Zeit, um mit ihm zu plaudern und ihm zuzuhören. Wenn ein Kind spürt, dass es von den Erwachsenen in seinen Gefühlen und Gedanken geachtet und respektiert wird, gibt ihm das Selbstvertrauen. So kann es sich auch in schwierigen Situationen besser behaupten.
Achten Sie auch darauf, dass Ihr Kind von klein auf viele Möglichkeiten hat, um aktiv und kreativ zu spielen. Dann wird es auch später eigene Ideen haben, was es mit seiner freien Zeit anfangen kann. Dadurch ist es weniger beeinflussbar durch Jugendliche, die herumhängen.
Mit kleinen Kindern über die Gefahr von Drogen zu sprechen bringt nichts. Im Gegenteil, das kann sie sogar eher neugierig machen. Wenn die Kinder grösser werden, lohnt es sich aber, mit ihnen über die Schädlichkeit von Tabak, Alkohol und Drogen zu sprechen: sachliche Informationen bringen dabei mehr als Drohungen oder Predigten.
Für Fragen im Zusammenhang mit Sucht und Drogen können Sie sich in Rapperswil-Jona an die Suchtpräventionsstelle wenden. Die Mitarbeiter/-innen unterliegen der Schweigepflicht. 
Regionales Beratungszentrum Rapperswil-Jona 
Alte Jonastrasse 24 in 8640 Rapperswil 
Tel.: 055 225 76 00
Fax: 055 225 76 09
E-Mail: rbz(at)rj.sg.ch

Schauen Sie mal unter www.zepra.info oder bei www.feelok.ch rein. Diese Stelle hilft allenfalls weiter. Oder wenden Sie sich an die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme.
 
09. Darf ich als Ausländerin oder Ausländer einen Verein gründen?Nach oben
Ja, auch Personen ohne Schweizer Pass dürfen einen Verein gründen oder einem Verein beitreten.
10. Ist es kompliziert, in der Schweiz einen Verein zu gründen?Nach oben
Nein, im Gegenteil: Es ist sogar relativ einfach, einen Verein zu gründen. Dafür braucht es:
  • Gleichgesinnte, die mit Ihnen zusammen einen Verein gründen möchten und bereit sind, gewisse Aufgaben zu übernehmen.
  • Schriftliche Statuten, welche den Vereinszweck und die Organisation beschreiben.
  • Eine Gründungsversammlung, an der die Statuten genehmigt und der Vorstand gewählt wird. Nachdem sie stattgefunden hat, ist der Verein rechtsgültig.
Informieren Sie sich in jedem Fall auch darüber, welche finanzielle und persönliche Verantwortung Sie durch eine Vereinsgründung übernehmen. Aber keine Angst: Für alle diesen Etappen existieren Hilfsmittel wie beispielsweise allgemeine Statuten, die Sie nur für Ihre Zwecke abändern müssen. Eine mögliche Anlaufstelle ist www.vitaminb.ch, Telefon 043 266 00 11 oder beratung@vitaminb.ch
Tipps für die interkulturelle Öffnung von (Jugend-)Organisationen finden Sie unter www.plattform-interkulturell.ch/
11. Vereine leben vom Engagement ihrer Mitglieder. Was ist mit "Freiwilligenarbeit" gemeint?Nach oben
Freiwilligenarbeit ist ein unbezahltes, gemeinnütziges Engagement in Kultur, Umwelt, Sport, Politik, in der Nachbarschaftshilfe, in sozialen, kirchlichen und vielen anderen Bereichen.

Wenn jemand freiwillig in einem Vereinsvorstand tätig ist und in dieses Amt gewählt wurde, so nennt man das "ehrenamtliche" Arbeit.
Rund ein Viertel der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung beteiligt sich an institutionalisierten freiwilligen Arbeitseinsätzen, d.h. diese Freiwilligen verrichten Arbeiten, für die sie keine Bezahlung erhalten. Diese Arbeiten werden von Vereinen, wohltätigen, politischen oder öffentlichen Körperschaften organisiert.
Während Männer vorwiegend in sportlichen, kulturellen und politischen Vereinigungen aktiv sind, setzen sich Frauen, die ebenfalls am häufigsten in Sportvereinen aktiv sind, zudem für sozial-karitative und kirchliche Institutionen ein.
Mehr dazu finden Sie auch in der Rubrik zur Arbeit.
12. Was ist ein «Dossier freiwillig engagiert»?Nach oben
In einem 'Dossier freiwillig engagiert' wird die eigene freiwillige und ehrenamtliche Arbeit aufgelistet. Die Idee dahinter: Die so erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen sollen sichtbar gemacht werden. Damit wird Freiwilligenarbeit aufgewertet und mit bezahlter Arbeit vergleichbar. Man kann diese Art von Zeugnis gut gebrauchen, wenn man auf Stellensuche ist, denn es zeigt ein persönliches Engagement, sowie die Art von Kenntnissen und Erfahrungen, welche ausserhalb eines Berufs oder während der Familienzeit erworben wurden. Das 'Dossier freiwillig engagiert' besteht aus einer Kartonmappe mit Nachweisformularen und einem Leitfaden zur Anwendung.

Angenehmer Nebeneffekt: Mit dem 'Dossier freiwillig engagiert' erhält man oftmals Rabatte bei Kulturanlässen.
Infos: www.dossier-freiwillig-engagiert.ch
Mehr Informationen finden Sie unter der Rubrik zur Arbeit.
01. Gibt es in Rapperswil-Jona spezielle Treffpunkte, Integrationskurse oder ähnliche Angebote?Nach oben
Die World's Women sind ein junges, multikulturelles, kreatives Team und möchten Raum schaffen für Frauen aus der ganzen Welt. Hier lernen Sie andere Frauen kennen und knüpfen neue Freundschaften. Bei World’s Women können Sie kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten miteinander erleben. Vorurteile und Ängste werden abgebaut. Jeder Abend ist einem Thema gewidmet. Dabei bleibt immer auch genug Zeit für Gespräche und um miteinander zu lachen.
Sie erhalten Informationen, Ideen und Hilfe zu verschiedenen Fragen. World's Women strebt die Förderung von Verständigung, Information und Kommunikation an. Das Nebeneinander soll durch ein Miteinander ersetzt werden. Nähere Infos und Hinweise auf spezielle Events finden sie  unter www.familienforum-rj.ch.
01. Warum wird die Schweiz eine "Musterdemokratie" genannt?Nach oben
Das hat verschiedene Gründe:

  • Die individuellen Freiheiten jeder Person werden durch die Bundesverfassung garantiert.
  • Minderheiten-Gruppen werden durch einen föderalistischen Staatsaufbau geschützt.
  • Zudem können Wählerinnen und Wähler „direktdemokratisch“ die Politik mitbestimmen: Volksinitiativen und Gesetzesreferenden erlauben den Bürgerinnen und Bürgern eine aktive und intensive Anteilnahme an der Politik (Unterschriften sammeln und abstimmen). Das Mitspracherecht des Volkes ist in der Schweiz weit entwickelt. Die direkte Demokratie zeigt sich in zwei Formen: der Versammlungsdemokratie und der Abstimmungsdemokratie. Erstere ist auf dem Land verbreitet, vor allem in Gemeinden mit unter 5000 Einwohnern (Gemeindeversammlung), und sie existiert in der Form der Landsgemeinde in den Kantonen Glarus und Appenzell Innerrhoden. Die Abstimmungsdemokratie gibt es auf Bundes- wie auch auf Kantons- und Gemeindeebene. Bei Änderungen der Verfassung hat das Volk in jedem Fall das letzte Wort, Gesetze unterstehen je nach Tragweite dem obligatorischen oder dem fakultativen Referendum. Im Gegensatz zu anderen Ländern werden die sieben Bundesräte (Minister), einer davon der Bundespräsident, nicht vom Volk, sondern vom Bundesparlament (vereinigte Bundesversammlung) gewählt. Der Bundespräsident hat sein Amt jeweils für ein Jahr inne. Auf Kantonsebene werden die Mitglieder der Regierung in Volkswahlen bestimmt.
  • Mehrmals jährlich finden Volksabstimmungen über Gesetze, Sachfragen und auf Gemeindeebene auch über das Budget [Haushalts-Voranschlag] statt. An einem Abstimmungswochenende können ohne weiteres insgesamt mehr als zehn Fragen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene anstehen.
01. Weshalb nennt man die Schweiz eine Insel?Nach oben
Die Schweiz ist mitten im Westen Europas gelegen. Man nennt sie manchmal Insel. Gemeint ist damit eine Insel inmitten der Europäischen Union (EU). Sie ist selbst kein Mitglied der EU, aber von den EU-Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich sowie dem Fürstentum Liechtenstein umgeben. In der Schweiz treffen drei grosse europäische Kulturen aufeinander: die deutsche, die französische und die italienische.

Durch ihre zentrale Lage spielt die Schweiz in Westeuropa verkehrstechnisch eine entscheidende Rolle. Eine der wichtigsten europäischen Verbindungen zwischen Norden und Süden führt über, respektive durch die Schweizer Alpen: der Gotthard.

Mit ihren rund 41'300 Quadratkilometern gehört sie zu den Kleinstaaten Europas. Die Schweiz ist vergleichbar mit Dänemark und ist halb so gross wie Österreich. In der Schweiz leben über 7,7 Millionen Menschen, etwas mehr als ein Tausendstel der gesamten Weltbevölkerung. Über 60 Prozent der Menschen in der Schweiz sind zwischen 20 und 64 Jahre alt. Männer haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 80, Frauen von 84 Jahren (Bundesamt für Statistik, Stand Ende 2009).
02. Leben die Menschen in der Schweiz dicht beisammen?Nach oben
Geografisch wird die Schweiz in drei Gebiete unterteilt: die Alpen, das Mittelland und den Jura. Zirka 25 Prozent des Bodens ist unproduktiv, man kann ihn also nicht bebauen. Der europäische Durchschnitt liegt bei 10 Prozent.

Im Schnitt leben auf einem Quadratkilometer 234 Menschen. Je nach Region gibt es jedoch grosse Unterschiede. So leben in den Alpen, die 60 Prozent der Landesfläche ausmachen, nur gerade 10 Prozent der gesamten Bevölkerung. Dagegen wachsen weite Gebiete des Mittellandes zunehmend zu städtisch besiedelten Agglomerationen zusammen. Zwei Drittel der Bevölkerung wohnen im Mittelland zwischen Genfersee und Bodensee auf 30 Prozent der Landesfläche.

Berglandschaften der Alpen mit Seen und Gletschern ins hügelige grüne Mittelland. Und dabei wechselt man erst noch drei- bis viermal die Sprachregion.

Die Fauna und Flora (Tier- und Pflanzenwelt) in der Schweiz gelten als artenreich . Geschätzt leben rund 40'000 Tierarten sowie über 25'000 Arten von Pflanzen, Pilzen und Flechten in der Schweiz; ein beachtlicher Teil davon wird als bedroht eingestuft (Quelle: Bundesamt für Umwelt).
02. Was macht den schweizerischen Staat aus?Nach oben
Die Schweiz ist einer von 193 Staaten weltweit. Die Schweiz ist ein Rechtsstaat, weil er auf einer Verfassung beruht. Das ist das „Grundgesetz“ eines Staates. Und das Land ist demokratisch, weil die Bürgerinnen und Bürger die öffentlichen Angelegenheiten beeinflussen können. Die Schweiz ist auch föderalistisch, weil sie aus teilweise selbständigen Gliedstaaten, den Kantonen, besteht.
02. Wo kann ich Deutsch lernen?Nach oben
Deutsch sprechen zu können ist im Alltagsleben sehr wichtig: im Kontakt mit Behörden, bei der Arbeit, beim Arzt, für die Aus- und Weiterbildung, bei der Wohnungssuche, in der Freizeit, um Ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen zu können, usw.
Eine Liste mit niederschwelligen Deutschkursangeboten  und Deutschkursen zur Weiterbildung finden Sie bei den Publikationen des Fachdienstes Integration.

Das Erlernen einer Sprache braucht seine Zeit, also lassen Sie sich nicht entmutigen. Sie können Ihre Sprachkenntnisse auch verbessern, indem Sie das Gespräch im Alltag suchen, Zeitungen lesen, Informationen am Radio hören oder fernsehen.
03. Die Gliederung des schweizerischen BundesstaatsNach oben
Die heute gültige Struktur und Organisation des Schweizerischen Bundesstaates geht auf die Bundesverfassung von 1848 zurück. Damals wurde der Wechsel vom lockeren Staatenbund der Alten Eidgenossenschaft zum modernen Bundesstaat vollzogen.
Die moderne Schweiz besteht aus 20 Kantonen und 6 Halbkantonen unterschiedlichster Grösse (zwischen 37 und 7'105 km²), Bevölkerungszahl (zwischen rund 15'000 und 1'200'000), Bevölkerungsdichte (zwischen rund 25 und 5'000 Personen pro km²) und Wirtschaftsstruktur.

http://demokratie.geschichte-schweiz.ch/direkte-demokratie-schweiz.html
http://www.swissworld.org/de/politik/?gclid=CIaYh-6eqJ4CFZaGzAodri5Elw
03. Meine Kinder sprechen nicht gut deutsch. Was kann ich da tun?Nach oben
Kleinkinder im Vorschulalter können beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt werden, indem sie mit ihren Müttern an sprachlichen Frühförderangeboten teilnehmen oder bereits früh Kontakt zu deutsch sprechenden Kindern in Spielgruppen und im Alltag pflegen.
Schulkinder, die neu in die Schweiz gekommen sind, nehmen am normalen Schulunterricht teil und erhalten einen Zusatzunterricht, ‚Deutsch als Zweitsprache’ (DAZ) genannt, in dem sie ihre Deutschkenntnisse verbessern. Der Zusatzunterricht ist kostenlos.

Mehr Informationen zur Mehrsprachigkeit finden Sie in der Rubrik Kinder > Kleinkinder (Frage 6)
03. Wofür steht die Abkürzung "CH"?Nach oben
CH steht für Confoederatio Helvetica. Das ist die lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft. Diese offizielle Bezeichnung wurde nach der Schaffung des Bundesstaates eingeführt. Um keine der vier Amtssprachen zu bevorzugen, lautet das Landeskennzeichen der Schweiz deshalb CH.
04. Besteht die Gefahr, dass meine Kinder die Muttersprache verlernen?Nach oben
Das wäre schlecht, denn je besser Ihre Kinder die angestammte Sprache beherrschen, umso leichter fällt ihnen das Erlernen der deutschen Sprache. Deshalb unterhalten Sie sich zuhause in ihrer Muttersprache. Mehr Informationen dazu finden Sie auch (mehrsprachig) in der Broschüre Sprich mit mir und hör mir zu.
Vorlesetipps in 16 verschiedenen Sprachen finden Sie ausserdem bei www.buchstart.ch.
Sobald Ihr Kind die Schule besucht, besteht für die meisten Sprachen die Möglichkeit, einen Kurs in Heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) zu besuchen, der ihnen hilft, die Sprache und die Ursprungskultur zu bewahren. Bitte erkundigen Sie sich bezüglich der Lehrpersonen und Kurszeiten bei Ihrer Botschaft oder Ihrem Konsulat. Eine Übersicht über Ausländische Vertretungen in der Schweiz. liefert das EDA.
In der Bibliothek von Rapperswil-Jona gibt es Bücher in diversen Sprachen.
Die Motivation und Anerkennung der Eltern helfen dem Kind beim Erlernen der Sprache. Die Zweisprachigkeit stellt ausserdem ein Potenzial dar, welches in jeder Situation nützlich sein kann; in der Schule, im Studium sowie in der Freizeit und Kultur.
04. Seit wann ist die Schweiz ein Bundesstaat?Nach oben
Die Schweiz zählt zu den ältesten Staaten der Welt und ihre direkte Demokratie gilt international als Vorbild (siehe auch unter "Politik"). Der Nationalfeiertag ist der 1. August, die Nationalhymne ist der „Schweizerpsalm“. Obschon die Hymne bereits 1841 zum ersten Mal öffentlich vorgetragen wurde, wurde sie erst 1981 zur offiziellen Nationalhymne erklärt.

Die Gründung der modernen Schweiz geht auf das Jahr 1848 zurück. Zuvor bestand lediglich ein lockeres Bündnis unabhängiger Kantone. Jeder Kanton war im Prinzip frei, das Bündnis jederzeit wieder zu verlassen. 1848 erhielt die Schweiz dann eine moderne Verfassung, welche aus dem Staatenbund einen föderativen Bundesstaat machte. Eine zentrale Regierung übernahm damals in gewissen Bereichen wie der Aussen- und Finanzpolitik Aufgaben der Kantone.

Heute zählt die Schweiz 26 Kantone, wovon sechs Halbkantone sind. Sie sind unterschiedlich gross und bilden weder eine sprachliche noch religiöse Einheit: Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden (Halbkantone), Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt und Basel- Landschaft (Halbkantone), Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden (Halbkantone), St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Auch heute noch geniessen die Kantone eine weitgehende Autonomie. (Quellen: swissworld.org, ch.ch)

Hören Sie sich die Schweizer Landeshymne an und erfahren Sie mehr über die Kantone:
Regionen im Bundesrat
http://www.swissinfo.ch/ger/politik_schweiz/politisches_system/kantone/Kantone:_klein,_aber_oho.html?cid=938726
04. Wie ist das politische System in der Schweiz strukturiert?Nach oben
Die Schweiz ist eine direkte Demokratie: Das Volk kann über Initiativen und Referenden direkten Einfluss auf die Regierungstätigkeit nehmen.
Die Demokratie stützt sich auf die Schweizerische Bundesverfassung und ist in drei Säulen gegliedert:
  • Die Legislative (Bundesversammlung) besteht aus zwei Kammern, dem Nationalrat mit 200 Mitgliedern als Vertreter des Volks sowie dem Ständerat mit 46 Mitgliedern als Vertreter der Kantone.
  • Die Exekutive ist der Bundesrat mit der Verwaltung. Die Bundesräte werden vom Parlament gewählt.
  • Die Judikative besteht auf Bundesebene aus dem Bundesgericht, Bundesstrafgericht, Bundesverwaltungsgericht.
Analog zum Bund (Gesamtstaat) kennen auch die 26 Kantone (Gliedstaaten) in der Schweiz die
Gewaltenteilung. Ihre Struktur kann allerdings variieren.

http://www.swissworld.org/de/politik/
05. Was heisst Föderalismus? Was heisst Subsidiarität?Nach oben
Der Begriff bezeichnet die Aufteilung der öffentlichen Angelegenheiten zwischen dem Bund und den Kantonen (also zwischen dem Gesamtstaat und den Gliedstaaten). Die 26 Kantone der Schweiz sollen eine möglichst grosse Eigenständigkeit behalten. Gemäss dem Prinzip der Subsidiarität sollen in staatlichen Angelegenheiten zuerst untergeordnete, lokale Glieder wie die Kantone oder die Gemeinden für die Lösung und Umsetzung zuständig sein. Übergeordnete Glieder treten zurück. Der Bund übernimmt dann jene Aufgaben, die die Kantone allein nicht erfüllen können.
Jeder Kanton bzw. Halbkanton verfügt über eine relativ grosse kantonale Autonomie. Er hat eine eigene Verfassung, eine eigene Regierung, ein eigenes Parlament, eigene Gerichte und eine eigene Polizei. Daraus resultiert zwangsläufig eine Vielzahl unterschiedlicher Rechtsnormen, die einander häufiger durch Konkordate [Absprachen] zwischen den Kantonen als durch Bundesgesetze soweit angeglichen werden, dass der Wirtschaftsraum Schweiz funktionieren kann.
  • Vorteil: Interessen von kleinen Gruppen und Minderheiten können besser geschützt werden.
  • Nachteil: das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Ebenen ist manchmal recht komplex und schwierig.
Neben dem Bund und den Kantonen gibt es noch eine dritte Ebene: die 2636 Gemeinden. Sie kümmern sich wiederum um alle Aufgaben, die der Kanton nicht übernimmt.
05. Wie kann ich am besten am alltäglichen Leben in der Schweiz teilnehmen?Nach oben
Um Ihnen die Integration zu erleichtern, ist es wichtig, dass Sie, Ihr Partner und Ihre Kinder den Kontakt mit Einheimischen finden. Auf unserer Webseite finden Sie eine Übersicht über einige kulturelle Anlässe in der Stadt.
Die Schweiz ist ein Land der Vereine. In der Freizeit in einem Verein mitzumachen ist eine gute Möglichkeit, andere Leute in Rapperswil-Jona kennen zu lernen und gleichzeitig etwas über die Schweizer Eigenheiten zu erfahren. So lernen Ihre Kinder spielend deutsch. Auf unserer Webseite finden Sie eine Vereinsliste.

Rapperswil-Jona ist eine sportliche Stadt. Sehen Sie dazu unsere Rubrik Freizeit.

Im Sommer bieten sich das romantische Stadtseebad, das Schwimmbad Lido, das Strandbad Stampf sowie im Winter die Schulhallenbäder  zum Schwimmen an.

Insbesondere im Quartier, in dem Sie wohnen und leben, findet Integration statt. Quartiervereine bieten diverse Veranstaltungen und Anlässe an. Auf unserer Webseite erfahren Sie welcher Quartierverein zu Ihrer Adresse gehört.
In Rapperswil-Jona gibt es zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Aktivitäten. Lesen Sie die lokalen Zeitungen (Veranstaltungsagenda ‚stattfinder’ des Stadtmagazins), um sich über das Angebot zu informieren. „Kulturpack“ versendet regelmässig Hinweise auf verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Sehen Sie dazu auch die Rubrik Freizeit an.
Informationen zu verschiedenen Religionsgemeinschaften finden Sie auf gesamtschweizerischen Webseiten: www.religion.ch www.sbu.net. Neben der christlichen und der muslimischen ist der Hinduismus die drittgrösste Religion in der Schweiz. Mehr Informationen zu einzelnen religiösen Festtagen und Bräuchen finden Sie hier.

Jedes zweite Jahr findet in St. Gallen die interreligiöse Projektwoche statt. Auf der Ersten Aktionswoche im Jahr 2005 wurde die St. Galler Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog verabschiedet, die weiterhin online unterzeichnet werden kann www.ida-sg.ch.

Einen Interreligiösen Kalender finden Sie unter www.feiertagskalender.ch. Diese Webseite ermöglicht Ihnen, Feiertage nicht nur national, sondern auch kantonal abzurufen.
05. Woher stammt das Schweizerkreuz?Nach oben
Die Nationalflagge der Schweiz hat eine quadratische Form und zeigt ein aufrechtes, freistehendes weisses Kreuz auf rotem Grund. In der deutschen Schweiz wird der Begriff Flagge allerdings in der Alltagssprache nicht benutzt; die Menschen reden mehr von der Schweizerfahne oder dem Schweizerkreuz.

Das Schweizerkreuz hat eine lange Geschichte. Zum ersten Mal ist die Verwendung bei der Schlacht von Laupen im Jahre 1339 dokumentiert. Damals diente ein weisses Kreuz als gemeinsames Erkennungszeichen, welches die Soldaten auf Kleidern und Rüstungen befestigten. Als offizielle Hoheitszeichen galten in jener Zeit allerdings nur die Kantonswappen.

Durchsetzen konnte sich das Schweizerkreuz erst im Sonderbundkrieg 1847. Der Konflikt war zu verstehen als ein Kampf traditioneller Werte und der lokalen Selbstbestimmung gegen das Streben nach einer modernen Gesellschaft und der Zentralisierung des Staates. Erst mit dem Sieg der zentralistisch eingestellten Kantone setzte sich dann auch die Schweizerfahne als nationales Symbol durch. 1889 wurde sie offiziell angenommen. (Quellen: swissworld.org, wikipedia.ch)

Informationen zur Geschichte der Schweizerfahne:
http://www.swissworld.org/de/kultur/swissness/geschichte_der_schweizer_flagge/
http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerkreuz
06. Welche Parteien gibt es in der Schweiz?Nach oben
Die Schweiz ist ein Mehrparteienstaat. Die vier grössten Parteien, welche auch im Bundesrat vertreten sind, heissen:
  • Christlichdemokratische Volkspartei (CVP)
  • Freisinnig-demokratische Partei (FDP)
  • Schweizerische Volkspartei (SVP)
  • Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP)
Eine Übersicht über alle im Bundesparlament vertretenen Parteien findet sich unter www.parlament.ch. In der Schweiz verfügt keine der vier grossen Parteien über die absolute Mehrheit. Deshalb geht es ständig darum, mehrheitsfähige Kompromisse zu finden.
06. Welche Sitten und Bräuche sind in der Schweiz verbreitet?Nach oben
Ebenso wie in anderen Ländern gibt es auch in der Schweiz zahlreiche Sitten und Gebräuche. Sie
zu kennen erleichtert das Zusammenleben mit Schweizerinnen und Schweizern.

Einige Beispiele:

  • Pünktlichkeit: In der Deutschschweiz wird erwartet, dass Sie pünktlich zu einem Treffen erscheinen. Das gilt für die Berufswelt, Behörden und private Anlässe gleichermassen. Sind Sie verspätet, so rufen Sie nach Möglichkeit vorher an und teilen dies mit (in der französischen Schweiz gilt der ‚quart d’heure’ bei privaten Anlässen, also eine Viertelstunde Verspätung liegt drin).
  • Begrüssung: In der Deutschschweiz reichen sich die Menschen zur Begrüssung die rechte Hand. In der französischen Schweiz geben sich die Leute manchmal auch drei Küsschen auf die Wangen (links, rechts und dann wieder links – oder umgekehrt). Doch aufgepasst: Dies gilt nicht in jedem Fall. Am besten Sie informieren sich, was in der eigenen Region üblich ist.
  • Begegnung: Laufen zwei Personen in einer kleinen Gemeinde aneinander vorbei, so grüssen sie sich – selbst wenn sich die Personen nicht kennen. In Städten kommt dies eher selten vor.
  • Besuch: Die meisten Schweizerinnen und Schweizer sind bei spontanen Besuchen zu Hause etwas überrumpelt. Am besten Sie rufen vorher an und fragen, ob ein Besuch jetzt erwünscht ist. Vor dem Betreten der Wohnung erkundigen Sie sich, ob Sie die Schuhe ausziehen sollen.
  • Einladung: Sind Sie zum Essen eingeladen, so wird es sehr geschätzt, wenn Sie ein kleines Geschenk mitbringen – etwa eine Flasche Wein, einen Dessert oder Blumen. (Doch aufgepasst: Nicht alle Blumen sind geeignet, denn rote Rosen sind der Liebe vorbehalten und  weisse Astern werden für Begräbnisse gebraucht).
  • Bei Tisch: Warten Sie mit dem Essen, bis alle Personen am Tisch bedient sind. Anschliessend wünschen Sie einen guten Appetit (oder schlicht ‚En Guete’). Wird Wein getrunken, so erheben alle das Glas bevor sie trinken. Dabei prosten sie sich zu oder stossen die Gläser an, schauen jedem einzelnen in die Augen, und sagen „Prost“ oder „zum Wohl“ (in der französischen Schweiz wird oft nicht einzeln angestossen und eher nicht mit Wasser).
  • Gespräch am Telefon: Ruft man jemanden an, begrüsst man die Person zunächst und sagt seinen eigenen Namen. Erst dann beginnt das eigentliche Gespräch.
Dies sind nur die wichtigsten Sitten und Gebräuche. Wenn Sie in einer Situation nicht wissen,
welches Verhalten angebracht ist, fragen Sie am besten. Dadurch kommen Sie mit anderen ins Gespräch und können etwas dazu lernen.
06. Welche Sprachen werden in der Schweiz gesprochen?Nach oben
Die Mehrsprachigkeit ist eines der Kennzeichen der Schweiz. Es gibt vier offizielle Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Wer in der Schweiz aufgewachsen ist, hat daher in der Schule zwei dieser Sprachen gelernt, obwohl meist nur die eigene Muttersprache benutzt wird. Die Sprachgruppen haben aber nicht das gleiche Gewicht:
  • 63 Prozent der Wohnbevölkerung sprechen deutsch als Muttersprache,
  • 20 Prozent französisch,
  • 6,5 Prozent italienisch (die in der Schweiz lebenden Migrantinnen und Migranten mitgezählt),
  • 0,5 Prozent rätoromanisch.
Die nicht-schweizerische Wohnbevölkerung trägt zusätzlich zur Sprachenvielfalt bei: 9 Prozent sprechen keine der vier Schweizer Landessprachen.

