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Stadtverwaltung Rapperswil-Jona
St. Gallerstrasse 40
8645 Jona
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Geschichte

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vorhergehendes Ereignis

Gründung von Rapperswil, die Hofgemeinden Jona/Busskirch, Kempraten und Wagen als Untertanengebiet

 

Die Gründung der Stadt Rapperswil dürfte um 1200 erfolgt sein, als die begüterte Adelsfamilie der Rapperswiler ihren Stammsitz von Alt-Rapperswil (Altendorf) auf das gegenüberliegende Seeufer verlegte. Stadt und Burg Rapperswil werden 1229 erstmals urkundlich erwähnt.

Wenige Jahrzehnte darauf starb das Geschlecht der Rapperswiler jedoch im Mannesstamm aus; über Elisabeth, die Schwester des letzten Grafen Rudolfs III., gelangten Stadt und Burg zuerst an die Familien Habsburg-Laufenburg, später an ihre Verwandten Habsburg-Österreich. Die Österreicher waren es auch, welche 1358 die neue Holzbrücke nach Hurden erstellen liessen.

Nach der Ächtung von Herzog Friedrich IV. von Habsburg-Österreich im Jahr 1415 befahl König Sigmund auch Rapperswil, sich von Friedrich abzuwenden, und verlieh der Stadt die Reichsfreiheit. Mit der Reichsunmittelbarkeit erhielt Rapperswil die direkte Herrschaft über die drei Hofgemeinden Jona/Busskirch, Kempraten und Wagen sowie die Pflegschaft über das Zisterzienserinnenkloster Wurmsbach.
Während des Alten Zürichkriegs (1436-50) gelang es Rapperswil nicht, neutral zu bleiben; die Rosenstadt kehrte am 24. September 1442 unter die Herrschaft des Hauses Habsburg-Österreich zurück und ging gleichzeitig ein Bündnis mit Zürich ein. Nach Kriegsende 1450 war Rapperswil hoch verschuldet und hoffte vergeblich auf finanzielle Unterstützung von Seiten Österreichs. Daher sahen einige Rapperswiler unter Führung des Stadtschreibers Johannes Hettlinger ihre Zukunft fortan unter eidgenössischem Schirm und zettelten im Spätsommer 1456 einen Aufstand an.

Die erstaunlich gut dokumentierten Unruhen von 1456/57 endeten nach dem Zürcher Schiedsgericht vom 21. Dezember 1457 zwar mit dem Treueschwur Rapperswils gegenüber der Herrschaft Österreich, doch von einer eigentlichen Rückkehr unter habsburgischen Schirm konnte nicht die Rede sein.

Als die eidgenössischen Truppen von Uri, Schwyz und Unterwalden nach dem sogenannten Plappartkrieg am 20. September 1458 von Konstanz heimkehrten, begehrten sie in Rapperswil Einlass und führten den Sieg der proeidgenössischen Partei herbei. Am 10. Januar 1464, kurz nach dem Tod Herzog Albrechts VI. und der Machtübernahme seines Vetters Herzog Sigmund in den Vorderen Landen, ging Rapperswil mit den eidgenössischen Orten Uri, Schwyz, Unterwalden und Glarus ein Schirmbündnis ein. Bis 1798 stand Rapperswil mit seinen Hofgemeinden unter eidgenössischer Schirmherrschaft.

Siegel von Herzog Rudolf IV. von Habsburg an einer Urkunde von 1360 (Bild: Jona, Die Geschichte)

Siegel von Herzog Rudolf IV. von Habsburg an einer Urkunde von 1360
 

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