Die Sprachgrenzen verlaufen meist entlang von Kantonsgrenzen. So werden in 18 von 26 Kantonen vorwiegend schweizerdeutsche Dialekte gesprochen, 4 Kantone sind französischsprachig, in drei Kantonen wird deutsch und französisch gesprochen. Im Tessin sowie in südlichen Tälern des Kantons Graubünden ist Italienisch die wichtigste Sprache. Graubünden ist der einzige dreisprachige Kanton: Nebst Deutsch und Italienisch werden hier fünf Versionen des Rätoromanischen gesprochen.
07. Was heisst "Röstigraben"?Nach oben
Rösti ist ein beliebtes Kartoffelgericht der deutschschweizer Küche. Röstigraben kann als scherzhafter Ausdruck verstanden werden. Er bezeichnet die Sprachgrenze zwischen der deutschen und der französischen Schweiz und weißt insbesondere auf die Unterschiede von Mentalität und Kultur in diesen Landesteilen hin. Diese tendenziellen Unterschiede treten vor manchmal bei Abstimmungen und Wahlen (siehe bei "Politik") zum Vorschein.
07. Welche politischen Parteien gibt es in der Schweiz?Nach oben
In der Schweiz haben die Bürgerinnen und Bürger eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die Politik aktiv mit zu gestalten. Dies betrifft alle Personen, die mindestens 18 Jahre alt und mündig sind und das Schweizer Staatsbürgerrecht besitzen. Die wichtigsten Bürgerrechte werden nachfolgend kurz erläutert:

Wahlrecht: Alle vier Jahre wählen die Bürgerinnen und Bürger ihre Volksvertreter in die Parlamente. Sie bestimmen auch die Exekutiven von Kantonen und Gemeinden. Die Landesregierung hingegen wird nicht durch das Volk gewählt, sondern vom nationalen Parlament bestimmt. Wahlen finden auch auf kantonaler und kommunaler Ebene statt.
Stimmrecht: Bei Volksabstimmungen entscheiden die Stimmberechtigten mehrmals pro Jahr über Sachfragen oder Gesetze – auf lokaler, kantonaler und Bundesebene. In kleineren Gemeinden kennt man zudem die Gemeindeversammlung: Die Bürgerinnen und Bürger versammeln sich vor Ort, diskutieren über lokale Sachfragen und entscheiden darüber.
Initiativ- und Referendumsrecht: Mittels einer Initiative haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Änderungen in der Bundesverfassung zu verlangen. Und sie können mit einem Referendum erwirken, dass man Beschlüsse von Parlamenten im Nachhinein dem Volk zum definitiven Entscheid vorlegt. Damit eine Initiative oder ein Referendum möglich sind, braucht es allerdings eine bestimmte Anzahl von Stimmberechtigten, welche dies innerhalb einer vorgegebenen Frist mit ihrer Unterschrift so verlangen. Das letzte Wort hat dann das Volk bei der Abstimmung.
Petitionsrecht: Es erlaubt allen Personen – also auch Migrantinnen und Migranten –, schriftlich formulierte Bitten, Anregungen und Beschwerden an Behörden zu richten. Diese sind zwar nicht verpflichtet, aufgrund einer Petition etwas zu unternehmen. Aber die Behörden müssen die Anliegen mindestens zur Kenntnis nehmen.

Weitere Informationen zum Thema:
http://www.swissworld.org/de/politik/politische_rechte/volksrechte/
07. Wo finde ich mehrsprachige Informationen?Nach oben
Grundsätzlich ermuntern wir Sie, die deutsche Sprache zu lernen. Sie finden eine Übersicht über das Deutschkursangebot auf unserer Webseite.
Der Kanton St.Gallen hat jedoch - nach Themen gruppiert - Webseiten zusammengetragen, welche mehrsprachige Informationen anbieten.
Sollten Sie die deutsche Sprache nicht beherrschen, so empfehlen wir Ihnen, sich bei amtlichen Angelegenheiten von einer Vertrauensperson oder einem Dolmetscher begleiten zu lassen. Sie finden Übersetzer bei Verdi.
08. Was ist mit aktivem und passivem Wahlrecht gemeint?Nach oben
Beim Wahlrecht wird zwischen dem aktiven und dem passiven Wahlrecht unterschieden. Mit dem aktiven Wahlrecht ist gemeint, dass Bürgerinnen und Bürger wählen und abstimmen gehen dürfen.
Das passive Wahlrecht beinhaltet, dass sich die berechtigten Personen auch selbst zur Wahl für ein politisches Amt stellen dürfen.
08. Weshalb wird in der Deutschschweiz Hochdeutsch unterrichtet?Nach oben
In der deutschsprachigen Schweiz sprechen die Menschen Mundart – einen von zahlreichen, teils sehr unterschiedlichen Dialekten. Während im Alltag Mundart gesprochen wird, ist Hochdeutsch die offizielle Schrift- oder Amtssprache. In der Schule wird Hochdeutsch deshalb als erste Fremdsprache unterrichtet. Zeitungen, Zeitschriften und die meisten Bücher sind Hochdeutsch geschrieben; es gibt relativ wenig Schweizer Literatur, die in einem der Schweizer Dialekte geschrieben ist. Es gibt keine eigenständige deutschschweizerische Schriftsprache. Vermutlich ist dies auch eine Folge der verschiedenen Dialekte. Sie unterscheiden sich in Aussprache, Grammatik und Wortschatz untereinander und vom Hochdeutschen.

Bei Geschäftsbeziehungen oder nationalen Konferenzen mit Leuten aus verschiedenen Sprachgebieten passen sich oftmals Italienisch- oder Rätoromanischsprachige an die grössere Sprachgruppe an. Sie sprechen dann deutsch oder französisch. Immer öfter wird als Verständigungssprache Englisch benutzt.
09. Welche politischen Mitbestimmungsrechte haben ausländische Personen?Nach oben
Die meisten Instrumente der politischen Mitsprache erfordern das Bürgerrecht; sie sind also Schweizerinnen und Schweizern vorbehalten.
In einigen Kantonen wurde das Wahl- und Stimmrecht für Ausländerinnen und Ausländer auf Gemeindeebene eingeführt. In den Kantonen Neuenburg und Jura kennt man solche Rechte auf kommunaler und kantonaler Ebene, in den Kantonen Freiburg, Genf und Waadt auf kommunaler Ebene. Gemeinden der Kantone Appenzell Ausserrhoden und Graubünden können das Ausländerstimmrecht für kommunale Angelegenheiten einführen.
Es ist ausländischen Personen in der ganzen Schweiz möglich, Petitionen zu lancieren oder zu unterzeichnen. Eine Petition stellt keine Verpflichtung für die Behörden dar. Sie muss aber zur Kenntnis genommen und beantwortet werden.
Zudem gibt es fast überall die Möglichkeit, sich in Kommissionen, Interessenverbänden und Vereinen zu engagieren, in denen ebenfalls einiges bewirkt werden kann. Das gilt auch für Minderjährige.
Der Stadtrat von Rapperswil-Jona pflegt seit 2007 einen Austausch mit dem Stadtforum mit konsultativem (beratendem) Charakter. Dieses setzt sich aus je 3 Vertreterinnen und Vertretern der Parteien, Quartiervereine, der Gewerbeverbände, des Jugendrates und dem Rapperswil Zürichsee Tourismus zusammen. Im Sommer 2009 konnte dieser Kreis durch Vertretungen der ausländischen Bevölkerung ausgeweitet werden. Insgesamt gehören dem Stadtforum momentan über 40 Personen an; die Sitzungen finden quartalsweise statt.
Offizielle Information über die politische Tätigkeit und Geschäfte der Stadt Rapperswil-Jona finden Sie im RJ-Journal, im Stadtspiegel, im städtischen Internet und in den Tageszeitungen.
Informationen zur Bundespolitik finden Sie unter www.admin.ch und www.ch.ch.
09. Wie vielfältig ist das kulturelle Leben in der Schweiz?Nach oben
Das Schweizer Kulturleben ist geprägt durch die Mehrsprachigkeit und die geografische Lage des Landes zwischen drei bedeutenden Kulturräumen Europas – Deutschland, Frankreich und Italien. Dies führt zu einer kulturellen Vielfalt in Literatur, Kunst, Architektur, Musik und Brauchtum. Die Kultur der verschiedenen Landesteile wird dabei von den jeweils benachbarten Ländern wesentlich mitgeprägt.

Die Schweiz verfügt über ein äusserst vielfältiges und reiches Kulturleben. Zu nennen ist etwa die Literaturszene. Sie ist ausgesprochen lebendig und macht auch international von sich reden. Die Musikszene ist keineswegs nur von Jodeln und Alphornblasen bestimmt, obschon die Volksmusik besonders in ländlichen Gebieten ihren festen Platz hat. Es gibt auch zahlreiche Pop-, Klassik- und Jazzfestivals sowie Konzerte internationaler Stars.

Zwar ist der Schweizer Film international weniger bekannt. Doch wurde der Schweizer Filmproduzent Arthur Cohn mehrfach mit dem Oscar ausgezeichnet. Es gibt zudem zahlreiche Theater- und Opernaufführungen, Kunstausstellungen und Museen. Während des ganzen Jahres werden zudem zahlreiche Feste und Bräuche gefeiert.

Die DVD „Brauchtum und Traditionen in der Schweiz“ können Sie sich kostenlos im Internet ansehen:
http://www.swissworld.org/de/schweiz/ressourcen/dvd/brauchtum_und_traditionen_in_der_schweiz/
10. Was braucht es um Schweizer Bürgerin oder Bürger zu werden?Nach oben
Für Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz ist es möglich, das Schweizer Bürgerrecht zu
erwerben. Dies geschieht allerdings nicht automatisch und erfordert etliche Voraussetzungen:

  • 12 Jahre wohnhaft in der Schweiz (Jahre zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr zählen doppelt)
  • Eingliederung in die schweizerischen Verhältnisse
  • Vertraut sein mit den Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebräuchen in der Schweiz
  • Erfüllung finanzieller Verpflichtungen
  • Beachtung der schweizerischen Rechtsordnung
  • Keine Gefährdung der inneren und äusseren Sicherheit der Schweiz
  • Kenntnisse der lokalen Amtssprache
Das Einbürgerungsverfahren ist dreistufig: betroffen sind Gemeindeebene, Kantonsebene und Bundebene. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, besteht ein Anspruch auf Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung durch das Bundesamt für Migration.
In der Schweiz kennt man zudem die erleichterte Einbürgerung. Diese gilt unter bestimmten Voraussetzungen für ausländische Ehepartner von Schweizerinnen und Schweizern sowie für Kinder eines schweizerischen Elternteils, welche das Bürgerrecht noch nicht besitzen. Zuständig ist hierfür alleine der Bund.
Mehr Auskünfte erteilt:
Amt für Bürgerrecht und Zivilstand des Kantons St. Gallen
Davidstrasse 27
9001 St. Gallen
Tel.: 071 229 33 09
Fax: 071 229 35 61
10. Welche Religionen gibt es in der Schweiz? Was bedeuten die religiösen Festtage?Nach oben
Das Zusammenleben der verschiedenen Religionen gestaltet sich in der Schweiz weitgehend gut. Das Christentum – am stärksten vertreten durch die römisch-katholische und die protestantische Kirche – ist die am weitesten verbreitete Religion im Land. In den einzelnen Kantonen dominiert jeweils eine der beiden Konfessionen und geniesst zuweilen auch die Anerkennung als ‚Staatsreligion’.
Im Jahr 2000 waren rund 42 Prozent der Bevölkerung katholisch und etwa 35 Prozent protestantisch.
4,3 Prozent der Wohnbevölkerung sind Muslime, 2,2 Prozent orthodoxe und andere Christen sowie etwa ein Prozent Hindus, Buddhisten und Juden.

Hier finden Sie mehr Informationen zu verschiedenen religiösen Festtagen und Bräuchen.

In den letzten Jahren sind viele Menschen aus den Kirchen ausgetreten; andere geniessen die Freiheit, keine Religionszugehörigkeit zu deklarieren. Entsprechend hat die Zahl der Konfessionslosen deutlich zugenommen. Im Jahr 2000 lag der Anteil der Menschen ohne Konfession bereits bei 11 Prozent; heute dürfte dieser vermutlich noch grösser sein. (Quelle: Bundesamt für Statistik, Stand 2000)

Weitere Informationen zum Thema:
http://www.swissworld.org/de/bevoelkerung/religion/religioese_landschaft/
11. War die Schweiz schon immer ein Einwanderungsland?Nach oben
Die Schweiz war nicht immer ein Einwanderungsland, obwohl immer wieder Menschen aus hauptsächlich europäischen Ländern Schutz vor Krieg und politischer Verfolgung gesucht haben. 1850 betrug die ausländische Bevölkerung gerade mal drei Prozent. In der Schweiz herrschte ein Mangel an Nahrungsmitteln und es gab Hunger. Das ist der Grund, warum viele Schweizerinnen und Schweizer nach Übersee auswanderten, zum Beispiel nach Kalifornien, Kanada oder Brasilien.
Beim Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert wandelte sich die Schweiz von einem Auswanderungs- zu einem Einwanderungsland. 1915 gab es 15 Prozent Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz. Während des 1. Weltkriegs nahm ihre Zahl aufgrund einer grossen Abwanderung aber wieder ab.
Nach längerem Hin und Her trat 1934 das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG) in Kraft. Es wurde mehrfach geändert und war grundsätzlich von einer abwehrenden Haltung geprägt: Das Gesetz sollte nur erwünschte Gruppen ins Land lassen.
Im Januar 2008 trat das neue Ausländergesetz (AuG) in Kraft. Das AuG steuert in erster Linie den Zugang zum schweizerischen Arbeitsmarkt für Personen, die nicht aus der EU und der EFTA stammen.
Die Personenfreizügigkeit für Einwohner aus EU und EFTA Ländern wird separat geregelt.
Weiterführende Links zur Bevölkerung:
Bundesamt für Statistik
Swissworld
Regionale und kantonale Informationen zur Migration-Integration finden Sie beim Kanton St.Gallen www.integration.sg.ch und bei der Stimme für Migranten. Hier finden Sie eine Übersicht über die Deutschkurse.

Die Stadt Rapperswil-Jona verfügt weiter über ein <http://www.rapperswil-jona.ch/de/verwaltung/publikationen/?pubid=39176&action=info>Integrationskonzept</a>.
11. Was bedeutet Recht auf Glaubensfreiheit?Nach oben
In der Schweiz sind Kirche und Staat getrennt. Das Recht auf Glaubens-, Gewissens- und Kultusfreiheit ist in der Bundesverfassung fest verankert. Jeder Mensch hat also das Recht, frei zu entscheiden, ob er gläubig sein und welche Religion er praktizieren will oder nicht. Jeder darf seinen Glauben oder die Religion auch wechseln, seine Überzeugungen frei äussern und verbreiten. Das gilt für Einzelne genauso wie für Glaubensgemeinschaften. Zudem wird jedem das Recht zuteil, alleine oder in einer Gruppe Kulthandlungen, religiöse Praktiken oder Rituale zu vollziehen.

Diese Grundrechte können auch eingeschränkt werden, wenn zum Beispiel ein genügendes öffentliches Interesse für eine Einschränkung vorliegt oder wenn ein Gesetz dies so verlangt.
12. Gemeindeordnung der Stadt Rapperswil-JonaNach oben
Die Gemeindeordnung regelt die Organisation der politischen Gemeinde Rapperswil-Jona (Stadt genannt) sowie die Rechte und Pflichten ihrer Organe – die Bürgerschaft ist das oberste Organ der Stadt; sie äussert sich zu Sachanliegen und Wahlen. Die Stadt erfüllt die Aufgaben, die ihr durch Verfassung und Gesetz zugewiesen werden und solche, die sie im öffentlichen Interesse selber wählt.
Oberstes Organ ist die Bürgerschaft. Sie besteht aus der Gesamtheit der Stimmberechtigten. Sie berät und beschliesst an der Bürgerversammlung, sofern nicht Urnenabstimmung vorgeschrieben ist oder beschlossen wird. Sie beschließt über Erlass und Änderungen der Gemeindeordnung an der Bürgerversammlung. Die Bürgerversammlung findet in der Regel dreimal im Jahr statt.
Der Stadtrat ist das oberste Leitungs- und Verwaltungsorgan der Stadt. Er besteht aus dem Stadtpräsidenten, dem Schulpräsidenten und fünf weiteren Mitgliedern und organisiert sich in einem vernetzten Ressortsystem. Die Mitglieder des Stadtrats werden für 4 Jahre gewählt. Er erfüllt die Aufgaben, welche ihm von Gesetzes wegen zugewiesen sind und mehrere, unübertragbare Aufgaben, welche in der Gemeindeordnung namentlich genannt werden.
Die Geschäftsprüfungskommission prüft die Amtsführung des Stadtrats, des Schulrats und der Verwaltung im vergangenen Jahr, sowie den Gemeindehaushalt des vergangenen Jahres.

Auf unseren Webseiten finden Sie die Reglemente der Stadt.
12. Wie viele Ausländerinnen und Ausländer leben in der Schweiz?Nach oben
Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz lag 2009 bei 22 Prozent. Das sind rund 1,7 Millionen Menschen (Quelle: Bundesamt für Statistik, Stand 2009). Die allermeisten besitzen jedoch eine Niederlassung. Jede dritte Person in der Schweiz ist eingewandert oder hat Eltern, die eingewandert sind.

Ohne Ausländerinnen und Ausländer nähme die Wohnbevölkerung der Schweiz wegen der niedrigen Geburtenzahlen schon heute ab. Wirtschaftszweige wie das Gesundheitswesen, das Gastgewerbe, der Bausektor und auch Teile der Industrie hätten ohne die Arbeitskräfte aus dem Ausland grosse Mühe, ihre Aufgaben zu erfüllen.

Auch die Finanzierung der Sozialleistungen wie die Alters- und Hinterbliebenenversicherung AHV wäre in Gefahr, da ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jährlich mehr AHV-Beiträge bezahlen, als sie schliesslich beziehen. Migrantinnen und Migranten - sei es als Arbeitskräfte, Studenten oder als Flüchtlinge - bilden heute einen wichtigen und ernst zu nehmenden Teil der Schweizer Gesellschaft.
13. Die Schweiz als Wasserreservoir Europas?Nach oben
Mit ihren 1'500 Seen, ihren unzähligen Bächen und Flüssen sowie ihren Gletschern hat die Schweiz einen wertvollen Vorrat an Süsswasser und gilt als Wasserreservoir Europas. Der übermässige Wasserkonsum und die Klimaerwärmung, die zum Schmelzen der Gletscher führt, können die langfristige Versorgung mit sauberem Trinkwasser jedoch gefährden. Zahlreiche Projekte beschäftigen sich daher mit dem Schutz und Erhalt der bestehenden Wasserressourcen.

Die grössten Schweizer Flüsse sind der Rhein, die Aare und die Rhone. Die lokale Linth fliesst in den Zürichsee und dieser entleert sich mittels der Limmat in der Aare. Die Aare ihrerseits mündet in den Rhein, der zwei Drittel des "Schweizer" Wassers in die Nordsee trägt. Die Rhone fliesst ins Mittelmeer und der Inn ins Schwarze Meer.
13. SteuernNach oben
Jede Person, die in der Schweiz wohnt, arbeitet oder einkauft, kann in der Schweiz steuerpflichtig werden. Die Steuer ist eine öffentliche Abgabe und bildet die wichtigste Einnahmequelle für den Staat zur Deckung der öffentlichen Ausgaben.
Es gibt in der Schweiz eine ganze Reihe unterschiedlicher Steuern.
Die wichtigsten Steuern für den Staat sind die sogenannten direkten Steuern, nämlich die Einkommensteuer, Vermögensteuer, Gewinnsteuer und Kapitalsteuer.
Zu den indirekten Steuern zählen die Mehrwertsteuer, Tabaksteuer, Hundesteuer, kantonale Motorfahrzeugsteuer, Lotteriesteuer und andere.
Je nach Steuerart wird sie auf Bundes- Kantons- und Gemeindeebene, oder nur auf einer Ebene erhoben.Das Schweizerische Steuersystem
14. Gibt es in der Schweiz gute Hochschulen?Nach oben
Die Schweiz gilt als international anerkannter Forschungsplatz. Verschiedene Forschungsinstitute wie die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH/EPF) in Zürich und Lausanne sowie die Universitäten in zehn Schweizer Städten geniessen einen guten Ruf und werden von vielen internationalen Wissenschaftlern als Arbeitsplatz ausgewählt. Von globaler Bedeutung sind auch das Europäische Laboratorium für Teilchenphysik (CERN) bei Genf und das Europalabor des amerikanischen High-Tech-Konzerns IBM bei Zürich.

In der Chemie, Physik und Medizin brachte die Schweiz zahlreiche erfolgreiche Wissenschaftler hervor. Seit 1975 erhielten nicht weniger als sieben Schweizer Forscher in diesen Bereichen einen Nobelpreis. – Der berühmteste Schweizer Nobelpreisträger ist wohl Albert Einstein, der Begründer der Relativitätstheorie.

Im Rahmen der Europäischen Weltraumagentur ESA (European Space Agency) beteiligt sich die Schweiz auch aktiv an der Erforschung des Weltalls. Weltraumforschung wird an den Universitäten und Eidgenössischen Technischen Hochschulen betrieben. Ebenso befinden sich einige internationale Einrichtungen der Weltraumforschung in der Schweiz.
15. Was ist nun typisch "schweizerisch"?Nach oben
Die Schokolade, der Käse, die Uhren und das Schweizer Sackmesser sind wohl die berühmtesten Wahrzeichen der Schweiz. Ebenso bekannt sind die die Schweizer Banken, die ihr den Ruf eines reichen Landes eintragen. Sind das die typisch schweizerischen Merkmale?
Geprägt durch ihre vielfältige und föderalistische Struktur ist es schwierig, eigentümliche Merkmale des „Schweizerischen" zu finden. Ausser dem Rätoromanischen ist keine der vier Landessprachen eigentlich "schweizerisch": Die französisch-, italienisch- und deutschsprachige Schweiz unterscheiden sich nebst der Sprache auch in den Lebensgewohnheiten, Einstellungen und Mentalitäten. Ebenso kennen die Sprachgebiete unterschiedliche Traditionen und Essgewohnheiten. Zu den bekanntesten Traditionen der Schweiz zählen sicher das Jodeln, Alphornblasen oder das Schwingen – eine urchig-moderne Sportart, die sich auf dem Land grosser Beliebtheit erfreut.

Schweizerinnen und Schweizer haben oft selbst Mühe zu beschreiben, was sie - ausser der Nationalität - mit ihren Landsleuten aus den anderen Sprachregionen verbindet. In diesem Zusammenhang wird oft von der so genannten Willensnation gesprochen: die Schweizerinnen und Schweizer bilden freiwillig eine Einheit, ohne einheitlich zu sein.
http://www.swissinfo.ch/ger/multimedia/fotogalerie.html?siteSect=15075&sid=8836998
16. Was heisst Gleichstellung von Mann und Frau?Nach oben
Seit 1981 ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der schweizerischen Verfassung verankert. 1988 wurde ein Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann eingerichtet. Im Juli 1996 ist das Gleichstellungsgesetz in Kraft, welches insbesondere jegliche Form der Diskriminierung im Bereich der Erwerbsarbeit verbietet. Das Diskriminierungsverbot gilt für alle Bereiche des Erwerbslebens, d.h. für die Anstellung, den Lohn, die Beförderung, die Weiterbildung oder die Kündigung. Diskriminierungen aufgrund des Zivilstandes, der familiären Situation oder einer Schwangerschaft sind ebenfalls verboten.

Gleichstellung soll über die rein rechtliche Chancengleichheit hinausgehen und auch gesellschaftliche oder kulturelle Aspekte der Ungleichheit berücksichtigen. Der Begriff steht zudem für eine gewisse Ausgeglichenheit der Aufgabenverteilung zwischen beiden Geschlechtern. Das Gleichstellungsgesetz ermöglicht es Frauen und Männern, sich gegen direkte und indirekte Diskriminierungen zu wehren – in der Familie, im Erwerbsleben oder bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.
http://www.ebg.admin.ch/themen/00008/index.html?lang=de
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05.html
http://www.gleichstellung.ch/
http://www.humanrights.ch/home/de/Schweiz/Inneres/Frau-Mann/Gleichstellung/content.html
http://demokratie.geschichte-schweiz.ch/frauenrechte-emanzipation.html
17. Welchem Grundsatz folgt das Eherecht?Nach oben
Das schweizerische Eherecht ist seit 1988 nach dem Grundsatz der Gleichberechtigung von Frau und Mann aufgebaut. Laut Gesetz hat derjenige Ehegatte, der den Haushalt besorgt, die Kinder betreut oder dem anderen in Beruf oder Gewerbe hilft, Anspruch auf «einen angemessenen Betrag zur freien Verfügung» aus dem Einkommen oder Vermögen des anderen Ehegatten.
Mehr Informationen dazu finden Sie in Artikel 90 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) auf der Webseite des Bundesamts für Justiz.
01. Was heisst sexuelle Gesundheit?Nach oben
Über Sexualität nachzudenken und zu sprechen, geschieht oft sehr unterschiedlich und es gibt in verschiedenen Regionen und Generationen ganz verschiedene Gewohnheiten dazu. Fest steht, dass Sexualität ebenfalls ein Bestandteil von Gesundheit ist.

Weder Angst und Scham noch Schuldgefühle: Es geht darum, sich in einer Beziehung auch sexuell wohl zu fühlen. Den eigenen Körper und die eigenen Wünsche zu kennen, ist eine Voraussetzung dafür. Dazu gehört auch der Respekt gegenüber der Partnerin oder dem Partner. Das nötige Wissen über den Körper und dessen Funktionsweise (und allenfalls die damit verbundenen Gefühle) ist in den meisten Lehrplänen der Schweizer Schulen festgehalten. Es gehört also fast allerorts zum Pflicht-Unterrichtsstoff.
01. Was tun im Notfall?Nach oben
Bei ‚kleinen Notfällen’ wie einfache Schnittverletzungen und ähnliches sollte der Hausarzt aufgesucht werden.
Als eigentlicher Notfall bezeichnen wir jene Situationen, in denen eine Gefahr für den Körper und das Leben eines Patienten besteht. Im Mittelpunkt steht die Erste Hilfe. Dabei geht es um die Sicherstellung der wichtigen Körperfunktionen, nämlich das Bewusstsein, die Atmung und den Kreislauf.

Bei einem Notfall ist es wichtig, dass Sie ruhig und überlegt handeln. Verschaffen Sie sich zuerst eine Übersicht über die Gefahrensituation. Sprechen Sie die Betroffenen an, sichern Sie die Unfallstelle und evakuieren Sie Personen nur, falls weitere Gefahren drohen. Rufen Sie die Rettungskräfte und geben Sie strukturiert und besonnen Antwort. Brechen Sie das Gespräch erst ab, nachdem Ihnen das okay dafür gegeben wurde.
Am schnellsten rufen Sie den Rettungsdienst und den Krankenwagen (Achtung, nicht alle Krankenkassen zahlen den Transport oder sie zahlen nur bei Anweisung durch den Arzt) über die Telefonnummer 144. Falls Sie in den Bergen oder im Ausland sind, kann auch die Schweizerische Rettungsflugwacht, Rega unter 1414, helfen.

Falls Sie im Ausland einen Unfall haben oder schwer krank sind, entscheiden die Rega-Ärzte, wie und wann Sie in die Schweiz zurückgeführt werden. Falls sie im Ausland verunfallen, können Sie die Rega unter +41 333 333 333 erreichen.

Wer durch eine Gewalttat in seiner körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist, hat Anspruch auf Opferhilfe.
01. Wie funktioniert eine Krankenkasse?Nach oben
In der Schweiz ist die Anmeldung bei einer Krankenkasse für alle Einwohnerinnen und Einwohner (Einheimische und Ausländer mit Aufenthaltsberechtigung; respektive ab 3 Monaten Aufenthalt) obligatorisch (also zwingend). Die Krankenkasse muss Sie in die Grundversicherung aufnehmen. Es gibt aber keine staatliche Krankenkasse, sondern nur private Unternehmen. Die Auswahl der Krankenkasse und die Höhe der Prämie hängen von Ihrer Wahl der Versicherungsleistungen und der Kasse ab. Informieren Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber oder in der Nachbarschaft.
Sie zahlen jeden Monat oder halbjährlich einen bestimmten Betrag (Prämie). Falls Sie krankheitshalber oder für eine Untersuchung einen Arzt aufsuchen oder in ein Spital gehen müssen, werden diese Kosten von Ihrer Krankenkasse je nach Wahl der Franchise (nicht gedeckter Grundbetrag) und nach der Behandlung vollständig oder teilweise übernommen.
Nach Ihrem Arztbesuch erhalten Sie von der Praxis eine Rechnung, die Sie einzahlen. Anschliessend schicken Sie das Original dieser Rechnung an die Krankenkasse (Machen Sie sich für Ihre eigene Kontrolle am besten vorher eine Kopie!). Sie erhalten dann – sofern der Betrag die Franchise übersteigt – 90 Prozent davon auf das von Ihnen angegebene Bank- oder Postkonto vergütet (Wenn Sie zum Beispiel eine Franchise von Fr. 500.- haben und Ihre erste Rechnung beträgt Fr. 250.-; dann müssen Sie diese Kosten noch selber tragen. Erst wenn Ihre Rechnungen höher sind als Fr. 500.- erhalten Sie eine Rückerstattung von der Krankenkasse.).
Tipp: Um finanzielle Engpässe zu vermeiden, schicken Sie der Krankenkasse die Rechnung sofort zu. Oft erhalten Sie die Kosten von der Krankenkasse zurückerstattet, bevor die Zahlungsfrist der Arztrechnung abgelaufen ist.
Die Spitalrechnung wird entweder Ihrer Krankenkasse, Ihrer Versicherung oder Ihnen nach Hause zugestellt. Das ist abhängig von Ihrer Versicherungsdeckung und Ihrer gewählten Zimmerkategorie im Spital. Bei einem Aufenthalt in der Allgemeinen Abteilung (Mehrbettzimmer) wird die Rechnung in der Regel vollständig und direkt von der Krankenkasse/Krankenversicherung bezahlt.
01. Wie kann ich mich gesund ernähren?Nach oben
„An apple a day keeps the doctor away“. Das englische Sprichwort sagt es: Wer jeden Tag einen Apfel isst, erspart sich den Arztbesuch. Mit gesunder Ernährung kann man sein Immunsystem stärken und wird dadurch weniger anfällig für Krankheiten. Eine ausgewogene Ernährung trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Gerade Kinder spüren, dass sich auch ihre Leistungsfähigkeit erhöht. Es lohnt sich also so oder so, ein paar Ernährungstipps zu beachten.
Den ganzen Tag viel trinken: Pro Tag 1–2 Liter Flüssigkeit sind ideal. Wasser ist nach dem Sauerstoff das zweitwichtigste Element für Ihren Körper. Es hilft, strahlend schöne Haut und Haare zu behalten. Wasser unterstützt die Verdauung, Aufnahme und Ausscheidung der Nahrung, in dem es Ihrem Körper hilft, Giftstoffe auszuscheiden. Stört einen der fehlende Eigengeschmack bei Wasser, so kann es durch eine Scheibe Zitrone verfeinert werden. Mineralwasser oder Früchte- und Kräutertees sind auch geeignet, sie sollten aber keinen Zucker enthalten. Getränke mit Koffein (also Kaffee und schwarzer/grüner Tee) sollten Sie nicht zu viel trinken.
Täglich 5 Portionen Gemüse und Früchte essen: Pro Tag sind 3 Portionen Gemüse sinnvoll, davon mindestens einmal roh. Zusätzlich sind 2 Portionen Früchte sehr gesund. Zwei Deziliter ungezuckerter Frucht- oder Gemüsesaft ersetzen eine Tagesportion. Saisongerechte Früchte und Gemüse sind frischer, haben einen höheren Vitamingehalt und sind dadurch gesünder. Durch den saisongerechten Kauf sorgen Sie ausserdem das ganze Jahr für Abwechslung.
  1. Zu jeder Hauptmahlzeit Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte, andere Getreideprodukte und Kartoffeln.
  2. Täglich genügend Milch, Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier: Pro Tag können Sie abwechslungsweise 1 Portion Fleisch, Fisch, Eier, Käse oder andere Eiweissquellen (zum Beispiel Tofu oder Quorn) essen. Pro Tag können Sie zusätzlich 3 Portionen Milch oder Milchprodukte verzehren, bevorzugen Sie aber fettreduzierte Varianten (1 Portion = 2 dl Milch oder 150 –180 g Jogurt oder 200 g Quark/Hüttenkäse oder 30 – 60 g Käse). Statt Fleisch können auch Hülsenfrüchte verwendet werden. Sie liefern lebensnotwendige Nährstoffe wie Eiweiß, Kohlenhydrate, Mineralien, Ballaststoffen und Thiamin (Vitamin B1).
  3. Täglich mit Mass Öle, Fette und Nüsse: Hochwertige pflanzliche Öle sind zum Beispiel Raps- und Olivenöl. Darüber hinaus sind einige Hülsenfrüchte wie Erdnüsse und Sojabohnen reich an Fett. Aus ihnen können Pflanzenöle mit hohen Anteilen an essentiellen Fettsäuren gewonnen werden.
  4. Massvoll und mit Genuss: Süssigkeiten, salzige Knabbereien und energiereiche Getränke. Bei Kindern, die zu viel Süßes essen, kommen häufig wertvolle Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Kartoffeln und Gemüse zu kurz. Kinder müssen lernen, ihr eigenes Maß zu finden. Kinder sollten pro Tag nicht mehr als 150 bis 200 Kalorien in Form von Zucker verzehren.
  5. Man sollte bewusst einkaufen gehen. Eine Einkaufsliste wäre vielleicht hilfreich.
  6. Falls man nicht auf alle Nahrungsmittel achten kann, sollte man Nahrungsergänzung in Betracht ziehen. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt das Körpersystem und hilft ihm, Krankheiten zu bewältigen oder abzuwenden.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.familienleben.ch/ernahrung/
Mehrsprachige Informationen auch bei
Miges Plus
02. Gesunder Znüni, gesunde ZwischenverpflegungNach oben
Die gesunde und ausgewogene Zwischenverpflegung:
• Ist fettarm und ausgewogen
• Bevorzugt regionale und saisonale Angebote
• Wird hygienisch zubereitet
• Wird in einer umweltfreundlichen Verpackung mitgenommen
• Enthält möglichst wenig Zusatzstoffe (Farben, etc. stehen im Verdacht Allergien, Aggression und Hyperaktivität zu fördern).

Weitere Informationen finden Sie unter:
Migesplus (mehrsprachige Znünitipps)
Mehrsprachige Znüniflyer Kanton Graubünden
Kinder im Gleichgewicht - gut, gesund und günstig essen
02. Wer und was ist in einer Krankenkasse versichert?Nach oben
Um eine Krankenkasse auszuwählen, finden Sie unter www.comparis.ch ein Verzeichnis und einen Preisvergleich, denn jede Krankenkasse hat andere Preise für ihre Dienstleistungen. Das bezieht sich auf die Grundversicherung. Die Mindestleistungen dieser Grundversicherung sind gesetzlich geregelt. Jede Kasse muss jede Einwohnerin und jeden Einwohner der Schweiz in die Grundversicherung aufnehmen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand.
Darüber hinaus können Sie Zusatzleistungen wählen. Dafür müssen Sie allerdings pro Monat höhere Beträge (Prämien) bezahlen. Die Krankenkassen unterscheiden sich stark bei den Leistungen, die sie anbieten. Welche Zusatzleistungen und welche Prämien Sie wählen, entscheiden Sie selbst. Für die Zusatzversicherungen muss ein Antrag an die Kasse gestellt werden. Im Gegensatz zur Grundversicherung hat hier die Kasse auch die Möglichkeit, Ihnen die Versicherung zu verweigern, falls sie Ihr ‚Gesundheitsrisiko’ als ‚zu hoch’ einstufen sollte. Sind Sie erstmals chronisch krank, so wird Ihnen deshalb der Zugang zu Zusatzleistungen praktisch unmöglich!

Bei der Grundversicherung können Sie jeweils auf Mitte und Ende Jahr Änderungen vornehmen oder die Krankenkasse wechseln. Bei den Zusatzversicherungen gelten andere Regeln. Beachten Sie jeweils die Kündigungsfristen der Versicherungen. Falls Sie beim Abschliessen von solchen Verträgen wenig Erfahrung haben, lassen Sie sich am besten von einer Fachperson beraten.
Mehr Informationen zur Krankenversicherung finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit. Hier finden Sie auch ein Verzeichnis der zugelassenen Krankenversicherer.
02. Wie kann ich mich gegen Krankheiten schützen, die beim Sex übertragen werden?Nach oben
„Mit mir nur mit!“ Dieser Slogan hat vor einiger Zeit aufgerufen, bei sexuellen Kontakten Kondome zu benutzen. Körperliche Gesundheit beim Sex können Sie nur bewahren, wenn entweder beide Partner vorher auf Krankheiten ärztlich untersucht worden sind oder wenn Kondome, auch Präservative genannt, benutzt werden. Andernfalls ist das Risiko sich beim Sex mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken hoch.

Für Frauen empfiehlt sich, dass sie sich mindestens einmal im Jahr vorsorglich von einem Gynäkologen oder einer Gynäkologin (Frauenarzt) untersuchen lassen. Denn einige Krankheiten (zum Beispiel Gebärmutterkrebs) können schon einige Jahre vor dem eigentlichen Ausbruch diagnostiziert werden. Auch bezüglich Brustkrebs-Vorsorge ist es ratsam, sich ab Anfang 30 regelmässig untersuchen zu lassen. Zusätzlich können Sie lernen, wie Sie sich selbst untersuchen.
Frauen und Männer können sich bei spezifischen Fragen zur Sexualität auch an einen Facharzt oder eine Fachärztin wenden. Weiter können sie sich bei einer Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität melden.
Männer können sich bei spezifisch sexuellen Fragen und Problemen an einen Urologen wenden. Spätestens ab dem 50. Lebensjahr empfiehlt sich ausserdem eine jährliche Prostatauntersuchung.
02. Wie lauten die wichtigsten Notfall-Nummern?Nach oben
  • Sanitätsnotruf 144 (oder 112)
  • Feuerwehr 118
  • Polizei-Notruf 117
  • Die Dargebotene Hand 143. Die Dargebotene Hand ist rund um die Uhr eine erste Anlaufstelle nicht nur für Menschen in schwierigen Lebenslagen, sondern auch für solche mit alltäglichen Sorgen – unabhängig von Alter, kultureller oder konfessioneller Zugehörigkeit.
  • Kinder- und Jugendnotruf 071 243 77 77. Der Kinder- und Jugendnotruf des Kinderschutzzentrums St.Gallen ist eine Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche, die sich in einer belastenden Situation oder einer Krise befinden.
  • Telefonhilfe für Kinder und Jugendliche 147. Beratungsangebot der Pro Juventute Schweiz
  • Elternberatung 071 243 78 78. Das Beratungsangebot richtet sich an Eltern und Erziehende von Kindern im Alter von 0-6 Jahren aus dem Kanton St.Gallen.
  • Opferhilfe 071 227 11 00. Bei Gewalttaten mit körperlicher, psychischer oder sexueller Verletzung der Integrität.

  • Toxikologischer Notfalldienst 145. Das Tox-Zentrum gibt rund um die Uhr (24 Stunden) gratis ärztliche Auskunft bei Vergiftungsfällen und Vergiftungsverdacht.
  • Rega Schweiz: 1414; Rega Ausland: +41 333 333 333
Weitere Notrufnummern finden Sie auf unserer Webseite.
03. Sexuell übertragbare KrankheitenNach oben
Durch körperlichen Kontakt und Sex können ohne Schutz verschiedene Krankheiten übertragen werden. Eine Liste mit möglichen Krankheiten finden Sie bei www.aids.ch. Darin finden Sie auch Angaben, wie Sie sich schützen können.

Die meisten Krankheiten sind mit der entsprechenden Behandlung heilbar, wobei die Früherkennung eine wichtige Rolle spielt. Unbehandelte Krankheiten (wie Hepatitis) können schwere Schäden verursachen. Krankheiten wie Herpes bleiben im Körper, nehmen aber mit der Zeit ab.
Es gibt eine grosse Ausnahme: AIDS. Das Wort «Aids» steht für die englische Bezeichnung «Acquired Immunodeficiency Syndrome», zu deutsch «Erworbenes Immunschwächesyndrom». Bei einer Immunschwäche ist die Abwehrfähigkeit des Körpers gegenüber Krankheitserregern vermindert. Eine fortgeschrittene Immunschwäche kann zu verschiedenen schweren Erkrankungen und zum Tod führen. Medikamente bremsen lediglich den Verlauf von Aids.
Ursache für Aids ist eine Infektion mit dem HI-Virus («Human Immunodeficiency Virus», zu deutsch: «Menschliches Immunschwäche-Virus»). Nach einer Ansteckung mit dem HI-Virus dauert es manchmal Jahre, bis Aids ausbricht, weshalb die Krankheit lange unentdeckt bleiben kann. In der Schweiz sind rund 22’000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert, und jährlich stecken sich neue an. Grundsätzlich wird der HI-Virus durch Blut oder Spermien- und Scheidenflüssigkeit weitergegeben:
Mehr Informationen finden Sie unter: www.aids.ch.
Unter www.migesplus.ch können Sie viele nützliche Broschüren zum Thema Gesundheit gratis bestellen. Die Dokumente sind mehrsprachig.
03. Was genau ist ein Hausarzt/eine Hausärztin? Was darf er/sie?Nach oben
Wenn Sie Hilfe brauchen, wenden Sie sich in der Regel als erstes an einen Allgemeinmediziner. Der Allgemeinmediziner ist kein Spezialist. Es sind die Ärzte, die als Hausärzte arbeiten. Im Telefonbuch finden Sie alle praktizierenden Ärzte der Stadt aufgeführt. Meistens sind sie nach Fachgebieten aufgelistet. Neben den Allgemeinmedizinern finden Sie auch Fachärzte, etwa Augenärzte, Hautärzte, Kinderärzte, etc.

Wenn Sie in eine neue Stadt ziehen, ist es ratsam, sich einen Hausarzt zu suchen. Ein Hausarzt ist ein Allgemeinmediziner, den Sie aufsuchen, wenn Sie krank sind. Durch die regelmässigen Besuche kann der Arzt Ihre Krankheitsgeschichte aufnehmen und Sie optimal beraten. Falls notwendig, kann er Sie auch an einen Facharzt weiterleiten. Viele Krankenkassen gewähren einen Rabatt, wenn sie einen Hausarzt haben, den Sie zuerst konsultieren.
Hausärzte haben Sprechstunden eingerichtet, in denen sie ihre Patienten und Patientinnen behandeln. Bevor Sie den Arzt aufsuchen, melden Sie sich vorher telefonisch an - ausser es handelt sich um einen Notfall. Ein Arztbesuch ist nicht nur bei akuten Schmerzen sinnvoll. Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen sind nützlich. Das gilt vor allem bei Kleinkindern, bei der Zahnpflege und für die Vorsorge bei Männern und Frauen ab 35 Jahren.

Tipp: Oft haben Hausärzte einen Patientenstopp eingeleitet. Das bedeutet, dass sie bereits zu viele Patienten und Patientinnen haben und keine neuen aufnehmen können. Für Sie ist es deshalb wichtig, dass Sie früh einen Arzt suchen und nicht erst im Falle einer Krankheit. Sie könnten dann Mühe haben, eine Fachperson zu finden.
Der Arzt oder die Ärztin untersucht Ihr Leiden und Ihr Anliegen. Er kann Sie auch an einen Facharzt (Spezialisten) oder ins Krankenhaus weiter weisen. Falls Sie genau wissen, woran Sie erkrankt sind, können Sie sich auch direkt an einen Facharzt wenden, wenn es Ihnen die Grundversicherung Ihrer Krankenkasse nicht verunmöglicht.

Viele Medikamente sind rezeptpflichtig. Das bedeutet, dass Sie diese Medikamente nur kaufen können, wenn Sie von einer Ärztin oder einem Arzt verschrieben worden sind.
Jeder Mediziner muss Ihre Informationen vertraulich behandeln. Eine Verletzung der Schweigepflicht ist strafbar. Das ist wichtig für Sie: Niemand kann Ihre Informationen ohne Ihre Einwilligung weitergeben.
03. Was kostet die Krankenkasse?Nach oben
Die Krankenkassen verlangen unterschiedlich hohe Beiträge für ihre Dienstleistungen. Die Prämie, die Sie monatlich oder halbjährlich zahlen, ist von folgenden Faktoren abhängig:
  • Der gewählten Krankenkasse: Die Krankenkassen stehen zueinander im Wettbewerb und haben unterschiedliche Prämien. Dies gilt für die Grundversicherung, deren Leistungen gesetzlich festgelegt sind. Gross ist der Wettbewerb vor allem bei den Zusatzversicherungen.
  • Ihrem Wohnort: Die Prämien sind je nach Kanton und Ort unterschiedlich. Wenn Sie umziehen, kann ein Wechsel der Krankenkasse finanziell lohnenswert sein.
  • Dem gewählten Versicherungsmodell: Es gibt verschiedene Versicherungsmodelle. Wer auf die freie Arztwahl verzichtet und z.B. zuerst zum Hausarzt geht oder sich telefonisch beraten lässt, bezahlt eine kleinere Prämie. Die alternativen Versicherungsmodelle sind je nach Kasse unterschiedlich.
  • Der gewählten Franchise: Den Selbstbehalt, also den Betrag, den Sie zuerst selber an die Arztkosten zahlen müssen, bezeichnet man als Franchise (ausgesprochen „Fronschiis“). Die minimale Franchise beträgt für Erwachsene ab 19 Jahren 300 Franken. Bei Kindern unter 18 Jahren gibt es keine obligatorische Franchise. Wenn Sie eine höhere Franchise wählen (also beim ersten Arztbesuch pro Jahr höhere Kosten selber bezahlen), erhalten Sie eine tiefere Prämie. Wenn Sie in einem Jahr wenig krank sind und kaum zum Arzt gehen, bezahlen Sie auf diese Weise insgesamt weniger. Sie haben aber ein höheres Risiko, bei einer Krankheit mehr (und mehr auf einmal) zu bezahlen als bei einer tieferen Franchise. Bei gewissen Leistungen, z.B. Mutterschaft und Geburt, fällt für die üblichen Leistungen kein Selbstbehalt an. Diese Kosten werden von Anfang an voll von der Krankenkasse übernommen.
  • Ihrem Einkommen: Wenn das Jahreseinkommen von einem Haushalt einen bestimmten Betrag unterschreitet, haben Sie Anspruch auf die so genannte Prämienverbilligung. Der Kanton übernimmt dann einen Teil der Kosten Ihrer Krankenkasse. Hierfür müssen Sie die örtlichen Unterlagen ausfüllen und die Frist zur Einreichung des Antrags für Prämienverbilligung beachten. Beachten Sie, dass die Grenzen für das Jahreseinkommen von Kanton zu Kanton unterschiedlich hoch sind. Es lohnt sich, wenn Sie das abklären, weil Sie auf diese Weise Kosten sparen können.
03. Wieviel Bewegung pro Tag ist gesund?Nach oben
Neben der Ernährung trägt auch regelmässige Bewegung zum Wohlbefinden bei. Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil eines aktiven, gesunden Lebensstils jeden Alters. Sport und die richtigen Nährstoffe zusammen unterstützen die Fitness und den Muskelaufbau. Wussten Sie: Je mehr Muskeln Sie haben, desto höher ist Ihr Grundumsatz, d.h. es werden mehr Kalorien verbrannt. Es genügt schon, wenn sich Erwachsene täglich mindestens 30 Minuten bewegen. Das heisst, Sie sollten etwas schneller atmen müssen, aber nicht unbedingt schwitzen.
Dazu eignen sich zum Beispiel Treppen steigen, Velo fahren oder im Garten arbeiten. (Die 30 Minuten lassen sich auch aufteilen in 3 x 10 Minuten pro Tag.)
Tipps für Sie:
  • Gehen Sie 1,5 km in 20 Minuten. Sie verbrauchen hierbei genau so viele Kalorien wie wenn Sie dieselbe Strecke in 10 Minuten gelaufen wären.
  • Parkieren Sie Ihr Auto ein Stück vor Ihrem Ziel, so dass Sie zu Fuss gehen müssen.
  • Laufen Sie zum Bus oder noch besser, gehen Sie immer öfter zu Fuss.
  • Nehmen Sie die Treppe statt den Lift.
  • Lassen Sie Stress und Ärger nicht an sich heran – merken Sie, wie Ihre Stimmung sich hebt.
Eine gute Möglichkeit zur Bewegung bieten die so genannten Vita Parcours. Das sind 2-3 km lange Wege im Wald mit Gymnastikübungen. Alle können den Vita Parcours machen, egal ob Anfänger oder geübte Sportlerin.
Hier ein Tipp, der auch Ihren Kindern Spass machen kann: Radfahren, Schwimmen, sich draussen austoben und andere Bewegungsarten helfen ebenfalls dabei, dass Ihr Kind mit viel Spass gesund und fit bleibt. Auch Kinder sollten sich mindestens 1 Stunde pro Tag bewegen. Neben Spielen und Schulsport gibt es die Möglichkeit, in Vereinen Sport zu treiben oder in den Ferien ein Sportlager zu besuchen.
Kleine Kinder sollten sich ebenfalls bewegen und viel Zeit an der frischen Luft verbringen. Tipps dazu finden Sie zum Beispiel bei Miges Plus. Diese Unterlagen können Sie in verschiedenen Sprachen herunterladen.
Auch bei Migesplus  finden Sie mehrsprachige, nützliche Tipps:
• fachliche Unterstützung und Begleitung in der Planung und Produktion von Informationsmaterialien im Bereich Migration und Gesundheit.
• Vermittlung von kompetenten Übersetzerinnen und Übersetzern sowie Lektorinnen und Lektoren im Bereich Migration und Gesundheit.
• Plattform für Institutionen, die ihre mehrsprachigen Broschüren dem Zielpublikum zugänglich machen möchten.
04. Was kann ich tun, wenn es mit dem Sex nicht klappt?Nach oben
Die meisten Personen sprechen nicht gerne darüber, aber es ist trotzdem eine Realität: zirka 20 Prozent aller Männer ab dem 40. Lebensjahr leiden an Potenzstörungen. Es ist normal (und nicht etwa beschämend), dass ab einem bestimmten Alter die Hormonproduktion abnimmt. Dadurch kann die Erregung beim Mann abflachen. Es existieren verschiedene Behandlungsmethoden, die Sie mit einem Urologen oder auf der Beratungsstelle Familienplanung besprechen können.
Auch Frauen können Probleme beim sexuellen Verkehr haben. Erregungsmangel, Lustlosigkeit oder Schmerzen werden häufig genannt. Dahinter kann sich eine medizinische Ursache verbergen oder es kann mit emotionalen oder psychischen Schwierigkeiten verbunden sein. Ein Frauenarzt (Gynäkologie) oder die Beratungsstelle für Familienplanung können weiterhelfen.
04. Wer und was ist bei einer Unfallversicherung versichert?Nach oben
Alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind gegen Unfall versichert.
  • Personen, die 8 Stunden oder mehr pro Woche bei einem Arbeitgeber beschäftigt sind, sind sowohl gegen Berufsunfälle als auch gegen so genannte Nichtberufsunfälle (Unfälle auf dem Arbeitsweg und in der Freizeit) versichert.
  • Personen, die weniger als 8 Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber beschäftigt sind, sind gegen Berufsunfälle sowie gegen Unfälle auf dem Arbeitsweg versichert. Für Unfälle in der Freizeit (z.B. im Haushalt) müssen Sie eine Unfallversicherung bei der Krankenkasse abschliessen.
  • Arbeitslose Personen sind obligatorisch versichert.
Nicht versichert sind nicht erwerbstätige Personen, z.B.
  • Hausfrauen und -männer
  • Kinder
  • Studentinnen und Studenten
  • Rentnerinnen und Rentner.
Diese Personen müssen eine Unfallversicherung bei der Krankenkasse abschliessen. Der Abschluss dieser Versicherung ist obligatorisch. Die Unfallversicherung übernimmt die Kosten für die ärztliche Behandlung nach einem Unfall. Ausserdem bezahlt sie bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit ein Taggeld (Lohnersatz) bzw. Rentenleistungen bei dauernder Erwerbsunfähigkeit und im Todesfall.
04. Wie berechne ich mein normales Körpergewicht?Nach oben
Ein normales Körpergewicht ist von grosser Bedeutung, da es vor Krankheiten schützt wie Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem kann sich Übergewicht auch auf das soziale Umfeld auswirken: Übergewichtige Menschen leiden oft daran, von andern nicht akzeptiert und ausgeschlossen zu werden. Viel Bewegung kann dazu beitragen, dass das bei Ihren Kindern nicht zutrifft.
Ein viel verwendetes Mass zur Beurteilung des Körpergewichts ist der so genannte Body Mass Index (BMI). Dieser berechnet sich wie folgt:
BMI = Körpergewicht in Kilogramm/(Körpergröße in Meter)2

Der 'Normal-BMI' liegt bei Frauen zwischen 19 und 24, bei Männern zwischen 20 und 25. Bei Männern und Frauen ab 65 Jahren gilt ein BMI zwischen 24 und 29 als normal! Der BMI hängt auch von anderen Faktoren abhängt, wie z.B. der Muskelmasse und der Gesamtkonstitution.
Für Kinder gilt eine Formel, die auch Alter und Geschlecht berücksichtigt. Unter Gesundheitsförderung.ch kann man auch den BMI für Kinder berechnen.
04. Wie finde ich in Rapperswil-Jona einen Arzt oder eine Ärztin?Nach oben
Im Normalfall suchen Sie sich einen Hausarzt (Allgemeinmediziner) und kontaktieren diesen bei Bedarf.
In dringenden Fällen können Sie selbstverständlich zu einem Notfall-Arzt gehen (Notfallnummer falls der Hausarzt nicht erreichbar ist: 0848144111) oder zur Permanence, also zu einer Notfallklinik. Die Kosten sind manchmal jedoch höher und auch die Wartezeiten können beträchtlich sein.
Einige Krankenkassen betreiben eine telefonische Auskunftsstelle, welche Sie im Krankheitsfall berät. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Kasse, ob eine solche Linie besteht.

Ärzteverzeichnisse finden Sie unter:
05. Was kann ich gegen Übergewicht tun?Nach oben
Wenn Sie unter Über- oder Untergewicht leiden, sollten Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten überprüfen (siehe ausgewogene Ernährung). Um Hilfe können sie zum Beispiel bei der Apotheke oder Drogerie in Ihrer Nähe bitten. Auch bei Hausärzten liegen oft Informationsbroschüren über verschiedene Themen auf, unter anderem auch zu gesunder Ernährung und Übergewicht. Sie können den Arzt natürlich auch direkt auf dieses Problem ansprechen. Teilweise bieten auch die Kantonsspitäler Ernährungsberatung an oder leiten Sie an entsprechende Stellen weiter. Erkundigen Sie sich, ob die Krankenkasse die Kosten dieser Beratung übernimmt.
Tipp: Weniger sitzende Tätigkeit, gesteigerte körperliche Aktivität und das Verbrennen von mehr Kalorien, als Sie aufnehmen, sind die Schlüsselelemente zur Gewichtskontrolle bei Übergewicht.
Für die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern gibt es spezielle Beratungen, Kurse und Broschüren (Tipps für Eltern im Bereich Ernährung und Bewegung in div. Sprachen).
Weiterführende Informationen finden Sie auch bei der Schweizerischen Adipositas-Stiftung und bei Kinder im Gleichgewicht
05. Welche Angebote gibt es für Kinder?Nach oben
Im Vorschulalter empfiehlt sich ein Besuch beim Kinderarzt oder Ihrem Hausarzt. Dieser kann Sie auch über die empfohlenen Impfungen informieren und diese, auf Wunsch, vornehmen.
Für Schülerinnen und Schüler der Volksschule gibt es einige spezielle Angebote:

  • In einer Schulgemeinde hat es in der Regel einen Schularzt-Dienst. Kinder und Jugendliche werden in regelmässigen Abständen vom Schularzt oder von der Schulärztin untersucht und geimpft. Damit können gesundheitliche Störungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Siehe dazu auch Schularzt.
  • Schulzahnarzt bzw. Schulzahnpflege: Wie beim schulärztlichen Dienst werden die Zähne der Kinder einmal jährlich von einem Zahnarzt oder einer Zahnärztin untersucht. Siehe dazu auch Schulzahnarzt. In der Schweiz kommt auch der Zahnpflegedienst in den Klassen vorbei und zeigt den Kindern im Unterricht, wie man die Zähne sorgfältig putzt.
  • Schulpsychologischer Dienst: Diese Einrichtung kann bei schulischen, psychischen und erzieherischen Problemen Ihres Kindes beigezogen werden. Die Beratungen sind kostenlos.
Natürlich gibt es auch im Schulalter private Ärzte, die sich auf Kinderkrankheiten spezialisiert haben.
05. Wie funktioniert die Unfallversicherung?Nach oben
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen den Unfall ihrem Arbeitgeber melden und erhalten die notwendigen Unterlagen.
Nicht erwerbstätige Personen sowie teilweise erwerbstätige Personen (bei Nichtberufsunfällen) müssen den Unfall ihrer Krankenkasse melden.

Achtung: Informieren Sie sich vor einer Reise ins Ausland, ob Ihre Unfallversicherung in diesem Land zum Tragen kommt!
Mehr Informationen zur Unfallversicherung finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit.
05. Wie können wir uns vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen?Nach oben
Mit modernen Verhütungsmethoden kann man planen, wann das eigene Kind zur Welt kommen soll. Die Wahl des Verhütungsmittels ist von verschiedenen Faktoren abhängig: der Lebenssituation, der persönlichen Einstellung und vom gesundheitlichen Zustand der Frau, da viele Verhütungsmittel von der Frau eingenommen werden müssen. Generell wird zwischen hormoneller und nichthormoneller Verhütung unterschieden.
  • Hormonelle Verhütungsmethoden sind: Pille, Minipille, Hormonspirale, Drei-Monats-Spritze, Implantat, Pflaster, Vaginalring.
  • Nichthormonelle Verhütungsmethoden sind unter anderem Diaphragmen und Portiokappen, Kondome, Kupferspiralen, Chemische Schutzmittel (z.B. Cremes, Zäpfchen) und die Sterilisation.
Achtung: Alle diese Mittel verhindern keine Übertragung des HI-Virus und anderer Krankheitserreger. Die Benutzung eines Kondoms ist der einzige (!) Weg, eine ungewollte Schwangerschaft UND andere Krankheiten zu verhüten.

Die genaue Anwendung, die Sicherheit sowie damit verbundene Vor- und Nachteile dieser verschiedenen Methoden besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin. Einige Methoden sind nur mit dem Rezept oder einem Eingriff des Arztes erhältlich bzw. anwendbar.

Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder nach Versagen eines Verhütungsmittels, kann die „Pille danach“ eingenommen werden.
• Die ‚Pille danach’ ist eine Notfallverhütung und verhindert eine ungewollte Schwangerschaft.
• Die ‚Pille danach’ ist rezeptfrei in der Apotheke, beim Arzt oder in den Spitälern erhältlich.
• Je früher nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr die ‚Pille danach’ eingenommen wird, desto wirksamer ist sie (die höchste Wirksamkeit besteht innerhalb von 24 Stunden). Bei einer Einnahme nach 48 Stunden nimmt die Wirksamkeit markant ab.
Sind Sie ungeplant oder ungewollt schwanger geworden, dann wenden Sie sich möglichst bald an Ihren Arzt oder an die Beratungsstelle Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität.
06. Gegen welche Krankheiten kann man sich impfen lassen?Nach oben
Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt verschiedene Impfungen, welche vor Infektionskrankheiten schützen: zum Beispiel gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hirnhautentzündung und Kehlkopfentzündung (durch Haemophilus influenzae), Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis B.
Impfungen werden meistens durch Kinderärztinnen und Kinderärzte oder Hausärztinnen und Hausärzte durchgeführt. Sie erhalten einen Impfpass, worin alle Ihre Impfungen aufgeführt sind. Viele Impfungen müssen nach einer bestimmten Zeit wiederholt werden. Lassen Sie sich beraten oder informieren Sie sich unter www.safetravel.ch.
Für Auslandreisen können unter Umständen zusätzliche Impfungen ratsam oder zwingend sein. Das Schweizerische Tropeninstitut in Basel informiert Sie über die erforderlichen Impfungen für Ihr Reiseziel.
Das Bundesamt für Gesundheit publiziert auch aktuelle Informationen zur Gesundheit.
06. Wann muss ich zum Arzt?Nach oben
Falls Sie nur kleine Beschwerden haben, können Sie sich in einer Drogerie oder Apotheke beraten lassen. Dort können Sie Medikamente erhalten, die nicht vom Arzt verschrieben werden müssen. Bei manchen Medikamenten müssen Sie vorher allerdings einen Arzt besucht haben, der das passende Medikament auswählt. Er schreibt dann dazu ein „Rezept“. Mit diesem Rezept können Sie in der Apotheke die entsprechenden Medikamente abholen.

Vorsicht Gefahr: Informieren Sie Apotheker, Drogisten und Ihren Arzt immer über Medikamente, die Sie bereits einnehmen (auch solche, die keine Rezept erfordern) und bekannte Allergien gegen Wirkstoffe!

Wenn Sie starke Beschwerden haben oder eine reguläre Untersuchung vornehmen müssen, gehen Sie am besten zuerst zu Ihrem Hausarzt. Sie können allenfalls auch direkt in die Praxis eines Spezialisten gehen, falls Sie genau wissen, woran Sie erkrankt sind.

Vorsicht Kostenfalle: Viele Krankenkassen verlangen, dass Sie vom Hausarzt zu einem Spezialisten überwiesen werden. Klären Sie das im Voraus mit Ihrer Krankenkasse ab. Sonst riskieren Sie, dass die Kosten nicht bezahlt werden!
06. Wie kann man sich auf ein Kind vorbereiten?Nach oben
Ein Kind wird Ihr Leben sicher verändern. Sprechen Sie mit Ihrem Partner, wie Sie die neuen Aufgaben teilen werden. Es empfiehlt sich, mögliche Arbeits- und Betreuungsmodelle abzuwägen und mit den Betroffenen (Arbeitgeber, Betreuungsinstitutionen, Familienangehörige, etc.) zu prüfen, was für Sie möglich und wünschbar ist.
Die Einnahme von Fohlsäurenpräparaten vor der Schwangerschaft zur Vorbeugung bestimmter kindlicher Fehlbildungen ist wichtig.
Unter www.swissmom.ch finden Sie alles zu den Themen Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Baby und Kind.
07. Wann muss ich ins Spital/Krankenhaus?Nach oben
Ins Spital (auch Krankenhaus) wird man in der Regel vom behandelnden Arzt verwiesen. Ausführliche Untersuchungen und Abklärungen, Beobachtungen, eine Operation oder Therapie können Gründe für die Einweisung in ein Spital sein. In dieser Einrichtung gibt es unterschiedliche ärztliche und pflegerische Hilfeleistungen.
In der Region Rapperswil-Jona ist das Spital Linth (0552854711) in Uznach für die medizinische (Notfall) Versorgung zuständig. Je nachdem, welche Krankenversicherung Sie abgeschlossen haben, stehen ihnen auch öffentliche und private Spitäler anderer Kantone zur Verfügung. Auf der Liste der Spitäler des Bundesamts für Gesundheit erhalten Sie einen Überblick. Dort sind auch Adressen von spezialisierten Einrichtungen wie Augenkliniken, Geburtshilfe, Lungenkliniken oder Zahnmedizin erhältlich.
Beim Eintritt werden bei der Patientenanmeldung Informationen über Ihre Person und Krankenversicherung aufgenommen. (Sie benötigen dafür die Karte Ihrer Krankenkasse, damit Sie alle nötigen Informationen angeben können.)
Ein Spitalaufenthalt kann ambulant sein – das heisst Sie werden behandelt und gehen wieder nach Hause-, oder stationär – das heisst Sie müssen über Nacht bis einige Tage im Spital bleiben.
Ob Sie während Ihres Spitalaufenthaltes in ein Einzel-, Zweibett- oder Mehrfachbettzimmer kommen, hängt von Ihrer abgeschlossenen Krankenversicherung ab (also von der Höhe Ihrer Prämie). Ihr Arzt leitet diese medizinisch relevanten Informationen direkt ans Krankenhaus weiter.
Wenn jemand über längere Zeit hinweg krank ist, gibt es die Möglichkeit, die Person zu Hause von Fachpersonen pflegen oder sie in einem Pflegeheim behandeln zu lassen.
07. Wo kann ich mich über Schwangerschaft und Geburt informieren?Nach oben
Allgemeine Informationen zu rechtlichen und finanziellen Fragestellungen erhalten Sie bei der Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität (www.faplasg.ch). Hier erhalten Sie Informationen und Begleitung in schwierigen Lebenslagen in Zusammenhang mit der Schwangerschaft, vor und nach der Geburt, mit dem ‚Eltern werden’ und auch bei sexuellen Problemen nach der Geburt eines Kindes.
Der Frauenarzt oder eine Hebamme leisten die Untersuchungen während der Schwangerschaft und geben Ihnen Auskünfte zur Vorbereitung der Geburt. In regelmässigen Abständen führt Ihr Frauenarzt/Ihre Frauenärztin auch Kontrolluntersuchungen durch, um die Entwicklung des Kindes zu beobachten und mögliche Gefahren für Mutter und Kind zu erkennen.
An den Spitälern und im Angebot einiger Hebammen, Geburtsvorbereiterinnen und Wochenbettpfleger/innen gibt es Kurse zur Geburtsvorbereitung. Darin werden die Schwangerschaft, die Vorbereitung auf die Geburt und die neuen Aufgaben als Eltern behandelt.
Sie können im Spital oder in einem Geburtshaus gebären. In der Regel können Sie selbst wählen, wo Sie gebären möchten und das Spital oder Geburtshaus vorher besuchen. Die meisten Frauen bringen ihre Kinder im Spital auf die Welt. Nur bei Schwangerschaften ohne Komplikationen sind auch Hausgeburten mit Unterstützung von Hebammen ratsam.
Die Grundversicherung der Krankenkasse bezahlt die Kosten der Geburt, Kontroll- und Ultraschalluntersuchungen sowie gewisse Kosten der Geburtsvorbereitung und der Stillberatung.
Im Verlauf der Schwangerschaft meldet Sie der Arzt oder die Hebamme für die Geburt an.
Die Liste der Spitäler in der Region:
Spital Uznach: www.spital-linth.ch/
Spital Lachen: www.spital-lachen.ch/
Spital Männedorf: www.spitalmaennedorf.ch/
Spital Wetzikon: www.gzo.ch/
Spital Zollikerberg: www.spitalzollikerberg.ch/
Die Liste der Geburtshäuser finden Sie unter: http://www.geburtshaus.ch/main/adresses.php
Die Liste der Hebammen: http://www.hebammen.ch/ oder unter www.local.ch mit dem Stichwort 'Hebamme'
07. Wo kann ich mich über Sucht und Drogen beraten lassen?Nach oben
Menschen können nach verschiedenen Mitteln süchtig sein: zum Beispiel Alkohol, Nikotin (in Zigaretten) oder auch schmerzlindernde Medikamente, Schlaf- und Beruhigungsmittel und illegale Drogen wie Cannabis, Kokain, Heroin.
Drogen haben nicht nur Auswirkungen auf den Körper, sondern auch auf die Psyche und das soziale Umfeld, also auf Familienmitglieder und den Freundeskreis. Teilweise ist es für eine Person schwierig zu erkennen, ob sie selber süchtig ist oder ob es sich um eine harmlose Gewohnheit handelt. Ein Drogenproblem kann nicht nur für die abhängige Person belastend sein, sondern auch für die nahestehenden Mitmenschen. Da ist es besser, sich Hilfe außerhalb der Familie zu holen: Viele Menschen haben zwar Hemmungen, diese Schwelle zu überschreiten, es gibt zu den verschiedenen Suchtproblemen aber erfahrene Fachpersonen. Sie sind sich auf der Beratungsstelle gewohnt, mit solchen Situationen umzugehen.
Die Beratungen sind oftmals kostenlos. Adressen und Informationen erhalten Sie zum Beispiel bei der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme. Bestimmt kann Ihnen auch der Hausarzt oder die Hausärztin Beratungsstellen empfehlen. Hier noch einige Links:
Für die Region Rapperswil-Jona ist das RBZ zuständig:
Regionales Beratungszentrum Rapperswil-Jona, Alte Jonastrasse 24, 8640 Rapperswil
Tel.: 055 225 76 00
Fax: 055 225 76 09
E-Mail: rbz(at)rj.sg.ch
  • Für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen
  • Erwachsene
  • Paare, Familien, Gruppen
  • Alkohol- und Drogenberatung
  • Jugend- und Familienberatung
  • Sozialberatung
  • HIV-/Aids-Beratung
Das Angebot ist freiwillig und kostenlos
Die Mitarbeiter/-innen unterliegen der Schweigepflicht.

Schauen Sie mal unter www.zepra.info oder bei www.feelok.ch rein. Diese Stelle hilft allenfalls weiter. Weiter Anlaufstellen sind der Verband Deutschschweizer Suchtfachleute und das Bundesamt für Gesundheit.

Kinder, deren Eltern übermässig Alkohol konsumieren, können unter www.mamatrinkt.ch oder www.papatrinkt.ch Ratschläge und Hilfe finden.
08. Was steht in meiner Krankenakte?Nach oben
Sie können nicht nur beim Arzt, sondern auch beim Krankenhaus Einsicht in Ihre Krankenakte verlangen. Darin sind die wichtigsten Daten Ihrer Behandlung dokumentiert. Das umfasst zum Beispiel vorgenommene Untersuchungen und die dazu verwendeten Geräte, Diagnosen, verordnete Medikamente und die Entwicklung der Krankheit. Auch der Verlauf von Operationen muss genau festgehalten werden. Diese Informationen werden streng vertraulich behandelt. Das gilt auch gegenüber Angehörigen und anderen Ärzten, die nicht in die Behandlung einbezogen sind. Nur Sie können den Arzt oder die Ärztin von dieser Schweigepflicht befreien.
Vielleicht müssen Sie sich im Krankenhaus röntgen lassen. Dann können Sie die Röntgenbehandlungen auf einem Röntgenpass vermerken lassen. Der von der Schweizerischen Patienten-Organisation (SPO) eingeführte Pass soll dazu beitragen, unnötige Röntgenaufnahmen zu vermeiden. Den Röntgenpass kann man bei der Schweizerischen Patientenorganisation bestellen: Schweizerische Patientenorganisation, Postfach 6139, 2500 Biel 6. Es gibt den Pass in deutscher, französischer und italienischer Sprache.

Informationen über Ihre weiteren Rechte als Patient / Patientin erhalten Sie aus der Broschüre www.medix.ch/dossiers/patientenrechte.pdf
08. Welche formellen Anliegen sollte ich vor der Geburt beachten?Nach oben
Vor der Geburt Ihres Kindes müssen Sie auch folgende Punkte klären:
  • Falls die Eltern nicht verheiratet sind, so muss das Kindsverhältnis – die rechtliche Vaterschaft – zwischen Kind und Vater durch einen Rechtsakt (Vaterschaftsanerkennung) geklärt werden. Dieser wird beim Zivilstandsamt vorgenommen. Sie werden ausserdem nach der Geburt von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde kontaktiert, weil erwartet wird, dass der Vater einen Unterhaltsvertrag mit dem anerkannten Kind abschliesst.
  • Bereiten Sie die Dokumente vor, die man zur Registrierung der Geburt Ihres Kindes brauchen wird. Diese Dokumente bringt die Mutter beim Eintritt ins Spital/Geburtshaus mit.
  • Suchen Sie den passenden Vornamen für Ihr Kind aus. Im Spital erwartet man, dass Sie bei der Geburt den Vornamen schon wissen. Falls Sie zu Hause gebären, müssen Sie den Vornamen innerhalb von 3 Tagen nach der Geburt den Behörden mitteilen.
  • Versichern Sie Ihr Baby bereits vor seiner Geburt bei der Krankenkasse. Dadurch müssen Sie keinen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und Ihr Kind kommt in den Genuss einer vorbehaltslosen Deckung.

Seit 2005 gibt es in der Schweiz eine Mutterschaftsversicherung. Erwerbstätige Mütter erhalten nach der Geburt während 14 Wochen 80 Prozent des durchschnittlichen Lohns vor der Geburt (bis maximal 172 Franken pro Tag). Die Ferien werden nicht verkürzt, weil der Schwangerschaftsurlaub als Arbeitszeit gilt. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber.
Mehr zum Mutterschutz finden Sie beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Bitte beachten Sie auch, dass Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz zugunsten des ungeborenen Kindes notwendig sein können.
Falls Sie nach der Geburt arbeitstätig sein oder bleiben möchten, dann organisieren Sie frühzeitig die Betreuung Ihres Kindes und - falls erwünscht - melden Sie Ihr Kind für eine familienergänzende Kinderbetreuung an.
09. Nach der GeburtNach oben
Private und Spitäler bieten auch nach der Geburt Unterstützungskurse für Mütter wie Rückbildungsgymnastik, Stillberatung etc. an. Informieren Sie sich über das genaue Angebot beim Spital Ihres Wohnkantons.
Die Liste der Spitäler in der Region
Spital Uznach: www.spital-linth.ch/
Spital Lachen: www.spital-lachen.ch/
Spital Männedorf: www.spitalmaennedorf.ch/
Spital Wetzikon: www.gzo.ch/
Spital Zollikerberg: www.spitalzollikerberg.ch/
Geburtshäuser und freischaffende Hebammen bieten ebenfalls Leistungen, Beratung und Kurse nach der Geburt an. Klären Sie mit Ihrer Krankenkasse, welche Kosten von der Versicherung übernommen werden. Eine Liste der Hebammen finden Sie am einfachsten über das elektronische Telefonbuch mit dem Stichwort 'Hebamme'.

Die Mütter- und Väterberatung bietet Eltern eine Vielzahl von Kursen an. Themen sind z.B. die Entwicklung oder die gesunde Ernährung der Kinder (Stillberatung). Sie hilft den Eltern auch, sich in der neuen Rolle zurechtzufinden und mit psychosozialen Problemen umzugehen. Die Mütter- und Väterberatung verfügt teilweise auch über Infobroschüren in anderen Sprachen. Sie ist Teil von Miges Balù und Anlaufstelle für Buchstart.
Mütter und Väterberatung Rapperswil-Jona
Familienzentrum RJ
Haus zum Schlüssel
St. Gallerstrasse 1
8645 Jona
Tel.: 055 225 74 40
E-Mail: muevaebe(at)bluewin.ch

Die Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität bietet Beratung und Begleitung für Frauen und Männer bzw. Paare bei finanziellen und rechtlichen Fragen nach der Geburt eines Kindes und zum Thema ‚Eltern werden – ein Paar bleiben’ an.
Beratungsstelle Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität
St. Gallerstrasse 1
8645 Jona
Tel.: 055 225 74 30
E-Mail: faplajona(at)fzsg.ch
09. Was sind Patienten- und Selbsthilfeorganisationen?Nach oben
Patientenvereine und Selbsthilfeorganisationen haben zum Ziel, von bestimmten Krankheiten betroffene Personen oder ihre Angehörigen zu organisieren und zu beraten. Diese Organisationen erlauben Ihnen, an Tagungen oder in Gruppentreffen Erfahrungen auszutauschen und Informationen über neuste Forschungsergebnisse zu erhalten. Die Organisationen artikulieren und bündeln aber auch Interessen, damit sie als "Stimme der Patienten" auftreten und sich Gehör verschaffen im Gesundheitswesen, in der Öffentlichkeit und in den Medien. Siehe auch www.patienten.ch
10. Was kann ich tun, wenn es mit der Schwangerschaft nicht klappt?Nach oben
Es kann sein, dass Sie und Ihr Partner sich Kinder wünschen, aber es klappt nicht mit der Schwangerschaft. Da verschiedene Faktoren die Ursache sein können, lohnt sich eine ärztliche Beratung oder ein Gang zur Beratungsstelle Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität.
Fast jedes fünfte Paar bleibt ungewollt kinderlos. Das Berufsleben hat zur Folge, dass sich heute Frauen und Männer zu späterem Zeitpunkt Kinder wünschen. Neben physischen und psychischen Beeinträchtigungen trägt auch das höhere Alter beider Partner dazu bei, dass es mit der Schwangerschaft nicht sofort klappt.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch unter: www.swissmom.ch
10. Wer berät mich in Sachen Gesundheit und Alter?Nach oben
In Rapperswil-Jona kommt der Drehscheibe der Stiftung RaJoVita, als zentrale Anlauf-, Beratungs- und Koordinationsstelle eine wichtige Funktion zu. Das Beratungsteam informiert Sie in Sachen Gesundheit und Alter über das Angebot der Stiftung RaJoVita, berät bei generellen Fragen oder gibt Hilfestellung beim Anfordern anderer Dienstleistungen. Dienstleistungen. Die Beratung ist unentgeltlich und vertraulich.
Drehscheibe RaJoVita
St.Gallerstrasse 1
8645 Jona
055 222 01 11
Zur Stiftung RaJoVita gehören die beiden Pflegezentren Bühl und Meienberg, die Pflegewohnungen Porthof und Spinnereistrasse, die Tagesstätte, die Spitex und die Drehscheibe. Das Beratungsteam der Drehscheibe berät und informiert die Einwohner und Einwohnerinnen von Rapperswil-Jona, Ärzte, Spitäler und auswärtige Angehörige. Es steuert die Bettenbelegung in den Heimen (rund 160 Betten), entwickelt und realisiert Präventionsmassnahmen für betagte Menschen, berät im Einzelfall und koordiniert innerhalb der RaJoVita Stiftung. Die Drehscheibe ist auch behilflich beim Anfordern von Dienstleistungen ausserhalb des RaJoVita-Angebots.

Während die Inanspruchnahme von Dienstleistungen für Personen von Rapperswil-Jona kaum Schwierigkeiten birgt, kann die Situation bei Betagten aus dem Ausland, welche erst seit kurzem in der Schweiz wohnen, auch mal kompliziert sein. In diesen Fällen hilft die Drehscheibe in enger Zusammenarbeit mit Pro Senectute  bei den Abklärungen Ihrer Rechte und den Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu finden.

Umfassende Informationen zum Alter finden Sie auch beim Nationalen Forum Alter und Migration.
11. Kann ich mich auch zu Haus pflegen lassen?Nach oben
Einige Patienten benötigen im Anschluss an einen Spitalaufenthalt weiterhin Pflege. In der Schweiz gibt es einen speziellen Dienst, die Spitex. Diese Abkürzung steht für spital- und heimexterne Gesundheits- und Krankenpflege und Hilfe. Erkundigen Sie sich bei der Drehscheibe der RaJoVita-Stiftung www.rajovita.ch oder unter www.spitex.ch.
Spitex-Mitarbeitende pflegen und betreuen hilfsbedürftige Menschen zu Hause. Ihr Zweck ist es, Personen jeden Alters bei Krankheit, Unfall, altersbedingten Einschränkungen, Behinderung, Invalidität, Rekonvaleszenz, Überlastung, Schwangerschaft oder Geburt zu pflegen, betreuen, beraten, entlasten und unterstützen. Das umfasst zum Beispiel Abklärung und Beratung, Hilfe bei der Körperpflege, Hilfe bei den täglichen Arbeiten, Verabreichen von Medikamenten, Wundversorgung, Unterstützung beim Einkaufen, Wohnung reinigen, Wäsche waschen und kochen.
Die Spitex betreibt die Vermietung von Hilfsmitteln wie zum Beispiel Krücken, Inhalationsgeräte oder Rollstühle.
Bevor die Spitex die Betreuung einer Person aufnimmt, klärt eine Fachperson den genauen Bedarf an Pflege- und/oder Hilfeleistungen ab.
11. Weitere LinksNach oben
11.1 Informationen zum Körper und zur sexuellen Gesundheit
www.feelok.ch eine Webseite für Jugendliche
www.sex-i.ch
11.2 Informationen zum Thema Aids
www.aids.ch
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Aids online (Amtssprachen, Englisch).
www.aids.ch > Für Fremdsprachige
Informationsmaterial zum Thema Aids in mehreren Sprachen (oftmals kostenlos)

11.3 Informationen zum Thema Verhütung
www.verhuetungsinfo.ch
Hier finden sie weiterführende Informationen zum Thema Verhütung.
www.lilli.ch
Junge Frauen und Männer können sich online über Sexualität informieren und Fragen stellen.

11.4 Informationen zum Thema Familienplanung und Baby
Broschüren
Es gibt verschiedene Broschüren mit Informationen zur Geburtsvorbereitung, zum Beispiel von der Caritas-Fachstelle Integration in Albanisch, Türkisch, Tamil, Portugiesisch.
Pro Juventute
Der Ratgeber «Unser Baby» richtet sich an tamilisch, albanisch, türkisch, serbisch, kroatisch, portugiesisch, spanisch und englisch sprechende Eltern in der Schweiz. Er ist bei der Mütter- und Väterberatung erhältlich.
12. Wo gehe ich hin, wenn ich alt bin und nicht mehr alles selbst erledigen kann?Nach oben
Wenn die Wohnverhältnisse zu gross oder zu unpraktisch sind oder die Sozialkontakte nicht mehr gepflegt werden können, macht ein Wechsel in eine kleinere Wohnung oder in ein Zimmer vielleicht Sinn.
In Rapperswil-Jona stehen verschiedene Alterswohnungen zum Angebot (Stand Feb. 2011):
Alterswohnungen Porthof: +41 (55) 225 70 30
Alterswohnungen Etzelblick: +41 (55) 225 39 25
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Hilfe im Haushalt oder bei der Pflege in Anspruch zu nehmen. Sowohl die Pro Senectute, wie die Spitex haben Angebote in diesem Bereich.
Freiwilligenarbeit: Die Freiwilligenarbeit ist vielfältig, enorm wertvoll und wird von verschiedenen Organisationen angeboten. Der Förderverein für Freiwilligenarbeit koordiniert die verschiedenen Angebote und ist besorgt, die Freiwilligenarbeit weiter zu entwickeln und zu deren Qualitätssicherung beizutragen.
Mahlzeiten: Wenn ein kranker und/oder älterer Mensch nicht mehr in der Lage ist, selber Mahlzeiten herzurichten muss eine gute Ernährung dennoch gewährleistet sein. Häufig bieten Restaurants im Quartier einen „Hauslieferdienst“. Der Mahlzeitendienst vom Bürgerspital am Fischmarktplatz bereitet ebenfalls Mahlzeiten zu, welche dann durch Freiwillige ausgetragen werden.
Mahlzeitendienst Bürgerspital
Tel: +41 (55) 210 15 83
Es kann sein, dass das Leben in den eigenen vier Wänden trotz Hilfe von Angehörigen, Nachbarn und Spitex zur übermässigen Belastung wird und ein Wechsel in eine Institution angezeigt ist.
Teilstationäre Einrichtung:
Die Tagesstätte (RaJoVita) bietet Familien, welche ihre Angehörigen zu Hause pflegen und betreuen ein Entlastungsangebot.
 
Angebot Stationäre Einrichtungen in der Stadt Rapperswil-Jona (Stand Feb. 2011)
Pflegezentrum Bühl (RaJoVita; (www.rajovita.ch)
Pflegezentrum Meienberg (RaJoVita)
Pflegewohnungen Porthof und Spinnereistrasse (RaJoVita)
Alters- und Pflegeheim Bürgerspital (Ortsgemeinde Rapperswil-Jona; www.ogrj.ch)

Anlaufstelle für Fragen aller Art im Alter ist die Drehscheibe von RaJoVita. Sie ist eine zentrale Anlauf-, Beratungs- und Koordinationsstelle. Das Beratungsteam informiert über das Angebot der Stiftung RaJoVita oder gibt Hilfestellung beim Anfordern anderer Dienstleistungen. Die Mitarbeitenden der zentralen Anlaufstelle sind Ansprechpersonen für ratsuchende ältere Menschen und ihre Angehörigen. Der persönliche Kontakt und das direkte Gespräch stehen im Vordergrund. In der Drehscheibe werden die Anliegen und Bedürfnisse aufgenommen und - unter Berücksichtigung der Dringlichkeit und der vorhandenen Möglichkeiten - eine auf die Situation des Patienten zugeschnittene Lösung vorgeschlagen.
Das Angebot der Drehscheibe ist unentgeltlich und richtet sich an die Einwohner von Rapperswil-Jona, an Ärzte, an Spitäler und andere Institutionen, an auswärtige Angehörige und Interessierte.

Die Stiftung Pro Senectute bietet Dienstleistungen für ältere Menschen an, damit sie weiterhin zuhause wohnen können. Für Rapperswil Jona ist die Fachstelle in Uznach zuständig:

Pro Senectute Regionalstelle See-Gaster
Zürcherstrasse 42
8730 Uznach
Telefon 055 285 92 40
Fax. 055 285 92 49
Pro Senectute will die Selbständigkeit und Lebensqualität der Mitmenschen über 60 fördern und erhalten. Ältere Menschen und ihre Angehörigen erhalten unentgeltliche, vertrauliche Beratungen bei allen Fragen des täglichen Lebens:

  • finanziellen Schwierigkeiten
  • rechtlichen Angelegenheiten
  • der Bewältigung von Lebenskrisen
  • der Freizeitgestaltung
  • bei Wohn- und Beziehungsfragen.
13. An wen kann ich mich wenden, wenn ich jemanden mit einem psychischen Leiden kenne?Nach oben
Zur Gesundheit zählt auch das psychische und geistige Wohlbefinden, nicht nur der Körper selbst. Es gibt immer wieder Menschen, die sich in einer schwierigen persönlichen oder familiären Situation befinden. Heimweh oder Liebeskummer, Aggressionen oder Depressionen: es gibt viele unterschiedliche Probleme. Manche Leiden sind zeitlich begrenzt und gehen von selber wieder vorbei. Manchmal reicht die Unterstützung im Familien- und Freundeskreis nicht aus und die Betroffenen bedürfen einer Hilfe durch Fachpersonen. Psychische Leiden müssen Ernst genommen werden und sind mit körperlichen Leiden vergleichbar. Sie sollten keine Angst davor haben, dass Sie deshalb als ‚nicht normal’ gelten könnten. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Hausarzt oder wenden Sie sich an das Beratungszentrum Linthgebiet.
Fachliche Beratung und professionelle Unterstützung finden Sie auch im Telefonbuch unter Psychotherapeuten, Psychologen oder Psychiatern. Diese Unterstützung kann dazu beitragen, damit die Betroffenen nicht in ihrem gewohnten Alltag behindert werden. Psychiater und Psychologen versuchen gemeinsam mit den Patienten neue Wege und Möglichkeiten zu finden, um die Situation zu verbessern.
Meist wird Ihnen eine kurzfristige Krisenintervention angeboten, oder eine ambulante Behandlung. Natürlich besteht für komplexere Fälle auch die Möglichkeit einer stationären Behandlung.
In akuten Fällen sind für Rapperswil-Jona die St. Galler Psychiatriedienste zuständig. Die Fachstelle heisst Psychiatrie-Zentrum Linthgebiet und ist in Uznach. Sie leistet, in Ergänzung zu den Ärzt/innen und Therapeut/innen, die ambulante Versorgung der psychisch kranken Menschen im Linthgebiet (Region Gaster und See). Neben den allgemeinen psychiatrisch-psychotherapeutischen und sozialpsychiatrischen Teilen entwickelt das Zentrum spezifische Angebote (Altersbereich, Mobile Dienste, Komplementärbereiche Arbeiten und Wohnen). Seit Januar 2009 bietet das Zentrum Linthgebiet teilstationäre Therapieplätze (Tagesklinik) an. Parallel dazu werden Angebote der Koordinierten Intervention (Case Management, Job Coaching, Sozialdienst) auf- und ausgebaut.
Psychiatrie-Zentrum Linthgebiet
Zürcherstrasse 1
8730 Uznach
Telefon 058 228 66 11
Fax 058 228 66 21
E-Mail uznach@psych.ch
Für Kinder gibt es eine kostenlose Begleitung beim Schulpsychologischen Dienst. Hier können sich Eltern melden, wenn Ihr Kind z.B. in seinem Umfeld Mobbing erlebt oder Schwierigkeiten in der Schule hat.
Weiter gibt es den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD). Die Regionalstelle ist in Uznach.
Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD)
Zürcherstrasse 1
8730 Uznach
Telefon 055 285 93 93
Fax 055 28593 99
uznach@kjpd-sg.ch
Die Beratungspersonen dürfen keine persönlichen Informationen ohne Ihr Einverständnis weitergeben.
14. Wo kann ich sofort und anonym Hilfe bei psychischen Leiden finden?Nach oben
Manchmal brauchen Menschen sofort einen Ratschlag, um eine Krisensituation zu bewältigen, oder sie wünschen eine anonymisierte Beratung (d.h. Sie müssen keine Angaben zu Ihrem Namen und Ihrer Herkunft machen). Bei der „Dargebotenen Hand“ unter der Telefonnummer 143 können Sie sofortige Hilfe holen. Sie bietet per Telefon, E-Mail oder Chat kostenlose Beratungen an. Die Dargebotene Hand ist rund um die Uhr eine erste Anlaufstelle nicht nur für Menschen in schwierigen Lebenslagen und für solche mit alltäglichen Sorgen – unabhängig von Alter, kultureller oder konfessioneller Zugehörigkeit.
Für Jugendliche hat die Pro Juventute eine Webseite und eine Telefonnummer 147 eingerichtet, welche ihnen im Notfall oder für schwierige Fragen zur Verfügung steht. Diese Nummer ist auch per SMS erreichbar.
Im Falle einer Depression finden Sie beim Bündnis Depression Hilfe.
Mittlerweile gibt es im Internet ganz viele Online-Foren, wo entweder viele verschiedene Menschen Ihre Probleme austauschen. Seien Sie aber auf der Acht, nicht alle sind seriös.
Weitere seriöse und gute Online-Angebote, wo Sie Hilfe finden können:

15. Was kann ich tun, wenn ich an einer Sucht leide?Nach oben
Rauchen, Arbeiten oder Essen: Sucht kann in verschiedenen Formen auftreten. Menschen können nach Drogen, Alkohol, Nikotin oder Medikamenten süchtig werden. Esssucht oder Spielsucht dürfen ebenfalls nicht unterschätzt werden.

Häufig versuchen Menschen, alleine von Ihrer Abhängigkeit loszukommen. Dies gelingt leider nicht immer. Bei der Suchtberatung können Sie gemeinsam mit Fachpersonen nach neuen Lösungen suchen. Sie werden darin unterstützt, Ihr Verhalten zu ändern und in ausgeprägten Fällen erhalten Sie Hilfe beim Finden von Entzugs- und Therapieplätzen. Wichtig ist ebenfalls das Aufspüren von eigenen Kräften und Fähigkeiten, die Ihnen helfen, Ihre Situation zu bewältigen.

Viele Beratungsstellen berichten darüber, dass Abhängigkeiten im Versteckten ablaufen. Angehörige nehmen davon lange nichts wahr. Wenn Familienmitglieder oder Freunde ein Suchtverhalten feststellen, getrauen sie sich nicht, darüber zu sprechen. Diese Scham hilft aber nicht weiter. In Beratungsstellen sind sich die Fachpersonen gewohnt, Unterstützung zu suchen. So kann sich die Situation für alle verbessern.

Bei der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme erhalten Sie Informationen und können Ihre Fragen direkt stellen.
Für Rapperswil-Jona ist das Regionale Beratungszentrum zuständig.
Regionales Beratungszentrum
Alte Jonastrasse 24
8640 Rapperswil
Tel.: 055 225 76 00
Fax: 055 225 76 09
E-Mail: rbz(at)rj.sg.ch

  • Für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen
  • Erwachsene, Paare, Familien, Gruppen
  • Alkohol- und Drogenberatung
Das Angebot ist freiwillig und kostenlos. Die Mitarbeiter/-innen unterliegen der Schweigepflicht.
16. Was kann ich tun, wenn ich mich nicht in der örtlichen Sprache ausdrücken kann?Nach oben
Oftmals werden die Familienmitglieder für Übersetzungen beigezogen. Das ist nicht immer einfach, insbesondere wenn Sie über sehr private Angelegenheiten sprechen möchten. Viele Personen mit Migrationshintergrund (und Ärzte) wissen nicht, dass es spezielle interkulturelle Übersetzerinnen oder Übersetzer gibt. Die richtige gegenseitige Verständigung ist sehr wichtig, damit Sie auch wirklich die nötige und richtige Behandlung beim Arzt, im Spital oder auf dem Sozialdienst erhalten.
Unter www.integration-sg.ch > Verdi finden Sie professionelle Übersetzer.

Einige grössere Krankenhäuser haben einen eigenen Übersetzungsdienst, denn sie sind verpflichtet, dass alle Patienten und Patientinnen gut Bescheid wissen. Fragen Sie also unbedingt nach, wenn Ihnen nicht automatisch jemand angeboten wird.

Dieser Link enthält eine Übersicht über die lokalen Vermittlungsstellen für interkulturelle Übersetzung:
www.inter-pret.ch 

In Notfällen steht der Verständigungsnotfall zur Verfügung. Hier kann telefonisch eine Übersetzung angefordert werden. Das Angebot wird vom Bundesamt für Gesundheit unterstützt und ist kostenpflichtig.
17. Was bedeutet "Erste Hilfe"? Was bringt ein Erste-Hilfe-Kurs?Nach oben
Erste Hilfe bedeutet, dass man an einem Unfallort die richtigen ersten Schritte einleitet, um dem Verunfallten das Leben zu retten. Diese Regeln kann man in Kursen lernen, die in vielen Schweizer Gemeinden angeboten werden. Für den Besuch eines Kurses erhält man einen Attest.
Die Kurse dauern 10 Stunden und kosten etwa 150 Franken. Eine Adressübersicht der Anbieter dieser Kurse finden Sie unter www.samariter.ch.
In einem "Erste-Hilfe-Kurs" lernt man beispielsweise:

  • Einen Notfall richtig einzuschätzen;
  • Weitergehende Schäden für Betroffene und Helfende zu verhindern;
  • Die lebensrettenden Sofortmassnahmen situationsgerecht einzusetzen.
Achtung: Prüfen Sie zuerst, ob der Kurs von der Zulassungsbehörde anerkannt ist. Das Attest eines "Erste-Hilfe-Kurses" ist sechs Jahre lang gültig.
01. Welche Betreuungsangebote gibt es in Rapperswil-Jona?Nach oben
Es gibt
  • Krabbelgruppen (Frage 2) für Eltern mit Neugeborenen
  • Kinderhorte, Kinderkrippen und Tagesfamilien (Frage 3), die Ihr Kind ganztags betreuen
  • Babysitter (Frage 3), die Ihr Kind für ein paar Stunden am Nachmittag oder am Abend betreuen,
  • Au pair- oder Nanny-Dienste (Frage 3)
  • Spielgruppen (Frage 4)
  • Einen Vorkindergarten (Frage 4)
  • Fremdsprachige Vorschulangebote (Frage 4)in der Nähe von Rapperswil-Jona
Haben Sie weitere Fragen zur Kinderbetreuung in Rapperswil-Jona? Dann wenden Sie sich an die  Leiterin des Fachdiensts Ergänzende Kinderbetreuung der Stadt Rapperswil-Jona.
02. Was ist eine Krabbelgruppe? Wo lerne ich andere Eltern kennen?Nach oben
In den Krabbelgruppen treffen sich Mütter und Väter und ihre Kinder bis 3 Jahre, um gemütlich beisammen zu sein und Gedanken und Erfahrungen auszutauschen.
Ganz unverbindlich können Sie das Familienkafi im Familienzentrum Schlüssel besuchen. Hier treffen Sie andere Eltern mit ihren Kindern oder können am Mittwoch-Kindersingen teilnehmen.
Weitere Möglichkeiten, andere Eltern und ihre Kinder zu treffen, ergeben sich auf den zahlreichen Spielplätzen der Stadt.
03. Wer betreut mein Kind wenn ich zur Arbeit gehe?Nach oben
Babies und kleine Kinder brauchen Betreuung. Damit sie sich gut entwickeln können, wollen sie auch vielfältig angeregt und gefördert werden. Nicht immer kann jemand von der Familie diese wichtige Aufgabe übernehmen.
In den Kinderkrippen und -horten werden die Kleinen vom Babyalter an ganztags von fachlich ausgebildetem Personal betreut und gefördert und mit Frühstück, Mittagessen und Zvieri versorgt. In der Regel können die Eltern wählen, ob sie ihr Kind jeden Tag, nur an einzelnen Tagen oder nur an Halbtagen in die Kinderkrippe oder den Kinderhort bringen wollen. Die Gruppen umfassen maximal 12 Kinder.
Es ist möglich, das Kind durch eine Tagesmutter betreuen zu lassen. Der Verein Tagesfamilien Rapperswil-Jona hilft Ihnen bei der Suche nach einer Tagesmutter; er vermittelt und unterstützt die Tagesmütter. Tagesmütter sind Frauen, die Ihr Kind ganztags, halbtags oder stundenweise betreuen. Die Verrechnung läuft über den Verein.
Babysitter betreuen Ihre Kinder gegen Geld für ein paar Stunden am Nachmittag oder am Abend. Meistens handelt es sich um Oberstufenschülerinnen, Lernende oder Studentinnen.
Falls Sie jemanden als Au pair oder Nanny beherbergen können und bereit sind, die dafür nötigen Gesuche einzureichen und einen Arbeitsvertrag abzuschliessen, besteht die Möglichkeit, eine junge Frau oder einen jungen Mann aus dem Ausland oder aus einem fremdsprachigen Landesteil der Schweiz für Ihre Kinder anzustellen. Diese jungen Menschen werden durch Sie gesucht.
www.profilia.ch
www.compagna.ch
04. Soll ich mein Kind in eine Spielgruppe schicken?Nach oben
In der Spielgruppe werden die Kinder in ihrer Entwicklung gefördert und auf den Kindergarten vorbereitet. Sie lernen mit anderen Kindern zusammen zu sein, zu spielen, zu teilen, aufeinander zu achten, zu streiten und dann wieder Frieden zu schliessen. Falls Ihr Kind noch wenig (deutsch) spricht, so ist das eine gute Gelegenheit, seine Sprache zu verbessern.
Spielgruppen fördern das Kind ab 2½ Jahren mit dem Bildungsmittel Spiel und ermöglichen während zwei bis drei Stunden pro Woche wichtige Erfahrungen in einer konstanten Gruppe (maximal 12 Kinder) als Basis für eine gute Persönlichkeits- und Lernentwicklung.

Mehr Informationen dazu finden Sie beim Dachverband der Spielgruppen.
Die Spielgruppen finden Sie in unserer Infobroschüre zum Betreuungsangebot in Rapperswil-Jona.
Der Vorkindergarten ist sozusagen die Spielgruppe für etwas ältere Kinder. Hier werden Gruppen von 3- bis 4-jährigen Kindern von einer ausgebildeten Kindergärtnerin betreut. Das Angebot gleicht demjenigen einer Spielgruppe. Es gibt Unterricht im Kreis und freies Spiel. Fremdsprachige Kinder können hier schon erste Deutschkenntnisse erwerben.

Fremdsprachige Vorschulangebote (Englisch) gibt es in Pfäffikon (www.kiddiescare.ch), in Zürich und weiteren umliegenden Gemeinden. Einige Beispiele finden Sie unter www.circleofschools.ch.
05. Ich habe Probleme mit meinem kleinen Kind. Wo erhalte ich Hilfe und Beratung?Nach oben
Es gibt verschiedene Beratungsstellen, an die Sie sich wenden können. Alle Beratungsstellen unterstehen grundsätzlich der Schweigepflicht. Der Schulpsychologische Dienst des Kantons St.Gallen hat Merkblätter entwickelt, die Ihnen als Eltern bei verschiedenen Themen weiterhelfen können.
Sollten Sie nicht ausreichend deutsch sprechen, so nehmen Sie jemanden zum Übersetzen mit. Übersetzer finden Sie unter www.integration-sg.ch.
Eltern von Babies und Kleinkindern können sich an die Mütter- und Väterberatung wenden. Sie bekommen Antwort auf ihre Fragen im Zusammenhang mit der Ernährung, Pflege, Betreuung und Erziehung ihres Kindes. Hier erhalten sie Hilfe, wenn Sie sich überfordert fühlen, weil ihr Kind häufig schreit oder unruhig ist. Sie erfahren dort auch, wie Sie Krankheiten und Unfällen vorbeugen können.
Mütter- und Väterberatung Rapperswil-Jona
St.Gallerstrasse 1
8645 Jona
055 225 74 40
Offene Sprechstunde: Dienstag und Donnerstag 10.00 - 11.30 / 13.30 - 16.00 Uhr
Weitere Zeiten auf Vereinbarung. Die Beratung ist kostenlos.

Im Regionalen Beratungszentrum Rapperswil-Jona erhalten Eltern von Kindern aller Altersstufen kostenlos Auskunft bei Erziehungs-, Betreuungs- und Ernährungsfragen oder Problemen mit Drogen und Alkohol. Sie bekommen Hilfe, wenn das Zusammenleben zwischen Eltern und Kindern schwierig ist.
Regionales Beratungszentrum Rapperswil-Jona
Alte Jonastrasse 24
8640 Rapperswil
055 225 76 00
rbz@rj.sg.ch
Der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst ist die Anlaufstelle bei emotionalen Schwierigkeiten, Wahrnehmungs-, Verhaltens und Entwicklungsstörungen, Angstzuständen, Pubertätskrisen, gesteigerter Aggressivität, Zwängen, Suizidgefährdung, Essstörungen, Folgen von sexueller Gewalt und vielem anderem mehr. Er bietet Beratung und sozialpsychiatrische Begleitung Hilfe für Kinder, Jugendliche, Eltern, Familien und Bezugspersonen an. Die Kosten werden in der Regel durch die Krankenkasse oder die Invalidenversicherung IV übernommen.
Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste St. Gallen
Regionalstelle Uznach
Zürcherstrasse 1
8730 Uznach
055 285 93 93
uznach@kjpd-sg.ch
Der Elternnotruf leistet auf Wunsch anonyme Hilfe und Beratung zu jeder Tages- und Nachtzeit (24 Stunden). Die vier Telefonnummern des Elternnotrufs gelten für die gesamte Schweiz.
St. Gallen: 071 244 20 20
Zürich: 044 261 88 66
Basel: 061 261 10 60
Zug: 041 710 22 05
Bei der Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität erhalten Sie kostenlos Hilfe und Unterstützung.
Frau Charlotte Kirchhoff
faplajona@fzsg.ch
055 225 74 30
RaJoVita, Spitex bietet Hilfe und Pflege zu Hause auch für junge Familien, z.B. nach schweren Krankheiten, Unfällen und bei Komplikationen während der Schwangerschaft.
spitex@rajovita.ch
055 222 01 22 (Tel. der Drehscheibe)
Der Entlastungsdienst für Familien mit Behinderten bietet Hilfe bei der Betreuung von behinderten Familienmitgliedern.
Anita Künzle
Brüewil 617
9200 Gossau
071 980 06 70

Der Entlastungsdienst ‚Kinderbetreuung zu Hause’ des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Kanton St.Gallen richtet sich an Eltern mit Kindern, welche die Betreuung infolge Krankheit, Unfall oder Überlastung nicht wahrnehmen können. Der Dienst bietet ausserdem Unterstützung, wenn die Kinder krank sind und die Betreuung nicht wahrgenommen werden kann.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.familien.sg.ch.
06. Wie kann ich mein Kind auf das Lernen der deutschen Sprache vorbereiten?Nach oben
Spielend die Sprache lernen
Je besser Kinder die Muttersprache sprechen, desto besser der Wortschatz und desto leichter lernen sie später die deutsche Sprache. Deshalb: Nehmen Sie sich Zeit, um mit Ihrem Kind in Ihrer Sprache zu sprechen. Siehe dazu auch: Sprich mit mir und hör mir zu. Plaudern Sie mit ihm, während Sie den Haushalt machen. Hören Sie zu, wenn es mit Ihnen spricht. Antworten Sie ihm. Gehen Sie mit ihm ins Freie – auf den Spielplatz, in den Wald, an einen See, in den Zoo - sprechen Sie mit ihm über das, was es da zu sehen gibt und helfen Sie ihm so, seinen Wortschatz zu erweitern. Schauen Sie mit ihm Bilderbücher an und erzählen Sie ihm Geschichten.
Hier finden Sie Vorlesetipps in 16 verschiedenen Sprachen: www.buchstart.ch.

Mehr Informationen zur Mehrsprachigkeit erhalten Sie auch beim Logopädischen Dienst Linthgebiet (mehrsprachige Infoblätter). Logopädie und Prävention bieten ausserdem mehrsprachige Audiofiles zum Thema Mehrsprachigkeit.

Wenn Ihr Kind 3 Jahre alt ist, erhalten Sie eine Einladung von der Schulverwaltung für einen Besuch des Kurses Sprachbrücke - Förderangebot für fremdsprachige Kinder und deren Mütter. Ein Jahr vor dem Kindergarten können Sie und Ihr Kind Deutsch lernen und erhalten viele Tipps für die frühe Förderung.
Auf dem Spielplatz oder in den Spielgruppen hat Ihr Kind Gelegenheit, mit deutschsprachigen Kindern zusammen zu spielen. Freuen Sie sich mit ihm über die Wörter, die es auf Deutsch lernt. Das macht ihm Mut, weitere Wörter zu lernen. Spezielle Sprachförderung bietet auch der Vorkindergarten des Familienforums.
07. Was brauchen kleine Kinder, damit sie sich gut entwickeln? Wie kann ich mein Kind fördern und auf die Schule vorbereiten?Nach oben
Kleine Kinder brauchen Betreuung, Pflege, gesunde Ernährung, Bewegung, Kontakt mit anderen Kindern, genügend Schlaf, Geborgenheit und Liebe. Sie brauchen aber auch Anregung und Förderung als Vorbereitung für die Schule und das spätere Leben. Vielen Kindern tut es gut, andere Kinder kennen zu lernen. Damit Kinder sich gut entwickeln, muss man sie ermuntern selbstständig zu werden. Lassen Sie Ihre Kinder die Arbeiten, die sie selbständig erledigen können, selber machen, auch wenn es etwas länger dauert. Es hilft Ihnen nicht, wenn man alles für sie erledigt.
Nehmen Sie sich so oft wie möglich Zeit für Ihr Kind. Plaudern Sie mit ihm, hören Sie ihm zu, erzählen Sie ihm eine Geschichte, schauen Sie mit ihm ein Bilderbuch an, machen Sie mit ihm einen Spaziergang, gehen Sie mit ihm auf einen Spielplatz, damit es auch mit anderen Kindern spielen und herumtollen kann. Beim Plaudern und Spielen lernen die Kinder sehr vieles, was wichtig ist für den späteren Schulerfolg: zuhören, sich ausdrücken, beobachten, sich orientieren, sich konzentrieren, selbstständig sein. Siehe dazu auch: Sprich mit mir und hör mir zu.
Falls ihr Kind rasch aufgibt, wenn ihm etwas nicht gelingt oder sehr häufig das Spiel wechselt, hilft es ihm, wenn Sie ihm Mut machen, es nochmals zu probieren. Damit fördern Sie seine Ausdauer und sein Konzentrationsvermögen. Kinder, die in den ersten Lebensjahren gefördert werden, haben später viel bessere Chancen, in der Schule erfolgreich zu sein.
Eine Übersicht über Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche finden Sie auf unseren Webseiten.
08. Wo finde ich günstige Spielsachen für mein Kind?Nach oben
Kinder wachsen rasch und entwickeln immer wieder neue Interessen. In Kleiderbörsen (Familienforum, katholische Kirche) und in Spielzeugbörsen gibt es für wenig Geld fast neuwertige Kleider und Spielsachen. In der Spielzeugbörse werden bereits gebrauchte, aber noch funktionstüchtige Spielsachen günstig angeboten. Sinnvoll kann es auch sein, wenn Kinder ihre Spielsachen mit Freundinnen und Freunden teilen können.
Einmal jährlich finden eine Velobörse und ein ein Velomarkt statt. Informieren Sie sich in den Tageszeitungen (Südostschweiz, Zürichsee Zeitung oder Obersee Nachrichten).
Im Internet bieten sich ausserdem diverse Möglichkeiten, Kleider oder auch Ausrüstungen für Kleinkinder und Kinder für wenig Geld zu erwerben:
www.kleinanzeigen.liliput.ch
www.ricardo.ch
www.pinwand.ch
www.anibis.ch
Da Kinder immer wieder neue Interessen entwickeln, lohnt es sich manchmal, die Spielsachen nicht zu kaufen, sondern auszuleihen. In der Ludothek finden Sie ein reiches Angebot für alle Altersstufen.
Kinder freuen sich am meisten über Spiele, die sie selber erfinden können. Dafür brauchen sie keine teuren Spielsachen. Mit leeren Schachteln, Sand, Wasser, Holz, Blättern, Stoffen, Papier und Farben, Holzklötzen, Legos, Puppen und Stofftieren gestalten sie ihre eigene Welt. Sie lernen dabei physikalische Gesetze kennen und entwickeln ihre Intelligenz, ihr Konzentrationsvermögen, ihre Beobachtungsgabe und viele andere Fähigkeiten.
Bilderbücher können in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden.
01. Wo finde ich Informationen zu Bahn und Bus?Nach oben
Das Netzwerk des öffentlichen Verkehrs ist in der Schweiz stark ausgebaut. Auf der Webseite der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) können Sie Abfahrt und Zielort eingeben und Preisanfragen vornehmen. Sie können hier auch direkt ein Ticket kaufen.

Informationen zu den Stadtbussen in Rapperswil-Jona finden Sie bei den Verkehrsbetrieben Zürichsee und Oberland.

Mehr zur Verkehrslage finden Sie auf unseren Webseiten unter 'Verkehr'.  
02. Gibt es in der Schweiz günstige Angebote für den öffentlichen Verkehr?Nach oben
Sehr nützlich ist das Halbtax-Abonnement der SBB. Damit erhalten Sie die Fahrkarten der SBB zum halben Preis und viele andere Fahrkarten zu einem vergünstigten Tarif.
Wenn Sie mehrmals dieselbe Strecke bereisen, dann lohnt es sich eventuell eine Multi-Tageskarte zu kaufen. Reisen Sie gar häufig im lokalen, regionalen oder nationalen Bahn- und Busnetz (teilweise auch Schiff), dann sollten Sie den Kauf eines Monats- oder Jahresabonnements (Abos) erwägen. Reisen nach 9-Uhr sind oftmals etwas günstiger.

Kinder bis 6 Jahre fahren in allen öffentlichen Verkehrsmitteln gratis.

Von 6 bis 16 Jahren bezahlen sie den halben Fahrpreis. Sehr praktisch ist hier die Juniorkarte, sie kostet 40 Franken pro Jahr. Damit können die Kinder weiterhin kostenlos fahren, wenn auch nur in Begleitung ihrer Eltern oder Grosseltern.
Jugendliche unter 25 Jahren haben die Möglichkeit, zusätzlich zum Halbtax-Abo die Gleis 7 Karte zu kaufen. Somit können Sie zwischen 19 Uhr und 5 Uhr ohne Zusatzkosten in der 2. Klasse Zug fahren.
Auch Senioren profitieren von vergünstigten Angeboten.

Jede Gemeinde hat eine gewisse Anzahl vergünstigte Tageskarten zur Verfügung - so auch Rapperswil-Jona. Alle Einwohner/innen können diese Tageskarten beanspruchen. Damit kann man einen Tag lang in der ganzen Schweiz auf allen öffentlichen Netzen reisen. Diese Karten sind sehr begehrt. Deshalb sollten Sie sich schon früh auf der Gemeinde melden, wenn sie an einem bestimmten Tag eine solche Karte nutzen möchten. Die Karte muss abgeholt werden.
03. Ich fahre gerne Velo, habe aber selbst keines. Wo kann ich ein Velo ausleihen?Nach oben
Wie in verschiedenen grossen Städten, so gibt es auch in Rapperswil-Jona die Möglichkeit, ein Velo/Fahrrad zu mieten. Unter Publibike können Sie in Rapperswil bei der Post ein Fahrrad mieten. In Kürze wird es weitere Ausleihmöglichkeiten geben...

Sehr praktisch sind auch Velobörsen - Velobörse TCS und Velobörse WTL an denen Occasions-Velos zu günstigen Preisen verkauft werden. Seit 2012 sind Fahrräder nicht mehr vignettenpflichtig. Es ist deshalb wichtig, dass Sie sich für den Fall versichern, dass Sie mit Ihrem Fahrrad Schäden anrichten (Haftpflichtversicherung). Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung.
Zur Vermeidung von Unfällen bitten wir Sie, die Verkehrsregeln zu beachten. Ausserdem empfehlen wir, beim Velofahren einen Helm zu tragen. Bei Unfällen werden so schwere Kopfverletzungen verringert oder gar vermieden.
Wer einen Velokurs besuchen möchte, findet ein grosses Angebot bei Pro Velo.
04. Ich besitze einen ausländischen Führerschein. Kann ich damit auch in der Schweiz Auto fahren?Nach oben
Mit einem ausländischen Führerschein dürfen Sie höchstens ein Jahr lang in der Schweiz Auto fahren. Deshalb ist es wichtig, dass Sie schon früh die nötigen Schritte unternehmen, um einen Schweizer Führerschein zu erhalten. Der Besitz des Schweizer Führerscheins ist oft auch wichtig, um eine Arbeitsstelle zu finden.
05. Ich besitze einen ausländischen Führerschein. Was muss ich tun, um einen Schweizer Führerschein zu erhalten?Nach oben
Wenn Sie aus einem Land stammen, welches ein Übereinkommen zur Anerkennung der Führerscheine mit der Schweiz abgeschlossen hat, dann brauchen Sie lediglich die notwendigen Dokumente einzureichen. Wie Sie dabei in ihrem Wohnkanton genau vorgehen, erfahren sie hier.

Wenn Sie aus einem Land stammen, welches kein Übereinkommen zur Anerkennung der Führerscheine mit der Schweiz abgeschlossen hat, dann müssen Sie in der Schweiz erneut eine Fahrprüfung absolvieren.
06. Die Schweizer Fahrprüfung absolvieren: Was muss man da tun?Nach oben
Um sich zur Fahrprüfung anmelden zu können, müssen Sie folgendes gemacht und abgeklärt haben:

  • Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
  • Sie müssen eine bestimmte Anzahl Fahrschulstunden absolviert haben.
  • Sie müssen eine theoretische Prüfung bestehen, in der sie über die Verkehrsregeln Auskunft geben.
  • Sie müssen einen «Erste-Hilfe-Kurs» erfolgreich besucht haben.
  • Sie müssen einen Nachweis einholen, dass sie gut sehen. Dieser Nachweis muss von einem autorisierten Optiker ausgestellt sein.
Die Anmeldung erfolgt durch den Fahrlehrer, respektive eine Fahrschule. Weitere Informationen zum Autofahren lernen erhalten Sie hier.
08. Gibt es auch die Möglichkeit mit dem Schiff zu reisen?Nach oben
Die Gegend von Rapperswil-Jona, respektive der Zürichsee kann attraktiv mit dem Schiff bereist werden. Die Schiffanlegestelle liegt in Rapperswil. Mehr Informationen dazu finden Sie bei der Zürichsee Schifffahrt und Gastro.
01. Sprechen Sie deutsch?Nach oben
Haben Sie Ihre Schulzeit und Ausbildung im Ausland verbracht und suchen nun in der Schweiz Arbeit? Oder möchten Sie sich in der Schweiz weiterbilden?
„Verstehen Sie Deutsch?“ „Parlez-vous français?“ „Parla italiano?“
Egal, ob Sie eine Arbeit suchen oder noch eine Ausbildung machen möchten: eine der wichtigsten Voraussetzungen dazu sind Kenntnisse in der lokalen Amtssprache (im Kanton St. Gallen - Deutsch).
Für eine Hilfsarbeit kann es genügen, wenn Sie die jeweilige Sprache verstehen und ein wenig sprechen können. Immer mehr wird aber auch bei Hilfsarbeiten erwartet, dass Sie ein wenig lesen und schreiben können und für anspruchsvollere Arbeiten sollten Sie schon deutlich bessere Sprachkenntnisse mitbringen. Für eine Weiterbildung oder gar ein Studium hingegen müssen Sie komplizierte Texte lesen und verstehen und selber Texte schreiben können: Je nach Ihrem Ziel müssen Sie also ein anderes Sprachniveau erreichen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich informieren, welche Sprachkurse für Ihr Ziel nötig sind. Hier finden Sie eine Liste der Deutschkurse.
02. Werden meine ausländischen Ausweise/Diplome anerkannt?Nach oben
Der Weg zu einem bestimmten Beruf kann in der Schweiz ganz anders aussehen als in Ihrem Herkunftsland. Haben Sie in Ihrem Herkunftsland eine Ausbildung abgeschlossen und/oder ein Diplom, ein Abschlusszeugnis oder sonst ein Zertifikat erworben?
Sie können diese Ausweise/Diplome prüfen lassen und erfahren, welchen „Wert“ sie in der Schweiz haben. So erfahren Sie zum Beispiel, ob Ihr Diplom mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis gleichwertig ist?
Und vielleicht können Sie hier in der Schweiz noch eine Weiterbildung machen?
03. Wo suche ich eine Arbeit?Nach oben
Umfragen zeigen, dass viele Stellen durch persönliche Beziehungen besetzt werden.
Erzählen Sie Ihren Verwandten, Freunden und Bekannten, dass Sie Arbeit suchen. Vielleicht gibt es in deren Firma plötzlich eine freie Stelle? Oder diese Freunde kennen jemanden, der von einer freien Stelle weiss?
Viele Stellen werden auch ausgeschrieben. Man findet sie in Tageszeitungen (Beilage Stellenanzeiger) oder in Fachzeitschriften (Inserate). Falls Sie selber keine Tageszeitungen abonniert haben, dann suchen Sie grössere Bibliotheken auf mit einer Sammlung von Zeitungen. Manchmal liegen auch in Cafés Zeitungen auf.
Das Internet ist als Stellenmarkt sehr wichtig. Die Website von Comparis bietet einen Überblick über einige Online-Stellenmärkte.
Dann gibt es auch noch „Self Service Terminals“. Das sind Suchportale auf Computern, die Sie zum Beispiel bei der regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) finden. Firmen melden dort ihre freien Stellen an.
Hier finden Sie die Adresse der zuständigen RAV-Stelle. In den Räumen der Arbeitsvermittlung werden ausserdem Meldungen über offene Stellen veröffentlicht und alle Stellensuchenden haben das Recht auf ein Beratungsgespräch. Mehr Infos dazu in der mehrsprachigen RAV-Broschüre.
Nutzen Sie jede passende Gelegenheit, in der Schweiz Arbeitserfahrungen zu sammeln: zum Beispiel Kurs- und Programmangebote für Arbeitslose, Praktika oder aber durch eine Erstarbeit, für die Sie vielleicht zu gut ausgebildet sind. Möglicherweise bietet sich dadurch eine Einstiegsmöglichkeit für eine besser qualifizierte Arbeit in der gleichen Firma oder Sie erhalten ein gutes Arbeitszeugnis, mit dem Sie bei späteren Bewerbungen bessere Chancen haben!
04. Was sind Freiwilligenarbeit, Zeitbörse und 'Dossier freiwillig engagiert'?Nach oben
Freiwilligenarbeit ist ein gesellschaftlicher Beitrag an Mitmenschen und die Gesellschaft. Sie wird unentgeltlich und zeitlich befristet geleistet. Freiwilligenarbeit ergänzt und bereichert die bezahlte Arbeit, tritt aber nicht in Konkurrenz zu ihr.
Mehr als ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz engagiert sich freiwillig. Freiwilligenarbeit ist sehr vielfältig: Nicht nur die Mitarbeit in karitativen, sozialen und kirchlichen Organisationen gehört dazu, sondern ebenso das Engagement in Sport, Kultur, in Interessengemeinschaften und Umweltorganisationen. Diese Einsätze sind ein Beitrag für das Gemeinwohl, die Nachbarschaftshilfe oder ein Engagement in Behörden und politischen Gremien.
Auch Freiwilligenarbeit kann eine gute Gelegenheit sein, Arbeitserfahrungen zu sammeln und dabei Leute kennen zu lernen, die Ihnen bei der Stellensuche weiterhelfen können. BENEVOL Schweiz ist die Dachorganisation der Fach- und Vermittlungsstellen für Freiwilligenarbeit in der Deutschschweiz.
www.freiwilligenjob.ch ist die Schweizer Jobbörse für freiwillige und ehrenamtliche Arbeiten. Unter Stellenmarkt finden Sie vielfältige Angebote an Freiwilligenstellen. Sie sind nach Region und Tätigkeiten geordnet.
In der Zeitbörse Benevol St.Gallen wird Arbeit mit Zeit und nicht mit Geld bezahlt. Jede Tätigkeit ist gleichwertig. Sie bieten Ihre Dienste an und profitieren von den Leistungen anderer. Ein Beziehungsnetz entsteht. Mitmachen können alle, die etwas Zeit haben und aktiv tauschen wollen, die Freude an sozialen Kontakten haben und denen Solidarität ein Anliegen ist. Aus dem Internet oder der Marktzeitung wählen Sie Ihre gewünschte Dienstleistung. Anschliessend kontaktieren Sie die Anbietende oder den Anbietenden und vereinbaren Ort und Zeit für die Ausführung der Arbeit. Es besteht eine Regionalgruppe in Rapperswil-Jona.
Das Dossier freiwillig engagiert ist das Nachweisinstrument, um Freiwilligenarbeit sichtbar zu machen und ihr die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdient. Vorgesetzte und Verantwortliche der Freiwilligenarbeit können hier in Absprache mit den Freiwilligen eine Einsatzbestätigung oder ein Tätigkeits- respektive einen Kompetenznachweis für deren geleisteten Einsatz ausstellen.
Auch freiwillig geleistete Arbeit qualifiziert! Freiwilligenarbeit mobilisiert zusätzliche persönliche Ressourcen, ermöglicht zahlreiche Lernerfahrungen und bringt neue Fähigkeiten hervor.
05. Wer bekommt eine Arbeitsbewilligung?Nach oben
Für die Arbeitssuche ist wichtig, welchen Aufenthaltsausweis Sie haben: je nach Ausweis muss ein Arbeitgeber, der eine Arbeitsbewilligung für Sie beantragen will, zuerst beweisen, dass er für diese Stelle keine andere Person finden konnte.
Es gibt in der Schweiz grundsätzlich zwei Prinzipien: Arbeitnehmende aus EU-/EFTA-Staaten haben einfachen Zutritt zum Arbeitsmarkt (Norwegen und Island gehören zur EFTA). Das verdanken sie dem Personenfreizügigkeitsabkommen der Schweiz mit der EU. Die Qualifikation, also der Grad der Ausbildung, ist weniger zentral.
Für Personen aus allen anderen Staaten (den so genannten "Drittstaaten") gibt es nur Zulassungen, wenn sie als dringend benötigte und gut qualifizierte Arbeitskräfte gelten. Warum diese Einschränkung? Der Schweizer Staat geht davon aus, dass solche Arbeitnehmende langfristig bessere berufliche und soziale Integrationschancen haben. Zudem entspricht das auch dem wirtschaftlichen Trend: weniger Massenverarbeitung, spezialisierte Industrie, mehr Dienstleistungen, mehr Expertenwissen.
Weitere Informationen finden sich auf der Website des Staatssekretariats für Migration. Dort können Sie auch die Voraussetzungen nachlesen, die es für eine Bewilligung braucht.
Personen mit Status F („Vorläufig Aufgenommene“) haben seit Anfang 2006 vollständigen Zugang zum Arbeitsmarkt. Das heisst, dass auch die Arbeitsintegration für Personen aus dem Asylbereich offen ist. Es gibt schweizweit spezielle Angebote, die sich um ihre Situation kümmern. Erkundigen Sie sich bei den Hilfswerken oder bei der kantonalen Asylkoordination.
Der Kanton, in dem Sie wohnen, entscheidet nach den oben genannten Kriterien darüber, ob Sie eine Arbeitsbewilligung erhalten. Mehr Informationen erhalten Sie im Kanton St. Gallen beim Migrationsamt.
06. Was sollte in einer schriftlichen Bewerbung enthalten sein?Nach oben
Begleitbrief: Er erklärt, warum Sie sich genau für diese Stelle interessieren.
Lebenslauf: Er gibt den Arbeitgebenden Informationen über persönliche Verhältnisse, Ausbildungen, Berufserfahrungen und Sprachkenntnisse.
Aktuelles Foto
Kopien der Arbeitszeugnisse
Kopien der Diplome und Fachausweise
Referenzliste
Weitere Unterlagen:
Beispielsweise Zertifikate von Weiterbildungen und Kursen, Handschriftprobe (wenn verlangt), Arbeitsproben.
Bei umfangreichen Bewerbungsmappen ist ein Inhaltsverzeichnis von Vorteil. Achten Sie darauf, dass die Unterlagen vollständig sind und der Reihenfolge entsprechen!

Auf dem Internet finden Sie gute Tipps für alle Berufsgruppen: vom Hilfsarbeiter über den Handwerker bis zu den gut qualifizierten Führungskräften.
www.treffpunkt-arbeit.ch/jobsuche/bewerbungstipps/ (Bewerbungstipps)
Broschüre mit Bewerbungstipps des Staatssekretariats für Wirtschaft
www.be-werbung.ch (Be-Werben)

Sollten Sie eine persönliche Beratung für die Bewerbung wünschen, so dürfen Sie beim RAV einen Termin vereinbaren. Melden Sie sich dazu beim betreuten Bewerbungsbüro unter
058 229 76 56. Bitte bringen Sie Ihren Lebenslauf, ein Farbfoto, Arbeitszeugnisse, die Aufenthaltsbewilligung und einen USB-Stick zum Treffen mit. Für eine bereits bekannte Stelle ausserdem das Stelleninserat.

Einige Firmen bevorzugen eine elektronische Bewerbung. Dafür sollten Sie das gesamte Bewerbungsdossier (die Zeugnisse und Diplome müssen Sie einscannen) in ein "Pdf"-Format umwandeln. Bewerbungen per Internet können per E-Mail oder online (Eingabeformular der Firma) erfolgen.
Hilfe bei der Erstellung Ihres Lebenslaufs (CV) erhalten Sie auch beim Lebenslaufgenerator.
07. Was heisst, sich "blind" bewerben?Nach oben
Wenn Sie sich für bestimmte Firmen interessieren, können Sie sich auch „blind“ oder „spontan“ bewerben. Das heisst, dass Sie Ihre Bewerbung an eine Firma senden, obwohl keine Stelle ausgeschrieben ist. Man nennt das heute auch „Initiativ-Bewerbung“.
Am besten orientieren Sie sich im Voraus über die Adresse der/des Personalverantwortlichen. Einige Personalverantwortliche sammeln diese Bewerbungen. Wenn eine Stelle frei wird, studieren sie zuerst diese Bewerbungsmappen.
Auf dem Internet finden Sie gute Tipps zur Blindbewerbung.
08. Wie verhalte ich mich beim Vorstellungsgespräch?Nach oben
Vorbereitung
Sich vorstellen heisst, einen möglichen Vertragspartner und dessen Arbeitsangebot kennen zu lernen und sich selber sowie seine Kompetenzen und Ressourcen zu präsentieren. Man gewinnt gegenseitig erste Eindrücke und prüft sich mit wohlwollend kritischer Haltung. Es gibt keine pfannenfertigen Rezepte, aber Regeln, die je nach Fall und Situation zu beachten und den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzuwenden sind. Ein absolutes MUSS, ohne wenn und aber, ist trotzdem zu erwähnen: Mobiltelefon ausschalten – schon vor dem Gespräch!
Kleidung
Es geht nicht um Kleiderregeln, eher um eine flexible Richtschnur: Ziehen Sie sich so «normal» wie möglich an, so «normal», wie Sie auf den Arbeitsweg gehen würden. Denken Sie einfach, Sie würden als Freischaffender ein Gespräch mit einem wichtigen neuen Kunden führen. Sauber und gepflegt kann man in unterschiedlichen Kleidungen wirken. Wichtig ist aber auch, dass es Ihnen wohl ist dabei und dass Sie sich sicher fühlen in Ihrer Textilhaut.
Zwei Fragen stehen im Vordergrund, nämlich:
  1. WAS will mein GESPRÄCHSPARTNER von mir wissen?
  2. WAS will ICH wissen?
Vorstellungsgespräche laufen sehr unterschiedlich ab; das ist abhängig von den Arbeitgebenden, von den Anforderungen an die Stelle – aber natürlich auch von Ihnen. Sie können sich auf diese Themen vorbereiten:
• Besuchte Schulen, Berufserfahrungen
• Besonderheiten in Ihrem Lebenslauf (abgebrochene Ausbildungen, Beschäftigungspausen, häufige Stellenwechsel)
• Gründe für Stellenwechsel
• Besondere Fähigkeiten, Stärken und Schwächen
• Berufliche Ziele und Zukunftsvorstellungen
• Interesse und Pläne für Weiterbildungen
• Besondere Leistungen und Erfolge an der letzten Stelle
• Teamfähigkeit
• Ihre Erwartungen an die neue Stelle, an Vorgesetzte und Arbeitskolleginnen und -kollegen
• Spezielle Eigenschaften, die Sie für diese Stelle mitbringen (Warum soll der Arbeitgeber Sie auswählen?)
Nicht in ein Bewerbungsgespräch gehören Fragen wie:
• Vereinszugehörigkeiten (ausser bei politischen Mandaten sowie in wichtigen PR-Funktionen, falls dadurch Widersprüche auftauchen könnten)
• politische Überzeugung (ausser bei politischen Mandaten oder Stellen in einem Parteienbüro, bei Lobbyisten und dergleichen)
• Religion (ausser es spielt bei der Stelle eine Rolle, also in einer Kirche, einer Partei, etc.)
• Zivilstand
• Familiensituation (ausser die Information hat direkt einen Einfluss darauf, ob Sie sich für eine Stelle eignen)
• mögliche oder geplante Schwangerschaft bei Frauen
Auch auf dem Internet finden Sie gute Tipps:
http://www.treffpunkt-arbeit.ch/publikationen/broschueren/
www.be-werbung.ch
09. Wo erhalte ich Unterstützung bei der Arbeitssuche?Nach oben
Sie können bei der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) Ihrer Region nachfragen:
Regionales Arbeitsvermittlungszentrum Rapperswil-Jona
Neue Jonastrasse 59
8640 Rapperswil
Tel.: 058 229 76 56
Konsultieren Sie auch die mehrsprachigen Broschüren.

Wenn Sie nicht sicher sind, was sie suchen sollen, kann Ihnen die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons St. Gallen helfen. Die Berufsberatung vermittelt keine Arbeitsstellen, aber Sie können in der Beratung mit einer Fachperson berufliche Möglichkeiten besprechen oder neue Ideen suchen oder Sie können zusammen mit der Fachperson Ihren Weg zu einer passenden Arbeit oder Ausbildung planen.
Berufs- Studien- und Laufbahnberatung See-Gaster
Bahnhofstrasse 18
8730 Uznach
Tel./Fax: 055 229 05 40 / 055 229 05 41
10. Ich fühle mich unfair behandelt. Was kann ich tun?Nach oben
Überlegen Sie sich genau, aus welchen Gründen Sie mit Ihrem Arbeitsplatz nicht zufrieden sind:
Sprechen Sie mit Kollegen und Kolleginnen darüber. Da finden Sie bestimmt Freunde und Tipps, die Ihnen weiterhelfen können.
Am besten machen Sie sich Notizen über einzelne Vorgänge und sorgen auch dafür, dass Sie Zeugen haben (Arbeitskollegen oder -kolleginnen).
Sie können bei einer Rechtsberatung, bei Gewerkschaften oder Hilfswerken Erkundigungen einholen. Die Adressen finden Sie im lokalen Amtsblatt, beim RAV, auf dem Amt für Arbeit oder auf der Integrationsfachstelle. Manchmal kann es auch hilfreich sein, interkulturelle Vermittlerinnen und Vermittler beizuziehen.
Bei Fragen aus dem Arbeitsvertragsrecht können Sie sich beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) beraten lassen.
Bei Arbeitskonflikten können Sie sich zudem an eine Schlichtungsstelle wenden. Eine Übersicht finden Sie unter: Arbeitskonflikte: Kontaktstellen
Für Jugendliche gibt es zum Beispiel das Programm Fairness des National Coalition Building Institut.
01. Wie ist die Schule in der Schweiz aufgebaut?Nach oben
Die meisten Schülerinnen und Schüler (95%) in der Schweiz absolvieren die obligatorische Schule (inkl. Kindergarten) in der öffentlichen Schule ihrer Wohngemeinde. 5% besuchen eine Privatschule.

Die öffentliche Schule, Volksschule genannt, erfüllt eine wichtige Integrationsfunktion: Kinder mit sozial, sprachlich und kulturell unterschiedlichem Hintergrund besuchen die gleiche Schule. Die Volksschule ist kostenlos. Es steht den Eltern jedoch offen, eine private Schule für ihre Kinder zu wählen.

Die Schulen werden von den Kantonen verantwortet. Die Gemeinden organisieren den Schulbetrieb. Die hohe lokale Verankerung erlaubt angepasste Lösungen vor Ort. Weitere Informationen zum Schulsystem in der Schweiz finden Sie unter www.edk.ch.
Alle Kinder müssen 11 Jahre lang zur Schule gehen. Darin eingeschlossen sind zwei Jahre Kindergarten. Je nach Kanton oder zum Teil auch je nach Gemeinde sind die 9 Jahre Schule anders aufgeteilt. Unterschiedlich ist auch, was für Schultypen angeboten und wie sie genannt werden.

In Rapperswil-Jona wird hochdeutsch unterrichtet. Dem Sprachenlernen kommt in der Schweiz traditionsgemäss eine wichtige Rolle zu. Während der obligatorischen Schulzeit erhalten alle Schülerinnen und Schüler Unterricht in mindestens zwei anderen Sprachen. Ab der 5. Klasse französisch und ab der 3. Klasse englisch.
Eine Übersicht über die kantonalen Schulsysteme bietet http://www.edk.ch/dyn/14798.php
Der Kanton St. Gallen bietet Ihnen die Möglichkeit, in verschiedenen Sprachen Informationsmaterial für Eltern herunterzuladen. Es handelt sich um allgemeine Infos zur Schule für Eltern zum Kindergarten, zur Einschulung, zum Zeugnis / zu Beurteilungen und zum Übertritt in die Oberstufe
Volksschule Kanton St.Gallen
02. Wie sieht das Schulsystem in Rapperswil-Jona aus?Nach oben
In Rapperswil-Jona gehen die Kinder, die am 31. Juli das vierte Altersjahr vollendet haben, in den Kindergarten. Der Kindergarten dauert zwei Jahre und ist im Kanton St. Gallen obligatorisch. Danach besuchen die Kinder sechs Jahre lang die Primarschule.
Die anschließende Oberstufe dauert drei Jahre. Sie ist in folgende Schultypen unterteilt:
Sekundarklassen: für lernstarke Schülerinnen und Schüler
Realklassen: für mittlere Schülerinnen und Schüler
Kleinklassen: für lernschwache Schülerinnen und Schüler
(Kleinklassen sind der Realklasse angegliedert).

In den Schulhäusern Hanfländer und Schachen gibt es Einführungsklassen (1.Klasse verteilt auf 2 Jahre).
Kinder mit besonderen Schwierigkeiten im Kindergarten oder der Primarschule wird eine Integrative Schulungsform (ISF) angeboten.
In allen Primarschuleinheiten arbeiten Fachpersonen für Schulische Heilpädagogik eng mit den Klassenlehrpersonen zusammen. Sie unterstützen die Klassenlehrpersonen bei deren Aufgabe, alle Kinder der Klasse angemessen und fachlich richtig zu fördern. Sie beraten die Lehrpersonen, die Eltern und die Lernenden, sie unterrichten im Teamteaching und sie arbeiten mit Gruppen oder mit einzelnen Kindern. Die geeigneten Arbeitsformen wählen sie aufgrund ihrer Beurteilung der Gesamtsituation einer Klasse und der spezifischen Bedürfnisse einzelner Kinder.
Kinder mit Behinderungen besuchen in der Regel die Heilpädagogische Schule in Rapperswil-Jona oder eine andere Sonderschule im Kanton St.Gallen.
Kinder mit besonderen Talenten können sich in der Begabtenförderung, Lernforum genannt, optimal weiter entwickeln. Informationen können Sie bei der Lehrperson beziehen.
Rapperswil-Jona bietet auf der Oberstufe eine Talentförderung an für begabte Sportler und Sportlerinnen, für Ballet, für Musiker und Musikerinnen und für gestalterisch Begabte. Hier finden die Kinder genügend Zeit für Training und Unterricht. Das Programm wird individuell abgestimmt.
03. Was ist der Kindergarten?Nach oben
Der Kindergarten ist Teil der Volksschule. Im Kanton St. Gallen ist der Besuch des Kindergartens obligatorisch. Er dauert zwei Jahre.
Im Kindergarten wird viel gespielt. Manchmal spielen die Kinder ohne Vorschrift der Kindergärtnerin jene Spiele, die sie spontan gerne spielen, manchmal allein, meistens zusammen mit andern Kindern. Manchmal spielen sie Spiele nach Anleitung der Kindergärtnerin. Dazu gibt es kurze Lektionen. Die Lektionen sind aber anders als in der Schule: die Kinder müssen noch nicht rechnen, lesen und schreiben. Die Kindergärtnerin malt, bastelt, singt und tanzt mit den Kindern.
Durch Spiele und Lektionen werden die Kinder unterstützt, Fähigkeiten zu erwerben, die für die Schule und das spätere Leben wichtig sind. Sie lernen zum Beispiel:
  • zuhören und sich ausdrücken;
  • längere Zeit an einer Arbeit oder an einem Spiel bleiben;
  • sich konzentrieren;
  • selbstständig planen und Entscheide treffen;
  • sich mit anderen Kindern und Erwachsenen zurechtfinden;
  • gemeinsame Regeln respektieren.
Mit diesen Fähigkeiten haben Kinder gute Chancen, in der Schule erfolgreich zu sein.
Für Kinder, die noch nicht deutsch können, werden im Kindergarten von ausgebildeten DaZ-Lehrpersonen Deutschlektionen angeboten (DaZ = Deutsch als Zweitsprache).
04. Wie und wo muss ich mein Kind für den Kindergarten anmelden?Nach oben
Ihr Kind ist auf dem Einwohneramt registriert. Sie erhalten rechtzeitig von der Schulverwaltung die Aufforderung zur Anmeldung. Besuchen Sie als Vorbereitung den Elternabend für alle zukünftigen Kindergarten-Eltern. Die Informationen dazu erhalten Sie ebenfalls von der Schulverwaltung.
05. Mein Kind geht demnächst in den Kindergarten. Wie kann ich es in dieser neuen Lebensphase unterstützen?Nach oben
Manche Kinder sind offener für Neues, andere schüchterner. Es hilft allen Kindern, wenn sie spüren, dass die Eltern sich über das freuen, was sie lernen. Interessieren Sie sich deshalb für die Aktivitäten im Kindergarten. Fragen Sie möglichst oft: «Wie ist es heute im Kindergarten gegangen?» Oder: «Was habt ihr gemacht?» Nehmen Sie regelmässig Kontakt zur Kindergärtnerin auf.

Es ist gut, wenn Kinder auch zu Hause Papier und Farbstifte, eine abgerundete Schere, Leim, Puzzles, Spiele, Puppen oder Stofftiere haben. Lassen Sie Ihr Kind selbstständig etwas basteln und zeichnen. So lernen Kinder mit Schere und Leim umzugehen und lernen kreativ zu sein . Selber erfundene Spiele oder Konzentrationsspiele wie zum Beispiel das Memory oder Puzzles fördern die Kinder mehr als Computerspiele. Nehmen Sie sich Zeit und spielen Sie möglichst oft mit Ihrem Kind. Beim Spielen lernen Kinder Ausdauer, Geduld und auch damit umzugehen, dass man beim Spiel verlieren kann.

Im Kindergarten begegnen Kinder einer Welt, die sich von derjenigen zuhause unterscheidet. Manchmal sind die Kinder unsicher, ob sie sich wirklich auf diese neue Welt einlassen dürfen und ob ihre Eltern damit einverstanden sind. Wenn Ihr Kind spürt, dass Sie sich für den Kindergarten interessieren und sich darüber freuen, was es dort lernt, dann kann es auch selber offen sein und vom Kindergarten profitieren. Durch Besuche im Kindergarten und Gespräche mit der Kindergärtnerin zeigen Sie dem Kind, dass beide Welten miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten.
06. Wie kann ich meinem Kind helfen, die deutsche Sprache zu lernen?Nach oben
Kinder, die sich in ihrer Muttersprache gut ausdrücken können und viele Wörter kennen, lernen die deutsche Sprache leichter. Deshalb ist es wichtig, dass Sie mit den Kindern in Ihrer Muttersprache sprechen. Im Alltag gibt es dafür unzählige Möglichkeiten. Wichtig ist, dass Sie sich so oft wie möglich wirklich Zeit nehmen, mit dem Sohn oder der Tochter zu sprechen und zuzuhören. Wenn Sie gleichzeitig auch Freude über deutsche Wörter zeigen, die das Kind aus dem Kindergarten mitbringt, dann ist das eine gute Unterstützung.

Mütter und Väter, die am Arbeitsplatz, im Gespräch mit Nachbarn oder in einem Kurs die deutsche Sprache lernen, helfen damit gleichzeitig auch den Kindern auf ihrem Weg durch den Kindergarten und die Schule.
Deutschkurse für Kinder und ihre Mütter finden Sie beim Familienforum oder beim Fachdienst Integration.
Hier finden Sie die Stadtbibliothek, sowie die Ludothek (Spielwarenverleih).
07. Ich bin berufstätig. Gibt es eine Betreuung vor und nach dem Kindergarten? Gibt es einen Ort, wo die Kinder über Mittag oder nach der Schule betreut werden?Nach oben
In den Schulen und Kindergärten stehen verschiedene Betreuungsangebote zur Verfügung:

  • Mittagstische (in allen Primarschuleinheiten): Die Kindergarten- und Schulkinder bringen ihren Lunch mit und sind über die Mittagszeit betreut. An einzelnen Standorten wird eine warme Mahlzeit angeboten (kostenpflichtig). Dieses Angebot wird in nächster Zeit weiter ausgebaut.
  • Nachmittagsbetreuung (an vier Standorten in Rapperswil-Jona): Die Kindergarten- und Schulkinder sind an den freien Nachmittagen und nach der Schule von 14 bis 18 Uhr betreut. Die Kinder bekommen einen Zvieri. Die Betreuung ist kostenpflichtig.
  • Ferienbetreuung (an der Mythenstrasse 35 in Rapperswil): Die Kindergarten- und Schulkinder sind während den Schulferien von 8 bis 18 Uhr betreut (ausgenommen Weihnachtsferien und mittlere drei Sommerferienwochen). Den Mittagslunch bringen die Kinder von zu Hause mit; sie erhalten gesunde und nahrhafte Zwischenmahlzeiten. Die Betreuung ist kostenpflichtig. Die Kinder können diese Angebote der Schule an einzelnen Tagen oder während der ganzen Woche von Montag bis Freitag in Anspruch nehmen.

Für alle Angebote muss eine Anmeldung erfolgen.

Private Angebote:

  • Kinderhort:  Die Kosten für die Betreuung im Hort sind abhängig vom Einkommen der Eltern und müssen von diesen getragen werden.
  • Tagesfamilie: Die Kosten für die Betreuung in einer Tagesfamilie sind abhängig vom Einkommen der Eltern und müssen von diesen getragen werden. 
08. Mein Kind fühlt sich im Kindergarten oder in der Schule nicht wohl. Was soll ich tun?Nach oben
Sprechen Sie mit der Kindergärtnerin oder der Lehrperson. Es ist wichtig, dass sie informiert ist. So können Sie zusammen eine Lösung suchen (Kinderarzt, Psychologe, Heilpädagogin). Falls nötig, nehmen Sie jemanden zum Übersetzen mit. Wenn Sie sich mit der Kindergärtnerin nicht einigen können, sprechen Sie mit dem/der Schulleiter/in.
Wenn die Kindergärtnerin / Lehrperson bemerkt, dass ein Kind Probleme hat, sucht sie ihrerseits den Kontakt mit den Eltern und bespricht mit ihnen, wie man dem Kind helfen könnte. Vielleicht sucht sie auch Rat bei der zuständigen Heilpädagogin.
09. Was mache ich, wenn mein Kind krank ist?Nach oben
Wenn das Kind krank ist, muss die Lehrperson informiert werden. Rufen Sie vor dem Beginn des Unterrichts im Kindergarten oder in der Schule an. Manche Lehrpersonen geben auch ihre Privatnummer bekannt. Am Sonntag rufen Sie besser nur im Notfall an. Viele möchten auch einmal einen freien Tag.
10. Ist die Teilnahme an Klassenlagern und Schulreisen obligatorisch?Nach oben
Ja, die Teilnahme an Schulreisen und Ausflügen, an Sporttagen, Skitagen, Klassenlagern, Projektwochen und ähnlichem ist obligatorisch. Diese Aktivitäten gehören zum Schulunterricht und fördern das Lernen. Es ist auch wichtig für die Beziehungen der Kinder untereinander. Wenn Sie genauere Informationen wünschen, sprechen Sie mit der Lehrperson.
Auf spezielle Anforderungen in Sachen Ernährung kann Rücksicht genommen werden. Die Mädchen und Knaben sind in separaten Schlafräumen untergebracht.
11. Die Lehrperson meines Kindes hat eine Abklärung vorgeschlagen. Was ist das?Nach oben
Bei einer Abklärung wird Ihr Kind von einer spezialisierten Fachperson untersucht. Sie prüft, woher die Schwierigkeiten kommen und welche Unterstützung nötig ist.
12. Was macht der Schulpsychologische Dienst?Nach oben
Der Schulpsychologische Dienst (SPD) berät Lehrpersonen und Eltern, wenn ein Kind in der Schule Schwierigkeiten hat. Manche Kinder haben schlechte Noten und sind überfordert. Andere sind unterfordert und langweilen sich in der Schule. Wieder andere können sich schlecht konzentrieren oder sind unruhig im Unterricht. Oder ein Kind geht wegen der Schulkollegen nicht gern zur Schule.

Die Schulpsychologin oder der Schulpsychologe führt Gespräche mit dem Kind und den Eltern. Er /sie kann für die Abklärungen auch Tests verwenden. Aufgrund der Resultate werden Vorschläge erarbeitet, wie dem Kind am besten geholfen werden kann.

Die Schulpsychologin oder der Schulpsychologe kann geeignete Unterstützungsmassnahmen oder auch die Versetzung in einen anderen Schultypus vorschlagen. Manchmal berät er/sie auch einfach die Lehrpersonen und die Eltern, wie sie das Kind besser unterstützen und fördern können.
Wenn nötig werden auch Dolmetscher eingesetzt.
13. Was ist eine Kleinklasse?Nach oben
In Rapperswil-Jona gibt es folgende Kleinklassen:
  • Einführungsklassen: für Kinder, die noch nicht reif sind, dem Unterricht der 1. Klasse zu folgen. In der Einführungsklasse wird der gesamte Schulstoff der 1. Klasse auf zwei Jahre verteilt.
  • Kleinklassen nur in der Realschule: für Kinder mit Schwierigkeiten im Verhalten oder mit Lernproblemen.
In den Kleinklassen hat es weniger Kinder pro Klasse als in den Regelklassen. Die Lehrpersonen, die in den Kleinklassen unterrichten, verfügen über eine zusätzliche Ausbildung (Heilpädagogen HFH). Ihr Kind erhält damit die Chance, Lern – oder Konzentrationsschwächen und andere Beeinträchtigungen gezielt anzugehen und nicht sein Leben lang mit Nachteilen zu kämpfen. Oft handelt es sich um eine vorübergehende Massnahme.
Wenn Ihr Kind einer Kleinklasse zugeteilt wird, bekommen Sie eine schriftliche Mitteilung. Sie haben das Recht, gegen diesen Entscheid schriftlich Rekurs zu erheben. Auf dem Brief mit der Mitteilung steht unten, wie viel Zeit Sie für den Rekurs haben und an welche Adresse Sie schreiben müssen. Es ist wichtig, dass der Brief die Gründe für die Ablehnung enthält. Senden Sie den Rekursbrief mit eingeschriebener Post an die im Einteilungsschreiben erwähnte Adresse (Rechtsmittelbelehrung).
14. Wer entscheidet, ob mein Kind der Sekundarklasse oder Realklasse zugewiesen wird?Nach oben
Die Lehrperson schlägt vor, welchem Schultypus Ihr Kind zugewiesen wird. Dabei wird sowohl auf seine Noten wie auf sein Verhalten in der Schule geachtet (Interesse, Fleiss, Selbstständigkeit im Lernen, Verlässlichkeit). In einem gemeinsamen Gespräch mit den Eltern wird der Vorschlag besprochen.
Wenn Sie mit dem Vorschlag nicht einverstanden sind, können Sie das der Lehrperson mitteilen. Der Entscheid wird durch die Schulverwaltung gefällt. Die Eltern können gegen diesen Entscheid Rekurs einlegen.
15. Welche Schulfächer werden in Rapperswil-Jona unterrichtet?Nach oben
Der Kanton St. Gallen hat einen einheitlichen Lehrplan. Sie können mit Ihrer Lehrperson darüber sprechen, sie wird Ihnen diesen gerne unterbreiten.

Der Besuch des Unterrichtes in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) ist freiwillig. Er wird aber sehr empfohlen. Die Note wird in Rapperswil-Jona ins Zeugnis eingetragen.
16. Welche Noten gibt es in der Schule von Rapperswil-Jona?Nach oben
Im Kindergarten, in der Basisstufe, in der Einführungsklasse, in der 1. Klasse und im 1. Semester der 2. Klasse gibt es statt Noten ein Elterngespräch pro Jahr.

Ab dem 2. Semester der 2. Klasse gibt es Noten von 1 bis 6, um die Leistung der Kinder zu beurteilen. Die Noten bedeuten:
1 = sehr schwach
2 = schwach
3 = ungenügend
4 = genügend
5 = gut
6 = sehr gut
Im Zeugnis können auch halbe Noten stehen, zum Beispiel 4,5 oder 5,5. Jedes Kind bekommt zweimal im Jahr ein Zeugnis (vor den Sportferien und vor den Sommerferien). Das Zeugnis muss mit der Unterschrift der Eltern in die Schule zurückgebracht werden.
17. Welche Angebote gibt es für Kinder mit einer anderen Muttersprache?Nach oben
Kinder, die noch Mühe im Deutsch haben, können den Unterricht «Deutsch als Zweitsprache» besuchen. Dieser Zusatzunterricht ist kostenlos und wird während der Unterrichtszeit angeboten. In der Regel wird er während drei bis vier Jahren besucht. In besonderen Fällen ist eine Verlängerung möglich.

Der Besuch der «Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur» ist freiwillig. Die Noten, die das Kind in diesem Kurs erhält, werden im Zeugnis eingetragen. Je besser ein Kind seine Muttersprache spricht, desto einfacher fällt ihm das Erlernen der deutschen Sprache. Informationen zu den HSK-Lehrpersonen erhalten Sie bei Ihrer Botschaft oder Ihrem Konsulat. Oder bei den entsprechenden Kulturvereinen.
18. Wird in der Schule Rücksicht auf verschiedene religiöse und kulturelle Festtage genommen?Nach oben
In Rapperswil-Jona können die Kinder an zwei frei gewählten Halbtagen im Jahr für hohe religiöse oder kulturelle Feiertage vom Schulbesuch befreit werden. Der Antrag auf einen schulfreien Tag ist an die Lehrperson zu richten. Diese Tage werden auch «Joker-Halbtage» genannt. Alle Schulkinder besitzen gesamthaft zwei Joker-Halbtage pro Schuljahr. Längere Absenzen bedingen ein Gesuch an die Schulleitung.

Der Religionsunterricht, Religion genannt, in dem über alle Weltreligionen gesprochen wird, ist für alle Schülerinnen und Schüler obligatorisch. Der Unterricht in christlicher Religion wird zum Teil von den Kirchen angeboten und „Katechese“ genannt. Wer nicht der christlichen Religion angehört, besucht keine Katechese. Eltern können ihr Kind von der Katechese schriftlich bei den Kirchen abmelden. Erkundigen Sie sich bei der Lehrperson oder beim Schulsekretariat.
19. Ich möchte mein Kind beim Besuch der Schule so gut wie möglich unterstützen. Wie kann ich das tun?Nach oben
Das Wichtigste ist Ihr Interesse für die Schule und das Gelernte. Fragen Sie deshalb so oft wie möglich: «Wie ist es heute in der Schule gegangen?» Oder: «Was habt ihr gemacht?» Nehmen Sie sich die Zeit zum Zuhören.
Das Merkblatt des Schulpsychologischen Dienstes ist mehrsprachig und enthält die meisten Infos, die hier nachfolgen.
Vor allem bei wichtigen Gesprächen mit den Lehrpersonen ist es sinnvoll, dass ein Übersetzer oder eine Übersetzerin dabei ist (zum Teil nennt man sie auch "interkulturelle Vermittlerin oder interkultureller Vermittler"). Es ist nicht gut, wenn das Kind selber oder ein älteres Geschwister für Sie übersetzt.
20. Wo kann ich mich hinwenden, wenn mein Kind Probleme in der Schule hat?Nach oben
Wenn sich ihr Kind in der Schule nicht wohl fühlt, sprechen Sie zuerst mit der Lehrperson. Findet sich keine Lösung, können Sie sich an die Schulleitung wenden. Hilfe und Beratung erhalten sie auch beim Schulpsychologischen Dienst oder bei der Jugend- und Familienberatung.
21. Mein Kind hat schlechte Noten. Wer kann helfen?Nach oben
Erkundigen Sie sich bei der Lehrperson, wo die grössten Schwierigkeiten liegen. Wenn Ihr Kind Mühe mit dem Schulstoff hat und schlechte Noten erzielt, können Sie es bei der Hausaufgabenhilfe anmelden. Informationen über wo, wann und die Kosten können Sie bei den Lehrpersonen holen. Es gibt auch viele private Nachhilfe-Angebote. Manche sind aber sehr teuer.
Es ist nicht gut, wenn das Aufgabenmachen zu einem grossen täglichen Kampf wird! Dem Kind verleidet das Lernen, wenn es keine Erfolge verbuchen kann. Das hat nicht mit der Intelligenz zu tun, sondern mit seiner seelischen Reife.
Erkundigen Sie sich, ob es von Vereinen oder Organisationen kostengünstige Projekte gibt, die von ausgebildeten Lehrpersonen betreut werden. Vielleicht kann Ihr Kind die Hausaufgaben auch zusammen mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin machen. Gemeinsames Lernen macht oft mehr Spass.
22. Gibt es Zusatzhilfen bei besonderen Schwierigkeiten?Nach oben
Wenn Kinder besondere Schwierigkeiten haben, zum Beispiel beim Sprechen, Bewegen oder Lernen, erhalten sie oft eine kostenlose Unterstützung (Logopädie, Legasthenie, Bewegungsförderung, heilpädagogischer Förderunterricht). Je früher dem Kind geholfen wird, desto einfacher können die Probleme vollständig oder teilweise behoben werden. Damit geben Sie Ihrem Kind die Chance, nicht sein Leben lang mit diesen Problemen zu kämpfen.
Bevor die Kinder unterstützt werden können, ist eine Abklärung bei einer spezialisierten Fachstelle notwendig.
23. Was kann ich tun, wenn ich einen Konflikt mit der Lehrperson habe?Nach oben
Suchen Sie zunächst das Gespräch mit der Lehrperson. Falls nötig, nehmen Sie einen Übersetzer oder eine Übersetzerin mit. Wenn das Gespräch nichts bringt, können Sie sich an die Schulleitung wenden.
Hilfe und Beratung bekommen Sie auch bei der Jugend- und Familienberatung  oder beim Schulpsychologischen Dienst.
24. Mein Kind hat keine Aufenthaltsbewilligung. Kann ich es trotzdem in die Schule schicken?Nach oben
Ja, die Schulen sind verpflichtet, alle Kinder aufzunehmen, unabhängig von ihrer Aufenthaltsbewilligung.

Wenden Sie sich für genaue Informationen an eine spezialisierte Beratungsstelle, zB.die Beratungsstelle für Sans-Papiers in Zürich: www.sans-papiers.ch
Melden Sie sich bei der Schulverwaltung der Stadt Rapperswil-Jona (siehe Behörde). 
25. Was sind unsere Rechte als Eltern in Bezug auf die Schule?Nach oben
Als Eltern werden Sie von der Lehrperson über die Leistungen und das Verhalten Ihres Kindes in der Schule informiert. Sie dürfen Schulbesuche machen. Melden Sie sich vorgängig bei der Lehrperson an. Bei allen Verfügungen des Schulrats (Bsp. Klasseneinteilung, Promotion, etc.) besteht ein Rekursrecht. Dieses wird jeweils explizit auf der jeweiligen Verfügung erwähnt.
Einige Schuleinheiten verfügen über einen Elternrat. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Lehrperson oder der Schulleitung.
26. Was sind unsere Pflichten als Eltern in Bezug auf die Schule?Nach oben
Die Eltern sind verpflichtet, dass ihre Kinder pünktlich zur Schule gehen und dass sie zuhause einen ruhigen Platz für die Hausaufgaben haben. Es ist wichtig, dass Kinder die Hausaufgaben machen. Kontrollieren Sie wenn nötig, ob die Hausaufgaben gemacht sind, und helfen Sie Ihrem Kind bei den Hausaufgaben, wenn Sie können. Sie müssen auch darauf achten, dass die Kinder genügend schlafen und am Morgen vor der Schule frühstücken. Wenn die Kinder krank sind, müssen Sie die Lehrperson informieren.

Es ist wichtig, dass Sie Kontakt zur Lehrperson halten und dass sie an Elternveranstaltungen in der Schule teilnehmen.
27. Welche Freizeit-Aktivitäten können Schul- und Kindergarten-Kinder in Rapperswil-Jona besuchen?Nach oben
In der Rubrik Freizeit > Kinder erfahren Sie mehr zu diesem Thema.
28. Familienbudget?Nach oben
Wenn Ihre Kinder schulpflichtig werden, ändert sich auch das Familienbudget. Hier ein passender Link dazu:
www.budgetberatung.ch/
01. Mit Trennen, Sammeln und Zurückbringen Geld sparen und die Umwelt schonenNach oben
Rapperswil-Jona ist Energiestadt. 2009 hat Rapperswil-Jona den european energy award erhalten. Sie können aber auch selbst durch richtige Abfalltrennung zu einer sauberen Stadt und Umwelt beitragen und Ihr Portemonnaie schonen.
Der Entsorgungsplan teilt Rapperswil-Jona in Kreise ein. Er gibt Ihnen Auskunft, in welchem Entsorgungskreis Sie wohnen. Jedem Haushalt wird der Entsorgungsplan bzw. Entsorgungskalender am Jahresanfang zugestellt. Darin erfahren Sie, wo die nächste Sammelstelle ist, wann die Müllabfuhr kommt und erhalten weitere wichtige Informationen zum Thema Abfall und Entsorgung. Sehr praktisch ist auch das Abfall-Erinnerungs-Mail, das Sie jeweils 2 Tage im Voraus über die Entsorgungstermine von Karton und Papier informiert.
01. Wie finde ich eine Wohnung?Nach oben
Das Bundesamt für Wohnungswesen informiert in 16 Sprachen über das Wohnen in der Schweiz.

Am besten suchen Sie auf verschiedenen Wegen nach einer Wohnung:
  • Internet I: Auf den Internetseiten www.homegate.ch und www.comparis.ch lassen sich Wohnungen nach Regionen, Mietzins oder anderen Kriterien suchen.
  • Internet II: Suchen Sie via Internet Listen von Baugenossenschaften und Immobilienverwaltungen
Anmerkung: Die preisgünstigen Mietwohnungen finden Sie bei Baugenossenschaften (BG). Gewisse BG verlangen eine Beteiligung durch Anteilscheine.

  • Anmeldeformular: Verlangen Sie bei möglichst vielen Baugenossenschaften und Verwaltungen ein Anmeldeformular. Nachfragen: Melden Sie sich immer wieder bei den Verwaltungen und Baugenossenschaften, nachdem Sie Ihre Anmeldung eingereicht haben. Fragen Sie in regelmässigen Zeitabständen telefonisch und persönlich nach.
  • Tagespresse: Lesen Sie den Immobilienteil möglichst vieler Zeitungen inkl. Quartierzeitungen. Auf Wohnungsinserate sollten Sie sehr schnell reagieren.
  • Inserate im Einkaufszentrum: Benutzen Sie Gratis-Inserate-Tafeln von Einkaufszentren, Migros, Coop, Sonnenhof, Manor, Quartierläden, Restaurants, Gemeinschaftszentren, Schulen und Spitälern.
  • Bekanntenkreis: Informieren Sie Ihren Freundeskreis und Ihre Verwandtschaft über die Wohnungssuche. Nutzen Sie auch Ihr Umfeld am Arbeitsplatz.
02. Viel Abfall ist teuer. Was kann ich tun, damit sich mein Abfallsack nicht so schnell füllt?Nach oben
Gläser, Flaschen, Konservendosen, Alu-Dosen, Papier, Karton sowie Textilien, Essensresten etc. sollten Sie separat sammeln und vom Restmüll getrennt am Sammeltermin bereitstellen  (Wir holen) oder zu den öffentlichen Sammelstellen bringen (Sie bringen).
Wir holen:

  • Papier: Monatliche Sammeltour durch den öffentlichen Sammeldienst, Vereinssammlungen (jeweils Samstag) nur für die Kreise 3 und 4. Mitgenommen werden Zeitungen, Zeitschriften, Bücher (ohne Deckel), Kuverts (auch mit Fenster). Nicht ins Altpapier gehören: Milch- und Drinkpackungen (Tetra-pack), Waschmittelverpackungen, Klebeetiketten. Sie müssen frühestens am Vorabend ab 18 Uhr oder am Abfuhrtag bis spätestens 7 Uhr gut gebündelt und verschnürt (keine Papiersäcke oder Schachteln) an den Sammelpunkten bereitgestellt werden. Papiersammlungen siehe Entsorgungsplan.
  • Karton: Monatliche Sammeltour siehe Entsorgungsplan. Der Karton soll zerlegt, gebündelt und verschnürt werden und frühestens am Vorabend ab 18 Uhr an den Sammelpunkten bereitgestellt werden. Tetrapackungen von Milch, Getränken sowie Waschmitteltrommeln gehören nicht dazu, sondern zum Restmüll. Die Kartonabfuhr steht ausschliesslich Privathaushalten und kleineren Gewerbebetrieben offen, grössere Betriebe sind für die Kartonentsorgung selber verantwortlich. Kartonabfuhr siehe Entsorgungsplan.
  • Organische Abfälle: Küchenabfälle, Gemüse, Früchte, Schnittblumen, Kaffeesatz, Topfpflanzen und Kleintiermist können Sie in Behältern für organische Abfälle sammeln und dann in Containern für organische Abfälle oder auf dem Quartierkompost entsorgen siehe Entsorgungsplan.
  • Textilien: Kleider- und Schuhsammlungen werden 5-mal jährlich durchgeführt. Sie müssen die alten Textilien und Schuhe in separate Säcke füllen, die vor dem Abholtermin allen Haushalten in Rapperswil-Jona per Post zugestellt werden, und auf das Trottoir stellen. Abholtermine siehe Abfuhrkalender
  • Metall: Alle Arten von Metall wie z.B. Gestelle, Velos, Wäscheständer, Pfannen etc. ausser Blechdosen und Aluminiumverpackungen können Sie vor Abfuhrtermin auf das Trottoir stellen und werden 1-mal jährlich geholt. Abholtermine siehe Abfuhrkalender
Sie bringen:


  • Flaschen und Gläser: Einwegflaschen, Verpackungsglas getrennt nach Farben grün, weiss, braun in den jeweiligen Containern entsorgen. Nicht in die Glascontainer gehören Fenster, Spiegel, Autoscheiben, Ton, Keramik, Porzellan, Trinkgläser, Ziergläser. Dieser Abfall muss auf den Entsorgungspark, Engelhölzlistrasse 25, gebracht werden. Glascontainerstandorte siehe Übersichtsplan.
  • Konservendosen aus Weissblech: Konservendosen sowie Deckel von Gläsern in den Weissblech-Container entsorgen. Weissblech ist magnetisch (Magnet zum Test befindet sich am Container). Konservendosen-Containerstandorte siehe Übersichtsplan.
  • Aluminium: Tiernahrungsschalen, Tuben, Folien, Deckel und andere Aluminiumteile (z.B. Getränkedosen von Bier, Cola etc.) sind nicht magnetisch. (Magnet zum Test befindet sich am Container). Konservendosen-Containerstandort siehe Übersichtsplan.
  • Textilien: Alte und ausgediente, aber brauchbare Kleider und Schuhe (keine Skischuhe), Wäsche verpacken Sie in Säcke und entsorgen Sie im Textil-Sammelcontainer. Containerstandort siehe Übersichtsplan.
  • Metall: Alle Arten von Metall wie z.B. Gestelle, Velos, Wäscheständer, Pfannen etc. können Sie im Entsorgungspark im Engelhölzli entsorgen.
Es gibt noch weitere Abfälle, die Sie unbedingt zurückbringen sollten:

  • Batterien und Knopfzellen sind den Verkaufsstellen zurückzugeben. Autobatterien und Akkus nimmt der Fachhandel gratis zurück. Batterien sind Sonderabfälle und gehören nicht in den Hauskehrricht!
  • Medikamente enthalten oft umweltschädliche Inhaltstoffe. Bitte bringen Sie angebrochene Packungen und abgelaufene Medikamente in die Apotheke oder zur Sammelstelle (Engelhölzlistr. 25, Jona) zur fachgerechten Entsorgung!
  • Neonröhren und Sparlampen nimmt der Fachhandel (auch ohne Neukauf und unabhängig der Marke) gratis zurück.
  • Elektro- und Elektronikgeräte wie z.B. Fernseher, Computer, Drucker, Telefone, Radios, Spielkonsolen, Kameras und Zubehör sowie Staubsauger, Kühlschränke, Waschmaschinen, Toaster, Elektrowerkzeuge, Bohrmaschinen, elektrische Rasenmäher und elektrisch betriebene Spielzeuge nimmt der Fachhandel (auch ohne Neukauf und unabhängig der Marke) gratis zurück. Sie können diese Geräte aber auch an eine EN.S-SWICO-Sammelstelle abgeben: K.Rüegg AG, Engelhölzlistr. 25, Jona oder WTL-Recyclingzentrum, Schachenstr. 82, Jona www.wtl.ch
  • Öle: Speiseöle (inkl. Pommes-Frites-Öl), Mineralöle (kein Benzin, Petrol, Verdünner oder andere explosionsgefährliche Bestandteile, Altöl aus Autogewerbebetrieben) müssen Sie zur ARA Kläranlage, Stampfstrasse 45 in Jona bringen.
  • Sperrgut: Brennbares Sperrgut wie z.B. zerlegte Möbel, Holz, Plastik usw. können Sie zum Entsorgungspark, Engelhölzlistrasse 25, in Jona bringen.
Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Anwohner/innen und werfen Sie Flaschen und Dosen nur von Montag bis Samstag von 7 Uhr bis 20 Uhr in die Container. An den Quartierstellen lassen Sie bitte keine leeren Säcke, Kartons und Tragtaschen zurück und entsorgen Sie nur die zulässigen Abfälle!

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite unter Abfall .
02. Wie bewerbe ich mich für eine neue Wohnung?Nach oben
Erkundigen Sie sich nach den lokalen Gepflogenheiten. Meistens ist keine eingehende Bewerbung notwendig, sondern Sie erhalten die Möglichkeit, ein Formular auszufüllen. Mit zunehmender Wohnungsknappheit, anerbietet sich allenfalls untenstehendes Vorgehen:
  • Bewerbungsdossier: Stellen Sie Ihr persönliches Bewerbungsdossier zusammen. Dazu gehören Kopien der Schriftenempfangsscheine (bei Schweizerinnen und Schweizern), Kopien der Ausländerausweise, Kopie des Betreibungsauszuges (beim Betreibungsamt des Wohnortes erhältlich), Kopien der Lohnabrechnung oder Arbeitslosengeld-Abrechnung, IV-/AHV-Verfügung oder eine schriftliche Mietzinsgarantie.
  • Bewerbungsbrief: Dem Anmeldeformular legen Sie am besten einen Bewerbungsbrief bei. In diesem Brief stellen Sie sich kurz vor (Personalien) wie:
  • Name, Vorname, Alter, Nationalität, Wohnadresse, Anzahl Kinder, Arbeitsgeber, schildern den Grund der Wohnungssuche und Ihre Wohnwünsche (Grösse der Wohnung und maximale Höhe des Mietzinses). Falls Sie ein Haustier haben, erwähnen Sie dies ebenfalls.
  • Wohngemeinschaften (WG): Es besteht die Möglichkeit eine Wohnung in einer WG zu mieten und dies auch in der Bewerbung aufzuführen. Es ist darauf zu achten die künftigen WG Beteiligten in einer kurzen Personenbeschreibung (wie oben) aufzuführen.
Bei einer kleineren WG unterzeichnen alle Bewohner den Mietvertrag und haften solidarisch für die ganze Wohnung. Bei einer grösseren WG sind es meist 2 - 3 Vertragsnehmer und die übrigen Personen wohnen in einer Art Untervermietung. Zwingend dabei ist die Meldung bei einem Personenwechsel in der WG beim Vermieter und bei der Einwohnerkontrolle innert Frist.
  • Hauswartung: Falls Sie an der Hauswartung Ihres neuen Wohnorts interessiert sind, vermerken Sie dies in einem Zusatz im Bewerbungsschreiben.
  • Referenzpersonen (falls nötig): z.B. vom vorhergehenden Wohnort oder vom Arbeitgeber
03. Wann soll ich meine alte Wohnung kündigen?Nach oben
Kündigen Sie Ihre Wohnung nicht, bevor Sie nicht im Besitze eines neuen, gültigen Mietvertrages sind (vgl. Kapitel 11).
03. Was mache ich mit den PET- und Milchflaschen sowie Kaffeekapseln?Nach oben
Getränkeflaschen aus PET und Milchflaschen aus Plastik sollten Sie separat sammeln. Man kann sie allerdings nicht in die öffentlichen Sammelstellen bringen. Sie gehören zurück zu den Geschäften, wo Sie gewöhnlich einkaufen gehen.
Öl-, Essig- und Shampooflaschen, Flaschen aus anderen Kunststoffen und andere Verpackungen aus PET (z.B. Kosmetik) gehören in den Hauskehrricht.
Kaffeekapseln von Nespresso können Sie bei der Sammelstelle im Manor im Untergeschoss oder im Entsorgungspark im Engelhölzli entsorgen.
Falls Ihnen der Weg zur Recyclingstelle zu aufwendig ist, bieten sich private Entsorgungsservices an. Wieder verwertbare Abfälle wie Glas, Alu und PET werden abgeholt und ins Recycling gebracht. Diesen Service gibt es im Abonnement mit wöchentlicher oder monatlicher Abholung.
04. Kann ich organische Abfälle separat entsorgen?Nach oben
Viel Abfall gibt auch das tägliche Kochen. Viele dieser Abfälle können Sie kompostieren. In den Kompost gehören unter anderem:
  • Rüstabfälle (von Obst und Gemüse),
  • Alle Essensresten
  • Verdorbene Früchte und Gemüse,
  • Tee und Kaffee (mit Beutel, aber ohne Verpackung),
  • Zerkleinerte Eierschalen,
  • Schnittblumen und Topfpflanzen,
  • Alte Blumenerde.
Am besten sammeln Sie diese Abfälle in einem separaten Eimer und übergeben ihn, falls vorhanden, dem Komposthaufen hinter dem Haus. Falls nicht, gibt es in Rapperswil-Jona auch eine Grünabfuhr. Entsorgen Sie Ihre organischen Abfälle im dafür vorgesehenen Container.
04. Wohnung mieten oder kaufen?Nach oben
Dabei gelten folgende Kriterien
  • wirtschaftliche Verhältnisse (Finanzen, Einkommen)
  • persönliche Bedürfnisse (Lage, Komfort)
  • räumliche Bedürfnisse (Familie, Haustiere, Fahrzeuge)
  • zeitliche Bedürfnisse (vorübergehend, länger oder dauerhaft)
Anmerkung: Grundsätzlich kann auch eine Liegenschaft (Haus) gemietet werden. Ab einem monatlichen Mietzins von Fr. 2000.-- lohnt sich die Überlegung, ob Sie vielleicht günstiger eine Wohnung kaufen.
05. Sonderabfälle in den EntsorgungsparkNach oben
Farben, Medikamente, Chemikalien, Pflanzenschutzmittel, Säuren, Laugen, Gift usw. müssen Sie in die ARA Kläranlage bringen, Stampfstrasse 45, Jona, oder Im Entsorgunspark im Engelhölzli entsorgen.

Speiseöle (inkl. Friteusen-Öl), Mineralöle (kein Benzin, Petrol, Verdünner oder andere explosionsgefährliche Bestandteile) sind ebenfalls in die ARA Kläranlage zu bringen.
Tote Klein- und Haustiere müssen in Plastiksäcken oder Schachteln zum ARA-Entsorgungspark gebracht werden.
Beim Entsorgungspark, Engelhölzli 25, Jona können Sie alle Abfälle ebenfalls gratis entsorgen. Gegen Gebühr können Sie brennbares Sperrgut (Möbel, Holze, Plastik etc.), Grubengut (z.B. Fenster, Ton, Keramik, Steine, Blumenkisten etc.) sowie Pneus entsorgen.
05. Wohnung mietenNach oben
In der Schweiz leben zwei von drei Personen in einer Mietwohnung und nicht im eigenen Haus. Als Mieter oder Mieterin ‚leihen’ Sie eine Wohnung vom Vermieter und bezahlen für diese Wohnung einen monatlichen Preis (Miete/Mietzins). Der Mieter kauft keine Wohnung, sondern bewohnt sie für eine bestimmte Zeit. Ihm gehört dieser Wohnraum während der Zeit, in der er Miete bezahlt. Alle Mietobjekte, dazu gehören auch Wände, Böden, Türen, etc. haben eine gewisse Lebensdauer. Für diese Lebensdauer bezahlen sie Miete. Ein „einfacher" Spannteppich zum Beispiel hat eine Lebensdauer von 10 Jahren. Dann ist er amortisiert und durch Ihre Miete abbezahlt. Im Mietzins inbegriffen sind Keller- evtl. Estrichabteil, Veloraum und Treppenhaus. Eventuell auf die eigene (Strom-)Rechnung gehen Waschküchen- und Trockenraumbenutzung.

Viele Vermieter beauftragen eine Liegenschaftsverwaltung, damit diese in ihrem Auftrag alles mit den Mietern regelt. In diesem Fall ist die Liegenschaftsverwaltung die Kontaktstelle für die Mieter.

Mieter und Vermieter schliessen einen schriftlichen Mietvertrag ab. Mit der Unterschrift verpflichten sich beide Seiten, die darin getroffenen Abmachungen zu respektieren.

Bauliche Veränderungen an der Wohnung dürfen – mit einigen Ausnahmen - nur in Absprache mit dem Vermieter ausgeführt werden. In jedem Fall kann aber verlangt werden, dass beim Auszug wieder der ursprüngliche Zustand hergestellt wird. Der Mietvertrag muss aufbewahrt werden.

Die Hausordnung ist Bestandteil des Mietvertrages und enthält Regeln, welche das friedliche und ordentliche Zusammenleben innerhalb des Hauses gewährleisten sollen. Darin stehen zum Beispiel Regeln betreffend Nachtruhe, Waschküche, Ordnung im Treppenhaus, Haustiere und anderes mehr.
Zu beachten ist ebenfalls das Polizeireglement von Rapperswil-Jona, welches der Hausordnung vorgeht.
06. Was mache ich mit alten Kleidern und alten Möbeln?Nach oben
Alte Kleider gehören in die Kleidersammlung, falls sie nicht kaputt sind. Sowohl alte Kleider wie alte intakte Möbel können auch in manchen Second-Hand-Läden  oder Brockenhäusern (Brockenstube, Brockishop) abgegeben werden. Hier finden Sie manch witziges und seltenes Stück zu vernünftigen Preisen.
Das Familienforum www.familienforum-rj.ch, die reformierte und die katholische Kirche Rapperswil-Jona veranstalten im Frühjahr und im Herbst Kinderkleiderbörsen. In diesen Second-Hand-Basaren können Sie gut erhaltene Kleider für Babies, Kinder und Jugendliche, sowie Spielsachen, Bücher, Sportartikel, Kinderwagen und Zubehör kaufen und verkaufen.
Kaputte Möbel können Sie zur wöchentlichen Entsorgung an den Sammelpunkten bereitstellen. Dieses Sperrgut müssen Sie aber mit Abfallmarken bekleben, die Sie im Stadthaus Rapperswil-Jona erhalten.
06. Wohnung / Haus / Liegenschaft kaufenNach oben
Vorteile:
Unabhängigkeit
Steuerlicher Vorteil

Nachteile:
Grosser finanzieller Aufwand
Grosser administrativer Aufwand
Örtliche Gebundenheit
Eigenverantwortung bei Reparaturen
Evtl. problematischer Wiederverkauf

Wohneigentum wird wie folgt unterschieden:
  • Eigentumswohnung, Penthouse, Loft, etc. in Mehrfamilien-Objekt (Neubau oder bestehend)
  • Einfamilienhaus freistehend (Neubau oder bestehend)
  • Reihenhaus (Neubau oder bestehend)
  • Liegenschaft (z.B. Villa oder Bauernhaus mit Umschwung; bestehend)
Beim Kauf von Wohneigentum stehen die finanziellen Verhältnisse des Erwerbers im Vordergrund. Bei Wohneigentum in der Region muss mit einem Kaufpreis je nach Lage und Objekt von Fr. 200'000.-- bis mehreren Mio Franken gerechnet werden. Zu beachten ist diesbezüglich, dass mindestens 20% aus eigenen Mitteln bestritten werden muss. Die restlichen Mittel werden mit einer Hypothek einer Bank oder Pensionskasse oder evtl. mit einem Darlehen aus dem Bekanntenkreis erworben. Die zinsliche Belastung inkl. Nebenkosten sollte nicht höher als ein Drittel des Einkommens betragen.

Bei der Vorreservierung von Wohneigentum wird eine Anzahlung von 5 - 10% der Bau- oder Kaufsumme fällig. Die Anzahlung kann zurückgefordert werden bzw. ein Rücktritt vom Objektkauf ist möglich, wenn zB eine Bauverzögerung durch Einsprachen erfolgt (gängige Vertragsklausel).
07. Was ist ein Wohnungsübernahmeprotokoll ?Nach oben
Beim Einzug werden die Wohnung oder das Eigenheim gemeinsam kontrolliert. Grosse und kleine Schäden müssen in einem Eintrittsprotokoll genau festgehalten und der Zeitpunkt der Instandstellung festgehalten werden. Das Protokoll ist in doppelter Ausfertigung zu erstellen und muss bis zum Auszug aus der Wohnung aufbewahrt werden. Es dient dem Mieter auch als Beweisstück, dass gewisse Schäden nicht während seiner Zeit entstanden sind.
Später auftretende Mängel können bis 15 Tage nach dem Einzugstermin geltend gemacht werden und sind dem Vermieter innert Frist schriftlich mitzuteilen.
07. Was mache ich mit alten Velos, Brillen, Handys, Büchern, Kinderspielzeug?Nach oben
In der Stadt Rapperswil-Jona finden zweimal im Jahr Flohmärkte statt und je einmal jährlich eine Velobörse und ein Velomarkt.
Ihr altes Velo können Sie aber auch zum Werk- und Technologiezentrum Linthgebiet WTL bringen. Damit unterstützen Sie das Projekt „Velos für Afrika“. Hier werden von Arbeitslosen Fahrräder für den Versand in vier afrikanische Länder und für den Wiederverkauf in der Region aufbereitet.
Werk- und Technologiezentrum Linthgebiet WTL, Schachenstrasse 82, 8645 Jona, www.wtl.ch
Brillen können Sie im Fachhandel wieder zurückgeben oder für karitative Zwecke an VISILAB spenden. Letztere sammelt gebrauchte Brillen für Länder der Dritten Welt in Zusammenarbeit mit der Vereinigung ORO. Die gemeinnützige Vereinigung ORO unterstützt augenärztliche Projekte in der Dritten Welt Visilab setzt sich ein.
Alte Handys (Mobiltelefone/Natel) gehören nicht in den Abfall, denn sie enthalten nicht nur viele wieder verwertbare Edelmetalle sondern auch umweltbelastende Materialien. Ihr altes Handy können Sie zurück an den Fachhandel geben oder in diversen Internetforen versteigern bzw. verkaufen oder an Schweizer Sammelaktionen abgeben wie z.B. am nationalen Aktionstag «Wahre Werte“ www.umweltschutz.ch.
Alte Bücher können Sie in der Brockenstube, Schönbodenstrasse 3, Rapperswil oder im Antiquariatsbuchhandel in der Altstadt Rapperswil verkaufen. Aber auch in Tausch- und Handelsforen im Internet gibt es Möglichkeiten alte Bücher sinnvoll weiterzugeben.
In Rapperswil hinter dem Kaufhaus Manor in der Baracke neben dem alten Feuerwehrgebäude ist ein Buch-Antiquariat, Bücher können dort für einen karitativen Zweck abgegeben werden.
Altes Kinderspielzeug können Sie in der Brockenstube, Schönbodenstrasse 3, Rapperswil verkaufen. Das Familienforum Rapperswil-Jona, sowie die katholische Kirche veranstalten jährlich Second-Hand-Basare, an denen Sie auch diverse Artikel für Babies, Kinder und Jugendliche verkaufen können.
08. Was ist ein Depot respektive eine Kaution?Nach oben
Das Depot (respektive die Kaution) dient dem Vermieter als Sicherheit für allfällige vom Mieter verursachte Schäden in der Wohnung. Es beträgt maximal drei Monatsmieten. Die Zahlung erfolgt auf ein Mietkautionskonto und lautet auf den Namen des Mieters (Deklaration im Steuerformular).

Üblicherweise wird das Depot nach dem Auszug aus der Wohnung zurückerstattet. Der Vermieter darf jedoch bis zu einem Jahr nach dem Auszug des Mieters das Depot zurückbehalten, wegen den versteckten Mängeln. Auch kann der Vermieter böswillig seine Unterschrift nicht geben.
Antworten auf Fragen betreffend Kaution, wie die Freigabe der Mietkaution, betrügerische Kaution, etc. finden Sie beim Beobachter.
08. Weshalb muss ich überhaupt für den Abfall zahlen?Nach oben
Das Entsorgen von Abfall ist nirgendwo gratis, sondern wird mit Steuern bezahlt. Wie in den meisten Städten gilt auch in Rapperswil-Jona das ‚Verursacherprinzip’. Damit werden diejenigen belohnt, die wie Sie Abfälle separat sammeln und an den richtigen Orten entsorgen. Je mehr Abfall Sie in den normalen Kehrichtsack werfen, umso teurer kommt es. Deshalb gibt es in Rapperswil-Jona verschieden grosse und teure Abfallsäcke.
Die fest geschnürrten Abfallsäcke stellen Sie bitte an den jeweilligen Sammelpunkten am Abholtag bereit (siehe Entsorgungsplan) oder werfen sie in die Müllcontainer Ihres Wohnhauses.
Die obligatorischen Abfallsäcke in Rapperswil-Jona sind bunt. Das Monogramm von Rapperswil-Jona RJ verziert in sieben Farben die weissen Müllsäcke. Nur mit diesen Einheits-Abfallsäcken wird Müll abgeholt.
Verkaufsstellen für offizielle Abfallsäcke sind die meisten Supermärkte, die Post und der Detailhandel.

Abfallmarken brauchen Sie für Sperrgut wie z.B. Matratzen, Möbel, Teppiche. Diese erhalten Sie im Stadthaus Rapperswil-Jona.
09. Was kostet eine Mietwohnung?Nach oben
Neben dem monatlichen Mietzins, der im Mietvertrag abgemacht wurde, muss noch mit folgenden zusätzlichen Kosten gerechnet werden:
  • Nebenkosten (z.B. Heizung, Wasser, Hauswart, Kabelfernsehen), welche im Vertrag «akonto», das heisst als Anzahlung, festgehalten sind. Diese Kosten werden individuell abgerechnet.
  • Für den Strom, der privat in der Wohnung verbraucht wird, stellt das Elektrizitätswerk monatlich eine Rechnung.
  • Für das Gas erfolgt ebenfalls eine separate Rechnung, falls Sie in Ihrer Wohnung mit Gas kochen.
  • Telefonanschlüsse und Kabelfernsehen werden separat verrechnet.
Der Mietzins einer Wohnung variert je nach Lage, Grösse, Stockwerk und Ausstattung. Dieser kann knapp unter 1000.-- bis mehrere tausend Franken pro Monat betragen.
  • Wieviel darf mich eine Wohnung kosten? Die Wohnungsmiete sollte 25 - 30% des Einkommens nicht überschreiten. Es ist dabei wichtig abzuklären, welche zusätzlichen Nebenkosten zum vereinbarten Mietzins hinzukommen.
  • Kosten bei Wohnungsabgabe: Bei einem Wohnungswechsel können zusätzliche Kosten entstehen, sei es durch Schäden oder Mängel, die Sie verursacht haben. Eine normale Abnutzung (abhängig von der Lebensdauer der Gegenstände) kann nicht in Rechnung gestellt werden. Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung ist zu empfehlen.
  • Fachliche Beratung durch den Mieterverband: Frau Hörtner, Wohnungsabnehmerin und Präsidentin des Mieterverbandes Regionalgruppe See/Gaster ist gegen Bezahlung bei Ihrer Abgabe oder auch Annahme dabei und schreibt Ihnen das Protokoll (www.mieterverband.ch; fo.hoertner(at)hispeed.ch)
09. Weshalb darf ich meinen Abfallsack erst am Morgen vor die Haustüre stellen, wenn die Abfuhr kommt?Nach oben
Obwohl die städtischen Abfallsäcke so schön bunt sind, stört doch der Anblick von Abfall generell. Vor allem Abfall wie z.B. Karton oder Papier wird bei Regen nass oder vom Wind verweht, was das Einsammeln am nächsten Tag erschwert.
In Rapperswil-Jona gibt es Füchse, Katzen, Marder und Krähen, die in der Nacht nach Essbarem suchen. Diese Tiere schlitzen einen Sack im Nu auf und plündern den Inhalt. Das gibt eine riesige Sauerei. Falls Ihr Haus also keinen Abfallcontainer besitzt, stellen Sie bitte die Säcke (frühestens am Vorabend ab 18:00) oder noch besser am Abfuhrtag spätestens um 7:00 bereit. Die Nachbarn werden Ihnen dankbar sein.
10. Kann der Vermieter den Mietzins erhöhen? Wann muss er ihn senken?Nach oben
Der Vermieter darf den Mietzins erhöhen, muss aber ein offizielles Formular verwenden, klare Gründe angeben und mit den entsprechenden Zahlen belegen. Als solche Gründe können Renovationen, Umbauten oder allgemeine, wertvermehrende Investitionen genannt werden. Wenn der Mieter mit der Mietzinserhöhung nicht einverstanden ist, hat er 30 Tage Zeit, in schriftlicher Form, dagegen anzukämpfen (vgl. Kapitel 14).

Wenn die Nationalbank den Referenzzinssatz senkt kann der Mieter beim Vermieter ein Begehren um Senkung des Mietzinses stellen. Ob sich dies für Sie lohnt können Sie mit folgendem Link errechnen:
www.mieterverband.ch/smv_mz_berechnung.0.html
10. Robidogs: Da kommt das grosse Geschäft Ihres Hundes reinNach oben
Als Hundebesitzer müssen Sie den Kot Ihres Hundes auflesen und mittels Kotsäcken in den speziellen Robidogs, Abfallkübel für Hundekot, die sich an bestimmten Stellen befinden, entsorgen. Diese Robidogs befinden sich an den meist frequentierten, da schönsten Plätzen für’ s Gassigehen mit ihrem Hund!
11. Littering: Verminderung des Abfalls im öffentlichem RaumNach oben
Zu einer einladenden Stadt gehören auch ansprechende, saubere öffentliche Räume und Anlagen. Sie selber können zu einem abfallfreien attraktiven Erscheinungsbild der Stadt Rapperswil-Jona und der schönen Umgebung am See und im Wald und damit auch Ihrem Wohlbefinden als EinwohnerIn der Stadt Rapperswil-Jona beitragen.
Entsorgen Sie bitte Ihren Abfall, wenn Sie unterwegs sind, in den zahlreich vorhandenen Abfallkübeln und Glascontainern.
11. Was ist ein Wohnungsabgabeprotokoll?Nach oben
Beim Auszug wird die Wohnung vom Mieter und vom Vermieter genau kontrolliert. Grossen Wert wird auf die Reinigung einer abzugebenden Wohnung gelegt. Wie die Wohnung zu hinterlassen ist, ist im Mietvertrag erwähnt oder wird spätestens bei der Kündigung vom Vermieter schriftlich bekannt gegeben. Werden Mängel in der Reinigung festgestellt, müssen diese durch den Mieter behoben werden. Unterlässt er dies, kann die Nachreinigung in Rechnung gestellt werden.

Grosse und kleine Schäden werden im Austrittsprotokoll festgehalten. Vor dem Unterschreiben sollte der Mieter genau verstanden haben, was im Protokoll steht. Denn mit seiner Unterschrift bestätigt er, dass die Mängel eingesehen worden sind. Je nach Formulierung verpflichtet er sich ausserdem, die Kosten für die im Protokoll aufgeführten Reparaturen zu übernehmen.
12. Weitere interessante Links zum Thema AbfallNach oben
Bundesamt für Umwelt www.bafu.admin.ch/bafu/de/home.html
IG Saubere Umwelt www.igsu.ch
KEZO Hinwil www.kezo.ch
WTL-Recyclingzentrum www.wtl.ch

Ausführliche Informationsseite zu den Themen Abfall und Recycling. Enthält viele Merkblätter und Adressen. Hat aber auch einen etwas technischen Charakter www.abfall.ch.

Offizielle Seite des Bundesamtes für Umwelt. Enthält alle entsprechenden Gesetze und Verordnungen. Gibt Auskunft über viele Aspekte des Umweltschutzes https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home.html

PUSCH www.umweltschutz.ch ist eine Stiftung, die unter anderem auch Gemeinden berät. Zu den verschiedenen Abfall-Arten gibt es 15 lesenswerte Merkblätter zum downloaden. Praktischer Umweltschutz PUSCH
Der Aktionstag will in den Gemeinden das Problembewusstsein rund um das Thema Abfall fördern. Wird ebenfalls von PUSCH betrieben. Aktionstag Wahre Werte

Spielerische Seite, die einem das Kompostieren näher bringen will, mit konkreten Infos, aber auch mit Spielen www.kompostberatung.ch.

Seite des Kompostforums Schweiz, enthält Infos für Interessierte, aber auch für Verantwortliche in Gemeinden und die Branche allgemein www.kompost.ch.
12. Wie kündige ich eine Wohnung?Nach oben
Sowohl der Mieter als auch der Vermieter können die Wohnung kündigen. Eine Kündigung muss immer in schriftlicher Form erfolgen. Es empfiehlt sich, das Schreiben ‚eingeschrieben’ zu senden. Sie müssen ausserdem die im Vertrag festgehaltenen Fristen und Termine beachten. Die übliche Kündigungsfrist ist dem Vertrag zu entnehmen und beträgt gewöhnlich 3 Monate.

Der Vermieter muss ein offizielles Formular ausfüllen für eine Kündigung. Bei Eheleuten oder mehreren Parteien, welche den Mietvertrag unterschrieben haben, muss der Vermieter jedem Einzelnen eine Kündigung eingeschrieben schicken. Wer eine Kündigung erhält und nicht damit einverstanden ist, hat 30 Tage Zeit, mit einem eingeschriebenen Brief dagegen Einspruch zu erheben (vgl. Kapitel 14).

Eine ausserterminliche Kündigung ist unter gegenseitiger Absprache möglich, beispielsweise wenn Sie dem Vermieter einen akzeptablen Nachmieter besorgen.

Bei der Kündigung einer Wohnung ist es ratsam, dies auch dem Elektrizitätswerk, der Gasversorgung, der Wasserversorgung, Radio-TV und der Telefongesellschaft mitzuteilen, da dies nicht zwingend Sache des Vermieters ist (meist genügt hier ein Telefonanruf). Das Notieren der Zählerstände hilft Ihnen für Klarheit. Im Weiteren sind an Adressänderungen für Zeitungsabonnemente und Nachsendungen bei der Post zu denken.
13. Wer bezahlt die anstehenden Reparaturen in der Wohnung?Nach oben
Schäden/Mängel, welche in der Wohnung vom Mieter selbst repariert werden können und welche bis zu CHF 150.- kosten, gehen zu Lasten des Mieters; zum Beispiel das Ersetzen von Filtern im Dampfabzug oder von Duschschläuchen. Reparaturen, die nicht selbst vorgenommen werden können und für welche eine Fachperson zugezogen werden muss, gehen zu Lasten des Vermieters. Wird selbstwillig etwas kaputt gemacht, so muss der Mieter für den Schaden aufkommen. Empfehlenswert ist der Abschluss einer Hausratversicherung und einer Haftpflichtversicherung.
Mehr dazu unter www.mieterverband.ch/ostschweiz
14. Wo kann ich mich beraten lassen?Nach oben
Die Schlichtungsstelle für Miet- und Pachtverhältnisse informiert in allen Fragen rund um das Mieten, zum Beispiel bei Kündigungen, Mietzinserhöhungen oder Depotrückgabe. Zudem vermittelt sie in Streitfällen zwischen Mietern und Vermietern. Die Beratungen und Verhandlungen sind kostenlos. An die Beratung müssen alle Unterlagen mitgenommen werden, vor allem natürlich der Mietvertrag.

Die Webseite des Mieterverbands enthält viele Informationen für die Mieter. Ausserdem werden kostenpflichtige Dienstleistungen angeboten.
Weitere Links zum Thema Beratung oder Schlichtungsbehörden finden Sie auch beim Hauseigentümerverband oder beim lokalen/regionalen Hauseigentümerverband .

Ein Infoblatt in 16 Sprachen des Bundes hilft Ihnen weiter.
15. HausratsversicherungNach oben
Die Hausratsversicherung bietet Versicherungsschutz bei Schäden am versicherten Hausrat durch Feuer, Einbruch, Diebstahl und Wasser.

Die Hausratsversicherung ist nicht obligatorisch. Sie deckt den Hausrat des Policeninhabers sowie den seiner Mitbewohner bei obigen Ereignissen. Es ist darauf zu achten, dass bei Vertragsabschluss durch den Versicherungsagenten eine Schätzung des Hausrats vorgenommen wird. Wenn sie eine indexangepasste Prämie vereinbaren, vermeiden Sie bei einem Schadenfall (zB. Brand) eine Reduktion der Entschädigung infolge Unterversicherung.
Für Schäden an baulichen Einrichtungen Ihrer Wohnung haftet die kantonale Gebäudeversicherung, welche durch den Hauseigentümer bezahlt wird und obligatorisch ist.
16. Wie wohnt man in einer gemieteten Wohnung?Nach oben
Die von Ihnen vertraglich gemietete Wohnung ist ihr "geschütztes Reich". Niemand ausser Ihnen oder Ihren Mitbewohnern ist befugt Ihre Wohnung gegen Ihren Willen zu betreten. Dies betrifft insbesondere auch den Vermieter, welcher ohne Ihre ausdrückliche Erlaubnis keinen Wohnungsschlüssel zu Ihrer Wohnung zurückbehalten darf.

Das Wohnverhalten in einer gemieteten Wohnung (zB. Mehrfamilien-Wohnsiedlung) untersteht gewissen Regeln die in den wichtigsten Punkten in der Hausordnung festgehalten werden. Es ist daher empfehlenswert sich durch den Hauswart oder den Vermieter informieren zu lassen. Fehlt ein Hauswart, so ist sicher eine langjährige Mieterin oder ein Mieter bereit, Sie über das Formelle wie zB Waschküchenbenutzung und allgemeine Räume, Schliessverhältnisse etc. Ihres neuen Wohndomizils zu informieren. Falls notwendig sollten Sie eine sprachkundige Hilfsperson beiziehen.

Je nach Quartier und Wohnobjekt kann sich das Wohnverhalten der Mitbewohner sehr unterschiedlich gestalten.

Ob Sie ein Haustier in ihrer Wohnung halten dürfen, sollten Sie vor Vertragsabschluss mit dem Vermieter abklären.

Falls Sie an einem guten Einvernehmen mit den Nachbarn interessiert sind, sollten Sie sich diesen in den ersten zwei Wochen vorstellen. Eine Absprache mit dem Hauswart ist allenfalls sinnvoll.

Tipp: Begrüssen Sie ihre Nachbarn als Erste(r) im Treppenhaus. Laden Sie die Mieter zu einem Begrüssungsapéro in ihre Wohnung ein.

Vermeiden Sie Lärm (Musik, Staubsaugen, Hämmern, Türknallen) zwischen 22.00 – 07.00 Uhr und 12.00 – 13.30 Uhr.

Ergeben sich Probleme mit Mietern oder Zuständen, versuchen Sie diese in direktem Kontakt mit den Betroffenen zu lösen. Bei Streitigkeiten helfen Ihnen eventuell der Hauswart oder die Hausverwaltung weiter.
Bei gravierenden Vorkommnissen wenden Sie sich an die Polizei (Notruf 117) oder die Feuerwehr (Notruf 118).